25. Februar 2020 / 17:07 Uhr

Mit Neuzugang: Chemie-Damen verlieren in Ludwigsfelde

Mit Neuzugang: Chemie-Damen verlieren in Ludwigsfelde

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Charlott Zeiner, TSV Chemie Premnitz Frauen
Charlott Zeiner wird künftig für den TSV Chemie die Stiefel schnüren. © Privat
Anzeige

Landesliga Frauen: Chemie Premnitz verliert nach schwachem Start mit 2:4 beim LFC.

Die Landesliga-Fußballerinnen des TSV Chemie Premnitz haben ihr Auswärtsspiel beim Ludwigsfelder FC mit 2:4 verloren. Vor allem vor der Pause zeigten die Chemikerinnen eine schwache Vorstellung – das hatte aber auch Gründe. "Wir mussten überraschend auf dem Kunstrasen spielen. Das hätte man uns auch vor der Anreise sagen können und nicht einfach seinen Vorteil daraus ziehen", ärgerte sich die Premnitzer Spielführerin Sarah Ziegenhirt. Mit dabei war erstmals auch Charlott Zeiner, die künftig für den TSV Chemie auflaufen wird. Sie hatte bereits im Trikot des BSC Rathenow mit vielen jetztigen Mitspielerinnen die Schuhe gemeinsam geschnürt.

Anzeige

Doch auch sie konnte nicht ändern, dass der TSV schlecht ins Spiel fand und folgerichtig auch nach nicht einmal zehn Minuten in Rückstand geriet. "Wir waren nicht wirklich wach", moniert Ziegenhirt und erklärt: "Keine Pässe kamen an. Wir hatte keine Absprache untereinander." Und kurz vor der Pause kam es sogar noch schlimmer, die Gastgeberinnen erhöhten auf 2:0, wobei die Premnitzerinnen mit eigenen Fehlern bei den Toren halfen. Selbst hatte der TSV eine 100-prozentige Chance durch Kathleen Lorenz. Ihr Kopfball im Anschluss an eine Ecke hätte drin sein müssen. Außerdem vergab Jessica Finkbeiner eine gute Möglichkeit kurz vor der Pause.

In Bildern: Premnitzer Frauen unterliegen dem Ludwigsfelder FC mit 0:5.

Die Chemikerinnen (in Grün) fanden nie in ihr erfolgreiches Spiel der ersten beiden Partien. Außerdem präsentierten sich die Gäste sehr effektiv. Zur Galerie
Die Chemikerinnen (in Grün) fanden nie in ihr erfolgreiches Spiel der ersten beiden Partien. Außerdem präsentierten sich die Gäste sehr effektiv. © Chrsitoph Laak

Und auch in die zweite Halbzeit fanden die Chemikerinnen zunächst nicht wirklich rein. Innerhalb einer Viertelstunde erhöhten die Gastgeberinnen auf 4:0. "Danach wachten wir endlich auf", fasst Sarah Ziegenhirt zusammen. Der TSV Chemie zeigte nun endlich einen beherzten Kampf und kam zu weiteren Chancen. "Es war jetzt von beiden Teams ein aggressiv geführtes Spiel", so die Premnitzer Spielführerin. Nach einer Ecke sollte dann auch endlich das Premnitzer Tor fallen. Lorenz hatte eingeköpft (78.) und sorgte noch einmal für Hoffnung.

Mehr Sport aus der Region

Und nur wenig später stand Lorenz erneut goldrichtig und konnte zum 2:4 verkürzen (81.). Neue Hoffnung, vielleicht doch noch einen Punkt zu entführen, keimte bei den Premnitzerinnen. Finkbeiner und Sandra Rusch hatten auch noch zwei gute Möglichkeiten, diese blieben aber ungenutzt, so dass es bei der unnötigen 2:4-Niederlage blieb, "Kampfwille und Motivation waren zwar vorhanden, aber zu spät. Dadurch hat es dann nicht mehr gereicht. Es war insgesamt kein gutes Spiel von beiden Seiten. Gerade bei uns war das aber ausbaufähig, wir müssen uns steigern", fasste Sarah Ziegenhirt zusammen. Die Chance auf Wiedergutmachung bietet sich den Premnitzerinnen am 8. März. Das wird aber nicht leicht, dann ist nämlich der Tabellenzweite SV Babelsberg 03 im Stadion der Chemiearbeiter zu Gast.