30. Mai 2021 / 16:50 Uhr

Kreispokal in den Startlöchern und Rückzieher aus der Kreisoberliga

Kreispokal in den Startlöchern und Rückzieher aus der Kreisoberliga

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Steffen Misdziol, Spielausschuss-Chef im Fußballkreis Oberhavel/Barnim.
Spielausschuss-Chef Steffen Misdziol wartet gelassen auf das Ende der Meldefrist. © Christoph Brandhorst
Anzeige

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Der Meldeschluss für die Vereine rückt näher. Der SV Rüdnitz/Lobetal hat sich schon festgelegt und will nicht mehr in der Kreisoberliga starten. Derweil hat Spielausschuss-Chef Steffen Misdziol schon konkrete Pläne für die Fortsetzung des Pokal-Wettbewerbs.

Die Deadline rückt näher, aber der Herr über den Fußball-Spielbetrieb bleibt ganz gelassen. Bis zum 1. Juni, 23.59 Uhr, müssen Vereine ihre Mannschaften für die neue Spielzeit 2021/22 online melden. Steffen Misdziol, Vorsitzender des Spielausschusses im Fußballkreis Oberhavel/Barnim, kennt keine Zwischenstände, wohl aber die neuesten Entwicklungen.

Anzeige

„Peer Golle ist bei uns im Vorstand für die Meldelisten zuständig. Er wird mir Mittwochfrüh die aufgearbeiteten Tabellen zukommen lassen“, erklärt Misdziol. Eine Hiobsbotschaft gab es trotzdem schon im Vorfeld: Der SV Rüdnitz/Lobtal zieht seine Mannschaft aus der Kreisoberliga zurück. „Das habe ich schriftlich“, versichert der Funktionär. Für die höchste Spielklasse des Verbandes ist das ein erneuter Rückschlag. Wenngleich die Falkenthaler Füchse nach ihrem Landesklassen-Rückzug die Liga verstärken, müsse man nun wieder mit 14 Teams planen. „Das ist nicht unsere Wunschstärke, aber immer noch ordentlich“, sagt der Spielausschuss-Chef. Die Auf- und Abstiegsregelung für das neue Spieljahr habe man aber so angepasst, dass man alsbald zur 16er-Staffelstärke zurückkehren könne.

In Bildern: Das sind die wichtigsten Sommertransfers Brandenburgs 2021/22.

Die Sportbuzzer-Wechselbörse Zur Galerie
Die Sportbuzzer-Wechselbörse ©

Und vielleicht tut sich ja auch noch was: Von Gedankenspielen beim FSV Forst Borgsdorf, die von der Landesklasse bis zur Kreisliga reichen sollen, hat auch Misdziol gehört. Entschieden ist dort nach SPORTBUZZER-Informationen aber noch nichts.

Gespannt ist er auch auf die bereits angekündigten Neuanmeldungen von dritten Mannschaften beim 1. SV Oberkrämer und beim SV Zehdenick. „Mit Ronny Erdmann habe ich mehrfach gesprochen“, erzählt Misdziol vom Austausch mit dem Zehdenicker Manager. Letzter Stand sei, dass sowohl die zweite als auch die neue dritte SVZ-Mannschaft in Spielgemeinschaft mit dem SC Klein-Mutz an den Start gehen.

Mehr Oberhavel-Fußball

Die ist auch im Kreispokal-Wettbewerb der Fußballer noch dabei. Das Drittrundenspiel gegen Titelverteidiger Einheit Zepernick muss noch nachgeholt werden, dann würden alle 16 Achtelfinal-Teilnehmer feststehen. Über die Fortsetzung des Wettbewerbs haben sich die Fußballkreis-Verantwortlichen in den vergangenen Tagen viele Gedanken gemacht – und haben jetzt Hoffnung. Die erwarteten Lockerungen der Landesregierung in dieser Woche wolle man abwarten und dann schnell Nägel mit Köpfen machen.

Die jetzigen Trainingsmöglichkeiten in Kleingruppen könne man nicht als Mannschaftstraining werten, findet Steffen Misdziol. Sollte dieses aber wieder gestattet werden, würden die Clubs – die laut des Funktionärs wie im vorigen Jahr auch alle mitziehen müssten – dreieinhalb Wochen Vorbereitungszeit bekommen. „Im Juli würden wir dann den Pokal durchziehen“, sagt Misdziol. „Am 31. Juli könnte das Endspiel stattfinden.“ Denn schon tags darauf, am 1. August, müsse der Teilnehmer für den Landespokal gemeldet werden. „Ich kenne auch die Probleme, weiß, dass die Ferien beginnen. Aber wenn alle Vereine mitmachen, werden wir versuchen, den Pokal noch zu realisieren.“ Dann gäbe es im Juli einen engen Takt: „Wir würden montags losen und samstags spielen“, erklärt Misdziol, der Anfang Juli auch mit den Staffeleinteilungen für das neue Spieljahr rechnet.