21. Mai 2022 / 21:54 Uhr

Mbappé-Verlängerung bei PSG "skandalös": La Liga will Beschwerde bei UEFA und EU einlegen

Mbappé-Verlängerung bei PSG "skandalös": La Liga will Beschwerde bei UEFA und EU einlegen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die spanische Liga kritisierte PSG für den Mbappé-Deal scharf.
Die spanische Liga kritisierte PSG für den Mbappé-Deal scharf. © IMAGO/HMB-Media (Montage)
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Der Vertrag von Kylian Mbappé bei Paris Saint-Germain wurde bis 2025 verlängert. Medienberichten zufolge erhält der Franzose von PSG stattliche Summen für die Unterzeichnung des neuen Kontrakts. Die spanische La Liga attackiert den französischen Meister dafür scharf und kündigt an, bei der UEFA und weiteren Instanzen Beschwerde einzureichen.

Der Poker um die Zukunft von Superstar Kylian Mbappé ist beendet. Der 23-Jährige bleibt bei Paris Saint-Germain und wird nicht zum spanischen Topklub Real Madrid, mit dem er zuletzt in Verbindung gebracht werden konnte, wechseln. Das erklärten Klub und Spieler vor dem letzten Saisonspiel gegen den FC Metz (5:0) am Samstagabend, in dem Mbappé mit einem Dreierpack zum Matchwinner avancierte. Der im Sommer auslaufende Vertrag wurde bis 2025 verlängert und beinhaltet Medienberichten zufolge ein Netto-Gehalt von 100 Millionen Euro sowie einen Unterschriftsbonus von 300 Millionen Euro. Und das sorgt für mächtig Ärger.

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La-Liga-Chef Javier Tebas hatte die kursierenden Zahlen verärgert kommentiert und beim PSG-Deal mit dem Angreifer von einer "Beleidigung für den Fußball" gesprochen. Die spanische Liga kündigte am Abend sogar an, Beschwerde gegen die Vertragsverlängerung bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA), den französischen Verwaltungs- und Steuerbehörden sowie der Europäischen Union einzulegen. Diese Art von Vereinbarung würde die wirtschaftliche Stabilität des europäischen Fußballs attackieren sowie die Hunderttausende Jobs und die Integrität des Sports gefährden, hieß es zur Begründung.

So sei es "skandalös", dass ein Verein derartige Geschäfte realisieren könne, obwohl er im vorangegangen Geschäftsjahr Schulden im hohen Millionenbereich erwirtschaftet habe. "Da PSG mit inakzeptablen Gehaltsmassen und großen wirtschaftlichen Verlusten in den vergangenen Spielzeiten aufwartet, geht man in dieser Situation von einer unmöglichen Investition aus, die zweifellos die Nichteinhaltung der aktuellen Vorschriften zur wirtschaftlichen Kontrolle" der UEFA, und des französischen Fußballs impliziere, heißt es in der Stellungnahme weiter.

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Zudem wirft die Liga dem französischen Branchenprimus vor, die Regeln des Wirtschaftssektors Fußball nicht respektieren wolle. Ein derartiges Verhalten, das von PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi forciert werde, stelle eine "Gefahr für den europäischen Fußball auf dem gleichen Niveau wie die Super League" dar.