16. April 2021 / 18:34 Uhr

Leipziger Volleyballer Brehme: Vom SV Reudnitz zum Bundesliga-Triumph mit Berlin

Leipziger Volleyballer Brehme: Vom SV Reudnitz zum Bundesliga-Triumph mit Berlin

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Der Leipziger Anton Brehme (mi.) wurde mit den Berliner Recycling Volleys Deutscher Meister.
Der Leipziger Anton Brehme (mi.) wurde mit den Berliner Recycling Volleys Deutscher Meister. © dpa
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Anton Brehme wird als 21-Jähriger in seiner ersten Saison mit den Berlin Volleys Deutscher Meister. Sein Weg begann aber in Leipzig - beim SV Reudnitz.

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Friedrichshafen/Leipzig. Jung-Nationalspieler Anton Brehme gab vor der Rückfahrt nach Berlin das Zeichen zur kleinen Meister-Party – in Corona-Zeiten leider nur intern: „Jetzt wird gefeiert und dann werden die Füße hochgelegt.“ Der aus Leipzig stammende Mittelblocker hat es geschafft: In seiner ersten Saison beim nationalen Spitzenteam Berlin Volleys hat sich der 21-Jährige am Donnerstag mit dem 3:0-Erfolg in Friedrichshafen den Traum vom deutschen Meistertitel erfüllt.

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Beim Siegerinterview in der Halle wollte der Blondschopf die schwere Meisterschale gar nicht mehr loslassen. „Wir haben ein geiles Spiel gemacht. Es fühlt sich mega gut an, mit 21 Jahren Deutscher Meister zu sein“, sagte das 2,06 Meter große Toptalent, das als Kind mit Zwillingsbruder Louis beim SV Reudnitz angefangen hat und über die Stationen VC Olympia Berlin und SVG Lüneburg beim Meisterteam gelandet ist. Gleich in seiner ersten Saison wurde er zum Leistungsträger der Hauptstädter.

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„Wir haben uns im ersten Spiel dieser Serie zurückgekämpft und es danach zwei Spiele brillant durchgezogen. Wir hatten eine schwere Saison wegen Corona und vieler Verletzungen. Zuletzt hatten wir einen richtige Lauf, in der Form wäre auch in der Champions League noch mehr möglich gewesen“, analysierte Anton Brehme: „Wir haben uns in einen Lauf gespielt, es macht mega Spaß mit dieser Truppe. Ich würde gern noch zehn Jahre mit den Jungs spielen.“

„Ein wunderbares Gefühl“

Nach der Bierdusche und Party in der Kabine wurde im Doppeldecker-Bus weitergefeiert. „Da hat jeder von uns ein paar Worte zur Saison gesagt – das war sehr emotional.“ Um 7 Uhr erreichte das Meisterteam die Hauptstadt. Sein erster Weg nach der Heimkehr nach Leipzig führt Anton zu Papa Kay – der Mediziner nimmt in seiner Klinik in Halle das seit Monaten lädierte Knie des Sohnemanns etwas genauer unter die Lupe. Nach dreiwöchiger Regeneration geht es dann für Anton wieder zur Nationalmannschaft.

Matchwinner war wie so oft der US-Amerikaner Benjamin Patch – der 26-Jährige profitierte von den präzisen Pässen des russischen Zuspielers Sergej Grankin und war rundum glücklich. „Im letzten Moment in dieser Saison so in Form zu kommen und dann diesen Titel zu gewinnen, das ist einfach unfassbar“, jubelte der Diagonalangreifer der Berlin Volleys. Er führte die Hauptstädter zum elften Meistertitel – es war der fünfte in Folge. „Berlin war die stärkere Mannschaft. Das müssen wir anerkennen“, räumte Friedrichshafens Trainer Michael Warm ein. Es sei „ein wunderbares Gefühl“, wieder Meister zu sein, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand.