13. Februar 2021 / 10:18 Uhr

Gladbach-Boss Max Eberl ordnet Vorfälle um Thuram und Embolo ein: "Nicht gleich ein Skandal-Klub"

Gladbach-Boss Max Eberl ordnet Vorfälle um Thuram und Embolo ein: "Nicht gleich ein Skandal-Klub"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hat die jüngsten Skandale um Marcus Thuram und Breel Embolo eingeordnet.
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hat die jüngsten Skandale um Marcus Thuram und Breel Embolo eingeordnet. © IMAGO/Sportfoto Rudel (Montage)
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Gladbach-Sportdirektor Max Eberl hat sich gegenüber der "Bild" zu den jüngsten Negativ-Schlagzeilen um Marcus Thuram und Breel Embolo geäußert. Dabei hat er Skandal-Klub-Vergleichen eine klare Absage erteilt.

Bei Borussia Mönchengladbach geht es momentan ungewohnt unruhig zu. Neben den jüngsten Wechsel-Gerüchten um Trainer Marco Rose, der als Nachfolger von Edin Terzic mit dem BVB in Verbindung gebracht wird, sorgten die Eklats um Breel Embolo und Marcus Thuram zuletzt für Negativ-Schlagzeilen. Nach seiner einmonatigen Auszeit hat sich Sportdirektor Max Eberl vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (Sonntag, 18 Uhr/Sky) nun zu Wort gemeldet und die aktuellen Entwicklungen im Bild-Interview eingeordnet.

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Während Embolo mit einem vieldiskutierten Besuch in Essen den Ärger des Bundesligisten auf sich gezogen hatte und aufgrund möglicher Corona-Verstöße mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt worden war, erwies Thuram den "Fohlen" mit einer Spuck-Attacke im Spiel gegen die TSG Hoffenheim im Dezember einen Bärendienst. Eberl rückblickend: "Das waren in der Tat zwei Vorfälle, die uns als Verein überhaupt nicht gefallen und die wir auch drastisch sanktioniert haben."

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Trotz dieser Fehltritte verweist der 47-Jährige auf den tadellosen Ruf der Gladbacher in den vergangenen Jahren: "Wer über mehrere Jahrzehnte integer, sympathisch und familiär auftritt, ist jetzt sicher nicht gleich ein Skandal-Klub."

Eberl zu den Wechsel-Gerüchten um Rose: "Ich kämpfe um ihn!"

Auf die Frage, warum Embolo weiterhin dritter Kapitän sei, obwohl er mit seinem Corona-Verstoß den Verhaltenskodex ignoriert hatte, entgegnete Eberl: "Ja, er hat gegen diesen Kodex verstoßen. Aber er wird jetzt hier nicht geteert und gefedert."

Zudem verneint der Sportdirektor die Gerüchte, dass der Schweizer nur nicht gefeuert wurde, um die Ablöse nicht zu verbrennen. Im Moment sei die uns übermittelte Beweislage so, "dass ich auf die Aussage meines Spielers vertraue und wir weiter zusammenarbeiten können".

Eberl zu den Wechsel-Gerüchten um Rose: "Ich kämpfe um ihn!"

Ob die Zusammenarbeit mit Chef-Trainer Marco Rose noch lange andauern wird, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Trotz der anhaltenden Spekulationen um einen möglichen Wechsel des 44-Jährigen zur anderen Borussia bleibt Eberl optimistisch und verspricht: "Ich kämpfe um ihn!" Er sei davon überzeugt, dass man mit Rose noch eine längere Zukunft habe. Das bis dato ausbleibende Treuebekenntnis seines Coaches bereitet dem Manager derweil keine Sorgen. Im Gegenteil: "Ich bin froh, dass ich hier keinen Trainer habe, der erst die Raute küsst und dann doch am Ende abhaut."