20. Dezember 2021 / 22:45 Uhr

Liga-Vergleich: Kein Bundesliga-Team lief so wenig wie Wolfsburg!

Liga-Vergleich: Kein Bundesliga-Team lief so wenig wie Wolfsburg!

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Noch der Laufstärkste beim VfL: Mittelfeldmann Maximilian Arnold.
Noch der Laufstärkste beim VfL: Mittelfeldmann Maximilian Arnold. © DPA
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Der VfL Wolfsburg hat die Hinrunde auf Platz 13 beendet. Mit Blick auf die Statistiken des Bundesligisten, wird klar, wo der Klub in der Rückrunde ansetzen muss.

Die Hinrunde ist vorbei, der VfL belegt nach 17 Spieltagen nur Rang 13: Zeit, auch mal auf einige Statistiken des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zu schauen. Und da weist die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt gleich in mehreren Kategorien schwache Werte auf. Allen voran bei der Laufleistung - kein anderer Klub im Oberhaus rennt so wenig wie der VfL.

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Gerade einmal 110,96 Kilometer legen Maximilian Arnold und Co. pro Partie zurück. Das ist mehr als ein Kilometer weniger als RB Leipzig, das in der Statistik Rang 17 belegt. Zum Vergleich: Arminia Bielefeld ist mit 119,65 Kilometern pro Spiel Spitzenreiter. Dass der Wert der Wolfsburger so niedrig ist, liege laut Jörg Schmadtke nicht ausschließlich an den vielen englischen Wochen, die der VfL in der ersten Saisonhälfte zu bewältigen hatte. Das habe "auch andere Gründe", die der VfL-Manager aber nicht genauer benennen wollte. Nur so viel: "Wir beschäftigen uns auch mit der Laufleistung, mit der Gegentor-Quote, mit geschossenen Toren, mit der Sprintleistung und vielen anderen Werten. Wir kennen die Statistiken. Wir müssen die Dinge anpacken."

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Und damit spricht Schmadtke eine andere Negativ-Statistik der Wolfsburger an: die Torquote. Im Schnitt benötigt der VfL mehr als 13 Schüsse für einen Treffer - nur die Bielefelder (13,71) liegen dahinter. An der Spitze steht Bayer Leverkusen, das nicht einmal fünf Schüsse für ein Tor braucht.

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Erfreulich ist: In Sachen Zweikampfquote spielt der VfL oben mit, die Wolfsburger haben 51,76 Prozent ihrer Duelle für sich entschieden, nur der FC Bayern (53,17), der VfB Stuttgart (52,17) und Leipzig (51,79) sind besser. Allerdings: "Das Spiel hat immer zwei Komponenten - die Durchsetzungskraft vorn und die eigene Box zu verteidigen", weiß Schmadtke und meint damit, dass es nicht wichtig sei, viele, sondern vor allem die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen. "Am besten lässt man gar nicht erst viel zu. Aber wenn man etwas zulässt, muss man es entsprechend verteidigen. Und diese Quote ist viel relevanter als die Gesamtquote."

Aufpassen muss der VfL aber auch in Sachen Gelbe und Rote Karten. Hinter Leverkusen (44) liegen die Wolfsburger (39) auf Rang zwei. "Das ist auch ein Ausdruck dessen", so Schmadtke, "dass Spiele teilweise nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorstellen - und dann eine gewisse Unzufriedenheit auf dem Platz herrscht."