24. Oktober 2022 / 13:56 Uhr

Nationaltorhüterin Merle Frohms: "Die Leute kommen ins Stadion, um uns Fußball spielen zu sehen"

Nationaltorhüterin Merle Frohms: "Die Leute kommen ins Stadion, um uns Fußball spielen zu sehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spielte am Sonntag mit dem VfL Wolfsburg vor über 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern: Nationaltorhüterin Merle Frohms.
Spielte am Sonntag mit dem VfL Wolfsburg vor über 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern: Nationaltorhüterin Merle Frohms. © IMAGO/Lobeca
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Nationaltorhüterin Merle Frohms sieht weiterhin einen positiven Trend im Frauen-Fußball. Dies liege nicht nur am Hype der EM im Sommer, sondern auch daran, dass "wir in der Liga gute und qualitativ hochwertige Spiele zeigen". Teams, Vereine und die Liga seien trotzdem weiterhin gefordert, so Frohms.

Um den positiven Trend im Frauen-Fußball seit der EM im Sommer fortzusetzen, sieht Nationaltorhüterin Merle Frohms Teams, Vereine und auch die Liga gefordert. "In erster Linie liegt es in unserer Verantwortung, die Leistung auf den Platz zu bringen, qualitativ hochwertige Spiele zu zeigen, für die Zuschauer interessant zu machen", sagte die 27-Jährige vom VfL Wolfsburg am Sonntagabend in der Sendung "Sportclub" im NDR-Fernsehen. "Und dann ist es Sache der Vereine und der Liga, den entsprechenden Rahmen zu schaffen, eben auch mal in das Stadion der Männer zu gehen."

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Mit ihrem Team hatte sie am Sonntag in der Bundesliga das Top-Match gegen Bayern München (2:1) vor 21.287 Zuschauern in der Volkswagen-Arena in Wolfsburg bestritten. "Es ist unglaublich. So oder so sind Top-Spiele etwas ganz Besonderes", betonte sie. "Und dann mit dem Rahmen ist das Gefühl noch einmal etwas ganz anderes, weil man merkt, die Leute kommen ins Stadion, um uns Fußball spielen zu sehen und um uns anzufeuern."

Frohms: Zeigen auch "in der Liga gute und qualitativ hochwertige Spiele"

Es sei eine schöne Entwicklung, auch wenn man noch nicht ganz die Maßstäbe wie beim EM-Finale im Wembleystadion erreiche. Am 31. Juli spielte England gegen Deutschland (2:1) vor mehr als 87.000 Zuschauern in London. Dennoch ist für Frohms der Hype bei der EM im Bundesliga-Alltag angekommen. "Ich denke, es ist mittlerweile Normalität geworden, dass die Leute zu uns ins Stadion kommen. Nicht nur wegen des Hypes, der während der EM entstanden ist", sagte sie. "Sondern, weil wir in der Liga auch gute und qualitativ hochwertige Spiele zeigen. Das haben wir uns verdient."

Sie selbst bekommt ebenso wie andere Nationalspielerinnen das gestiegene Interesse am Frauen-Fußball zu spüren. "Den richtigen Weg suche ich noch, gerade was Social Media angeht", meinte Frohms. Sie werde öfter auf der Straße erkannt, die Leute kommen zum Spiel, Fanpost werde mehr. "Es ist halt einfach ein bisschen größer geworden jetzt."

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