26. Februar 2021 / 18:13 Uhr

Nach FIFA-Entscheid: Interne DFB-Untersuchung der WM-Affäre dauert noch an

Nach FIFA-Entscheid: Interne DFB-Untersuchung der WM-Affäre dauert noch an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Affäre um die WM 2006 holt den DFB offenbar wieder ein.
Die Untersuchung der WM-Affäre ist noch nicht abgeschlossen.
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Die FIFA-Ethikkommission hat das Verfahren rund um die Vergabe der WM 2006 am Donnerstag eingestellt. Beim Deutschen Fußball-Bund intern dauere die Untersuchung noch an, teilte der Verband mit.

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Der Deutsche Fußball-Bund hat den Zeitpunkt des Abschlusses der Untersuchung in der Sommermärchen-Affäre durch die Firma Esecon weiter offen gelassen. Das teilte der DFB einen Tag nach Einstellung des Verfahrens der FIFA-Ethikkommission gegen die früheren Funktionäre Theo Zwanziger, Franz Beckenbauer und Horst R. Schmidt auf Anfrage mit.

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Die Untersuchungen von Esecon zur Causa „Vergabe WM 2006“ als Teil der sogenannten Generalinventur würden noch andauern. „Eine konkrete Aussage wann und in welcher Form die Veröffentlichung des Ergebnisses erfolgt, kann erst nach Abstimmung mit den zuständigen Gremien erfolgen“, teilte der DFB am Freitag weiter mit. „Man kann versichert sein, dass sowohl der DFB, sein Präsident Fritz Keller sowie die Firma Esecon mit Hochdruck daran arbeiten, möglichst zeitnah belastbare Ergebnisse präsentieren zu können.“ Der DFB hatte Esecon im vergangenen Mai beauftragt, für Aufklärung in der Sommermärchen-Affäre zu sorgen.

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„Das Gesamtergebnis kenne ich noch nicht. Aber an mich ist berichtet worden, dass wir zum Schluss wesentlich mehr wissen werden“, hatte DFB-Chef Keller vor knapp einer Woche der Welt am Sonntag gesagt.

Im Kern geht es in der Affäre um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im April 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die FIFA an den inzwischen gestorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus. Das Geld wurde als Beitrag für eine Gala zur WM 2006 deklariert, die nie stattfand. Im Jahr 2002 hatte Beckenbauer ein Darlehen von Louis-Dreyfus in gleicher Höhe erhalten, das letztendlich auf Konten des einstigen FIFA-Finanzchefs Mohamed bin Hammam verschwand. Wofür, ist bis heute noch unklar.

Die FIFA hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass das Ethikverfahren gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Zwanziger, den damaligen Organisationschef Franz Beckenbauer und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt wegen Verjährung nicht weiter verfolgt wird. Alle Beschuldigten hatten die Vorwürfe stets bestritten.