04. Januar 2019 / 08:57 Uhr

Lotto Masters 2019: Holsteins U23 hat richtig Lust

Lotto Masters 2019: Holsteins U23 hat richtig Lust

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Da ist das Ding: Im Vorjahr präsentierte der Ur-Holsteiner Tim Siedschlag zusammen mit SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer (re.) den Masters-Pokal.
Da ist das Ding: Im Vorjahr präsentierte der Ur-Holsteiner Tim Siedschlag zusammen mit SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer (re.) den Masters-Pokal. © Andre Haase
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Pünktlich zum Jahresstart sinken die Temperaturen in Kiel unter den Gefrierpunkt. Die Störche ziehen gen Süden – der Fußball-Zweitligist schlägt sein Trainingslager im spanischen Oliva auf. Beim SHFV Lotto Masters in der Kieler Sparkassen-Arena am Sonnabend ab 17.45 Uhr dürfte es trotzdem heiß hergehen: Die KSV schickt ihre U 23 an den Start, die in der Regionalliga Nord als Aufsteiger in die Spitzengruppe vorgestoßen ist.

„Wir haben alle richtig viel Lust. Es wird ein wahnsinniges Erlebnis. Dieses Format ist bundesweit einfach einzigartig“, sagt Holsteins U23-Coach Ole Werner. Sechs Turniersiege feierte die KSV bei 20 Auflagen des SHFV Lotto Masters. Doch seit 2013 kam kein weiterer mehr hinzu. Die Flensburger Siegesserie in den vergangenen fünf Jahren durchbrach lediglich der TuS Hartenholm mit seinem Sensationstriumph 2015. Die Favoritenlast tragen die Störche 2019 gewiss nicht.„Im Gegensatz zu uns haben die anderen Teams sowohl deutlich mehr Erfahrung in der Halle als auch beim Masters“, stellte der 30-jährige Werner fest. Aus den Reihen der Jungstörche hat indes nur Tim Siedschlag bisher Mastersluft geschnuppert. Allerdings gewaltige: „Siedo“ ist mit fünf Masters-Titeln der Rekordgewinner. Der Rest betritt im Handballtempel Neuland.

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Um keinen Kaltstart zu erleben, werden Kapitän Florian Foit und Kollegen am Freitag eine letzte Trainingseinheit auf dem frischverlegten Kunstrasen absolvieren, ehe es am Sonnabend in der Gruppe B gegen das Oberligatrio Heider SV, SV Todesfelde und TSV Bordesholm geht . „Auf uns kommt viel Unbekanntes zu. Gerade das Spiel mit der Bande kennen wir nicht. Es geht darum, sich schnell zurechtzufinden. Wenn man dafür zwei Spiele braucht, ist der Abend gelaufen“, mutmaßt Werner, will das aber nicht als Tiefstapelei verstanden wissen: „In erster Linie wollen wir guten Fußball zeigen. Gelingt uns das, haben wir alle Chancen.“

Mit an Bord sind mit Tobias Rau, Mats Melahn und Jesper Tiedemann auch drei Spieler aus dem U19-Regionalligateam. Sie ersetzen kurzfristig Julius Alt, Barne Pernot und Laurynas Kulikas, die allesamt mit ins Trainingslager des Profis nach Spanien reisen dürfen. „Sie haben sich diese Nominierung verdient“, sagt Werner mit einem lachenden Auge. Werner freut sich bei seiner Masters-Premiere auf das emotionale Wechselspiel mit den Fans in der Halle: „Es spornt einen an. In der Halle ist alles nochmal doppelt so laut.“ Einen besonderen Druck verspürt der Holstein-Coach nicht, weil sein junges Team die Profis vertritt: „Vielleicht müssen wir ein, zwei Autogramme mehr schreiben als sonst. Das machen wir natürlich gerne. Wenn wir fünf Spiele bestreiten müssten, hätten wir auch ausreichend Spielpausen dafür. Das entspräche dann meinen Vorstellungen“, erklärt Werner mit einem Schmunzeln, das seine Siegermentalität unterstreicht. Nur zur Erinnerung: Das fünfte Spiel wäre das Finale. Und das erreichten die Störche zuletzt 2014. Da jubelte allerdings am Ende der ETSV Weiche Flensburg. Doch warum soll nicht ausgerechnet den Jungstörchen, die ein sensationelles Jahr 2018 gespielt haben, der Sprung zurück auf Schleswig-Holsteins Hallenfußballthron gelingen? Es wäre ein Coup.

Kader: Stefan Rakocevic, Tobias Rau – Timo Barendt, Florian Foit, Maurice Knutzen, Mats Melahn, Felix Niebergall, Tim Schüler, Tim Siedschlag, Bjarne Thiesen, Jesper Tiedemann, Grady Zinkondo.

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