11. August 2021 / 21:19 Uhr

Mit Bochum in Wolfsburg: Zum Start gegen den Ex ist für Rexhbecaj nichts Neues

Mit Bochum in Wolfsburg: Zum Start gegen den Ex ist für Rexhbecaj nichts Neues

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Start-Duell mit dem Ex: Elvis Rexhbecaj trifft zum Liga-Auftakt mit dem VfL Bochum am Samstag auf den VfL Wolfsburg.
Start-Duell mit dem Ex: Elvis Rexhbecaj trifft zum Liga-Auftakt mit dem VfL Bochum am Samstag auf den VfL Wolfsburg. © Boris Baschin (1) / Dennis Ewert/Imago (1)
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Elvis Rexhbecaj ist für ein Jahr vom VfL Wolfsburg an den VfL Bochum ausgeliehen. Direkt am ersten Spieltag treffen beide Klubs in der VW-Arena aufeinander - ein unmittelbares Wiedersehen mit dem Ex-Klub, der möglicherweise gerade seine Stürmersuche forciert, kennt der Mittelfeldspieler aber schon.

Er hatte beim VfL Wolfsburg einen schweren Stand, entschied sich daher für eine Leihe zum VfL Bochum - und trifft mit seinem neuen Klub am ersten Spieltag direkt auf seinen Ex-Klub: Am Samstag (15.30 Uhr) ist Elvis Rexhbecaj mit dem Aufsteiger in der VW-Arena zu Gast, wieder gibt's unmittelbar nach dem Wechsel das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber. "Die Vorfreude ist schon groß", sagt der Mittelfeldspieler, für den die Konstellation aber nichts Neues ist.

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Vor etwa eineinhalb Jahren war die Ausgangslage ähnlich. In der Winterpause der Saison 2019/20 hatte sich Rexhbecaj auf Leihbasis dem 1. FC Köln angeschlossen. Zum Start der Rückrunde mussten die Rheinländer wenige Tage nach dem Wechsel gegen Wolfsburg ran. Allerdings: Rexhbecaj saß beim 3:1-Erfolg seiner Mannschaft 90 Minuten auf der Bank. Das wird wohl diesmal anders sein, für die Bochumer ist der Abräumer eine große Verstärkung und dürfte in der VW-Arena von Beginn an auflaufen. Der Ansporn jedenfalls ist groß. "Es ist ein besonderes Spiel, keine Frage", sagt Rexhbecaj. "Aber die Motivation ist bei mir bei jedem Spiel sehr hoch, insofern ist das Spiel in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Ich kenne ja die Rückkehr nach Wolfsburg schon aus meiner Zeit in Köln."

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Es hatte etwas gedauert, bis der Wechsel vor wenigen Wochen durch war, aber dann "ging alles sehr schnell, zwischen dem ersten Training mit der Mannschaft und dem Pokalspiel in Wuppertal lagen ja gerade mal fünf Tage", erinnert sich Rexhbecaj. Er sei vom Team und den Mitarbeitern sehr gut aufgenommen worden und er ist glücklich, dass er nun beim Zweitliga-Meister der Vorsaison ist. "Ich möchte spielen, das ist mir wichtig. Bochum hat sich die ganze Zeit um mich bemüht, ist immer drangeblieben. Das hat mir imponiert. Wir haben eine Mannschaft, mit der wir es schaffen können, in der Bundesliga zu bestehen", glaubt Rexhbecaj.

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Trainer Thomas Reis hatte Rexhbecaj bereits in der Wolfsburger A-Jugend unter seinen Fittichen und hat sich von Beginn an für eine Verpflichtung starkgemacht. Auch Ex-VfL-Profi Sebastian Schindzielorz, der jetzt Sport-Geschäftsführer beim Liga-Neuling ist, wollte den Abräumer nach Bochum holen. Dass beide eine Wolfsburger Vergangenheit haben, "war dabei aber nur ein Randaspekt", sagt Rexhbecaj. "Sie haben mir erklärt, was sie in der kommenden Saison vorhaben und wo sie mich dabei innerhalb der Mannschaft sehen." Und das hat ebenso gut gepasst, wie die klare Vorstellung des Trainers, "wie der VfL Bochum in der Bundesliga auftreten sollte und worauf es ankommt, um die Klasse zu halten".

An seine Wolfsburger Zeit will Rexhbecaj nicht zurückdenken. Sein Plan war eigentlich, sich bei Trainer Mark van Bommel zu präsentieren und sich bestenfalls in der VW-Stadt durchzusetzen. Welches Feedback der Niederländer dem Sechser gegeben hatte, "bleibt eine Sache zwischen Mark van Bommel und mir", sagt Rexhbecaj nur. Mit der Frage, warum es für ihn in Wolfsburg schwer geworden wäre, möchte sich der Mittelfeldspieler ebenfalls nicht mehr auseinandersetzen. "Es bringt wenig, sich jetzt mit dem Konjunktiv zu beschäftigen. Es geht mir jetzt vor allem darum, mich auf meine Leistung beim VfL Bochum zu fokussieren."

Und da steht die erste Liga-Aufgabe ja nun bevor - mit weiterer Verstärkung? Es könnte passieren, dass Rexhbecaj, Reis und Schindzielorz noch mehr Wolfsburg-Vergangenheit in ihre Reihen bekommen. Der Aufsteiger plant eine Verpflichtung von Sebastian Polter. Genau wie der Mittelfeldspieler hatte auch der Stürmer in der VW-Stadt einige Jugendmannschaften durchlaufen und anschließend den Sprung in die Bundesliga geschafft. Im Dezember 2011 feierte Polter beim 1:4 in Bremen seine Premiere im Oberhaus. Insgesamt zwölf Erstliga-Partien (zwei Treffer) bestritt der Torjäger für die Wolfsburger. Inzwischen steht er bei 64 Bundesliga-Einsätzen.

Wie das Onlineportal "Voetbalnieuws.nl" berichtet, befindet sich der 30-jährige Polter in Verhandlungen mit den Bochumern. Der Transfer sei bereits in der Endphase, schreibt "De Limburger", die größte Lokalzeitung in der Provinz Limburg. Derzeit steht der Angreifer noch bei Fortuna Sittard unter Vertrag.

Kaminski, Danjuma, Adli - forciert Wolfsburg die Stürmersuche?

Sehr konkret ist offenbar das Interesse des VfL Wolfsburg an Stürmer Jakub Kaminski von Lech Posen. Laut des polnischen Erstligisten habe es ein konkretes Angebot gegeben. Wieder gehandelt werden zudem Spieler, die im Juni schon mal mit Wolfsburg in Verbindung gebracht worden waren..

Der Kicker etwa berichtet von Interesse der Niedersachsen am niederländischen Offensivmann Arnaut Danjuma vom AFC Bournemouth, der auch Linksaußen spielen kann. Auch wieder aufgepoppt sind Gerüchte um Wolfsburger Interesse an Amine Adli, einer hängenden Spitze vom FC Toulouse. Das allerdings scheint weniger konkret. Beide sollen aber jeweils eine Ablöse in zweistelliger Millionenhöhe kosten.