09. April 2022 / 19:27 Uhr

"Trotzdem bleibt er für mich ein Holzfuß": Köln-Trainer Baumgart verliert Wette wegen Torschütze Kilian

"Trotzdem bleibt er für mich ein Holzfuß": Köln-Trainer Baumgart verliert Wette wegen Torschütze Kilian

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Steffen Baumgart (l.) feierte Kölns Matchwinner Luca Kilian nach dessen Siegtor gegen Mainz 05.
Trainer Steffen Baumgart (l.) feierte Kölns Matchwinner Luca Kilian nach dessen Siegtor gegen Mainz 05. © IMAGO/RHR-Foto
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Mit Luca Kilian war der Matchwinner des 1. FC Köln ausgerechnet ein Leihspieler von Gegner Mainz 05. Das Siegtor des Abwehrspielers wird für Trainer Steffen Baumgart teuer. Derweil haderten die Mainzer mit der verspielten Zwei-Tore-Führung. 

Der Kölner Chefcoach Steffen Baumgart rannte nach dem Schlusspfiff auf seinen Siegtorschützen zu und herzte Luca Kilian ausgiebig. Ausgerechnet der Leihspieler des FSV Mainz 05 hatte den Siegtreffer nach großer Aufholjagd des 1. FC Köln zum 3:2 (0:1)-Sieg erzielt. "Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte. Ich habe mich so gefreut, das musste ich alles rauslassen", sagte der 22-Jährige nach dem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg nach einem 0:2-Rückstand. Baumgart konnte es kaum fassen und hat nun eine Wette verloren. "Ich habe immer gesagt, wenn er mal ein Tor macht, lade ich die Mannschaft zum Essen ein. Trotzdem bleibt er für mich ein Holzfuß", sagte der Trainer schmunzelnd.

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Den ersten Erfolg nach zwei sieglosen Heimspielen hatten zuvor Ellyes Skhiri (60.) und Dejan Ljubicic (78.) mit ihren Treffern eingeleitet. Mit 43 Punkten haben die Kölner die internationalen Startplätze in der Bundesliga weiter im Blick. Die Mainzer hingegen blieben im dritten Auswärtsspiel innerhalb einer Woche sieglos und haben nun zehn Spiele nacheinander in der Fremde nicht gewonnen.

Mainz-Frust nach verspielter Führung

"Das ist total ärgerlich. Wir sind richtig sauer", sagte der Mainzer Karim Onisiwo. "Nur ein Punkt aus den drei Spielen diese Woche ist zu wenig", befand der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt. Vor 49.800 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften RheinEnergieStadion erzielten Jonathan Burkardt (14.) und Onisiwo (55.) die Treffer zur 2:0-Führung für die Gäste.

Bei den Kölnern fehlten aus verschiedenen Gründen gleich sechs Profis, doch Torjäger Anthony Modeste war wieder am Start. Die Südkurve hatte vor der Partie mit einer Pyroshow und Gesängen die komplette Rückkehr ins Stadion gefeiert. Kapitän Jonas Hector rückte ins defensive Mittelfeld, weil der angeschlagene Salih Özcan vorerst auf der Bank blieb und erst in der Schlussphase ins Spiel kam.

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Den Mainzern war die anstrengende Gastspielreise mit drei Partien innerhalb einer Woche kaum anzumerken. Trainer Bo Svensson setzte weitgehend auf die Elf, die in Augsburg 1:2 unterlag, lediglich Jung-Nationalspieler Anton Stach rückte neu in die Startelf. Mit ihrer Fünferabwehrreihe und frühem Anlaufen der Offensivspieler bereiteten die Gäste den Kölnern Probleme.

So kamen die Rheinhessen auch zum Führungstreffer durch ihren besten Torschützen Burkardt, der seinen zehnten Saisontreffer erzielte. Dabei profitierte der U21-Europameister von Kilian, der den Ball unhaltbar zum 0:1 ins eigene Tor abfälschte. Die Gastgeber hatten zwar die größeren Spielanteile, erspielten sich aber viel zu wenige Möglichkeiten im gegnerischen Strafraum. Die Mainzer ließen durch ihre kompakte Deckung wenig Platz und provozierten damit viele Fehler im Passspiel des Gegners. Zudem nutzten sie ihre Torchancen besser. So gelang Onisiwo mit einem Schuss aus spitzem Winkel sogar das 2:0 für die Gäste.

Dann erst erwachte der FC. Kurz darauf erzielte Skhiri das 1:2 und gestaltete die mittlerweile sehr lebhafte und von vielen Zweikämpfen geprägte Partie damit wieder offen. Und tatsächlich gelang dem eingewechselten Ljubicic mit einem Rechtsschuss noch der Ausgleich zum 2:2 – ehe Kilian der umjubelte Siegtreffer glückte.

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