13. April 2021 / 12:28 Uhr

Lausitzer Füchse setzen auf "Weißwasseraner Identitäten"

Lausitzer Füchse setzen auf "Weißwasseraner Identitäten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dirk Rohrbach
Geschäftsführer Dirk Rohrbach wird die Verhandlungen wieder selbst führen. © imago images
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Die Lausitzer Füchse blieben in der nun abgebrochenen Saison hinter ihren Erwartungen. Jetzt gilt es für die kommende Spielzeit zu planen. Dabei möchte Geschäftsführer Dirk Rohrbach wieder vermehrt auf Spieler setzen, die im Verein ausgebildet wurden oder schon einmal das Trikot der Weißwasseraner trugen.

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Weißwasser. „Der Hauptrundenabbruch war für mich alternativlos. Da mehrere Teams in Quarantäne mussten, ist der Terminplan nicht mehr zu schaffen gewesen. Die Auswirkungen auf die Platzierungen der Mannschaften waren glücklicherweise nicht so groß; für uns an sich nicht merkbar“, kommentierte Weißwassers Geschäftsführer Dirk Rohrbach das abrupte Ende der Saison 2020/21 – zwei Spieltage vor dem regulären Ultimo – für seine Lausitzer Füchse. Die kamen auf Tabellenplatz 12 und damit weit hinter den Erwartungen ein.

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Möglicherweise begann der Umbruch schon im Januar, als Trainer Corey Neilson beurlaubt wurde. Denn Rohrbach erklärt mit Blick auf die Zukunft: „Zwei Jahre habe ich Ex-Coach Neilson das Zusammenstellen des Kaders überlassen – mit durchaus respektablen Budgets. Nun werde ich die Verhandlungen wieder selbst führen. Und wir werden auf ‚Weißwasseraner Identitäten‘ setzen – also Spieler, die hier ausgebildet wurden oder schon hier spielten. Wir haben eine 88-jährige Tradition, die Region lebt vom Eishockey. Das sollen die Cracks mittragen. Ich brauche keine Söldner, die nur ihr Geld nehmen und wieder verschwinden.“

Mit Steve Hanusch und Toni Ritter (von den Eislöwen) stehen erste Rückkehrer wohl fest. In der Gegenrichtung wechselt Tomas Andres nach Dresden. Wahrscheinlich werden Chris Straube und André Mücke auch 2021/22 die EHC-Trainer sein. Überraschend kommt die Ansage, wonach man mit Torhüter Mac Carruth nicht mehr plane. Dirk Rohrbach zum Hintergrund: „In Abstimmung mit unserem Kooperationspartner Eisbären Berlin wollen wir eine Lösung auf der Goalieposition mit Förderlizenzlern schaffen. Tobias Ancicka soll mindestens 25 Spiele bekommen. Dazu wird es einen zweiten hochtalentierten Schlussmann geben, der für uns spielen soll. Damit wäre mir Carruth zu teuer. Das Geld setze ich besser auf anderen Positionen ein.“ Offen ist der Verbleib der Ross-Brüder Brad und Nick. Beide haben noch Vertrag. Aber vor allem Brad Ross als der „Strafbankkönig der DEL2“ habe sich für einen Weißwasseraner Spieler „nicht würdig“ verhalten.

jur