15. Juli 2020 / 06:48 Uhr

Mit allem Drumherum: Meilensteinlauf versetzt "Lauf geht’s"-Teilnehmer in Wettkampfmodus

Mit allem Drumherum: Meilensteinlauf versetzt "Lauf geht’s"-Teilnehmer in Wettkampfmodus

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Lauf geht´s Meilensteinlauf am 14. Juli 2020 bei der SG LVB e.V. an der Neue Linie.
Das ist der Start zum Meilensteinlauf gewesen: Jörg Matthé pfiff mit den Fingern und die Teilnehmer liefen beziehungsweise walkten los. © Dirk Knofe
Anzeige

Auch beim Jogging-Kurs des Leipziger Laufladens macht sich Corona bemerkbar. Denn wo normalerweise zum Meilensteinlauf von „Lauf geht’s“ etwa 300 Teilnehmer erwartet wurden, dürfen nur noch knapp 100 an den Start. Dennoch ist es eine gute Vorbereitung auf den Halbmarathon am 11. Oktober 2020.

Anzeige

Leipzig​. Etwa 100 Teilnehmer treten zum Meilensteinlauf von „Lauf geht's“ an. In drei Leistungsgruppen – Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato – soll es zweimal entlang der fünf Kilometer langen Strecke im südlichen Auwald gehen. Dabei ist der größte Teil der Mitläufer eigentlich nur im Walker-Modus unterwegs. Veranstalter Jorg Matthé vom Leipziger Laufladen erklärt: „Es nehmen drei Leipziger Gruppen teil und eine aus Bad Düben. Die Laufgeschwindigkeit variiert zwischen fünf und zehn Minuten pro Kilometer.“

Anzeige

DURCHKLICKEN: Die Eindrücke von einem gelungen Meilensteinlauf im Juli 2020

Der Meilensteinlauf ist der letzte lange Lauf vor dem Halbmarathon im Oktober. „Die Läufer sollen ein Gefühl für den Wettkampf bekommen“, sagte Organisator Jörg Matthé. Zur Galerie
Der Meilensteinlauf ist der letzte lange Lauf vor dem Halbmarathon im Oktober. „Die Läufer sollen ein Gefühl für den Wettkampf bekommen“, sagte Organisator Jörg Matthé. © Dirk Knofe

Etwa 20 Minuten sollen sich die Läufer unter Anweisung ihrer Trainer aufwärmen. Zum Start um 18.30 Uhr gibt es keinen Schuss und auch keine Klappe. Matthé pfeift in die Finger. Die Espressi sollen die Strecke laufen, die Cappuccini machen eine Kombination aus Laufen und Walken, und die Latte Macchiati sollen die Strecke ausschließlich walken. „Die langsamsten“, schätzt Matthé, „kommen nach etwa 100 Minuten ins Ziel. Die schnellsten hingegen sollten die zehn Kilometer in etwa 50 Minuten schaffen“, so der Laufladen-Chef.

Vorbereitung auf Halbmarathon

Der Meilensteinlauf ist der letzte lange Lauf vor dem Halbmarathon am 11. Oktober. „Es ist ein Zwischenziel, damit die Läufer ein Gefühl dafür bekommen, wie ein Wettkampf so abläuft“, erklärt Matthé den Sinn des Zehn-Kilometer-Laufs. So würden sich die Teilnehmer ein Bild davon machen, wie sie sich fühlen, was sie trinken und essen und wie sie sich aufwärmen sollen. Das heißt, jeder bekommt eine Startnummer, es findet eine Zeitmessung statt, man soll so essen und trinken, wie es beim Halbmarathon so üblich sei.

Weitere Meldungen vom Laufen in der Region

„Gewinner gibt es nicht, auch keine Verlierer. Wegen der doch hohen Temperaturen ist am Start/Ziel auch noch eine kleine Zwischenverpflegung vorgesehen. Helfende Hände stellen alles auf, sobald die Läufer loslegen. „Rund 80 Prozent der Läufer haben das noch nie dauerhaft gemacht. Es geht auch ein bisschen darum, ihnen die Angst vor der großen Veranstaltung im Herbst nehmen“, so Matthé. Unter den Läufern beim Meilensteinlauf sind auch Mitarbeiter des Sponsors MediClin dabei. „Ohne sie würde hier überhaupt nichts laufen“, sagt der Laufladen-Chef. Als gutes Beispiel geht der Kaufmännische Leiter des Waldkrankenhauses, Kermit Behnisch, voran und möchte seine Mitarbeiter dazu motivieren, fit zu werden.

Weniger Teilnehmer wegen Corona

Eigentlich sind beim Meilensteinlauf unter normalen Bedingungen etwa 300 Teilnehmer am Start. Da dieses Jahr die Lage wegen der Corona-Krise eine deutlich andere ist, laufen nur etwa 100 Personen mit. Auch in der Vorbereitungsphase habe die Pandemie ihre Spuren hinterlassen. Das Training, wie üblich, war nicht möglich. Deshalb seien auch individuelle Trainingspläne ausgearbeitet worden. „Wir hatten auch Glück, dass wir in den letzten zwei Jahren Trainingspläne als Buch gedruckt hatten. So konnten wir zumindest den Wiederholern sagen, dass sie selbst anfangen sollen“, sagt Matthé. Er selbst läuft dieses Jahr nicht mit, ist mit Krücken unterwegs. Der Grund: „Eine harmlose Meniskus-Operation“, scherzt der Laufladen-Chef. „Vielleicht sollte ich es auch mit den Krücken versuchen“, lacht er.