24. August 2021 / 16:15 Uhr

Nach Krawallen zwischen Nizza und Marseille: Präfektur trifft Vorkehrungen

Nach Krawallen zwischen Nizza und Marseille: Präfektur trifft Vorkehrungen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Spiel zwischen Nizza und Marseille kam es zu Ausschreitungen.
Beim Spiel zwischen Nizza und Marseille kam es zu Ausschreitungen. © IMAGO/Sportimage
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Die heftigen Ausschreitungen beim französischen Erstliga-Spiel zwischen OGC Nizza und Olympique Marseille haben ein Nachspiel. Die Südtribüne des Stadions von Nizza werde gesperrt, kündigte der zuständige Präfekt an.

Nach den heftigen Tumulten beim Erstliga-Spiel zwischen Nizza und Marseille hat der Präfekt der Region Alpes-Maritimes Maßnahmen zur Verhinderung künftiger Krawalle angekündigt. Die Südtribüne im Stadion von Nizza, wo die Tumulte am Sonntagabend ihren Ausgang nahmen, werde für die nächsten vier Heimspiele gesperrt, kündigte Präfekt Bernard Gonzalez am Dienstag an.

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Außerdem werde die Tribüne schnellstmöglich mit einem Netz zur Abwehr von Wurfgeschossen ausgestattet. Außerdem sollten Stadionverbote gegen Beteiligte der Krawalle ausgesprochen werden, sobald die Polizei diese identifiziert hat. Untersucht wird außerdem ein besserer Schutz der Gästetribüne, um das Werfen von Gegenständen und Aggressionen zu verhindern.

Vom Start weg war das Spiel zwischen OGC Nizza und Olympique Marseille überschattet von unfairen Aktionen. Immer wieder warfen Nizza-Anhänger Gegenstände aufs Spielfeld. Etwa eine Viertelstunde vor Abpfiff beim Stand von 1:0 für Nizza wurde Marseille-Spielmacher Dimitri Payet vor einem Eckball von einer Plastikflasche am Rücken getroffen und ging zu Boden. Wutentbrannt schleuderte er mehrere Plastikflaschen zurück Richtung Fan-Tribüne, andere Teamkollegen eilten ihm zur Seite. Dutzende Nizza-Anhänger stürmten daraufhin aufs Feld. Es kam zu Handgemengen zwischen Fans und Spielern beider Clubs. Die Spieler verließen schließlich das Feld.

Präfekt Gonzalez verteidigte am Dienstag die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen. Angesichts des Risikos seien hunderte Polizisten und über 750 Ordner im Stadion mobilisiert gewesen. Letztendlich sei es gelungen, Sicherheit und Ordnung sehr schnell wieder herzustellen. Spieler und Fans aus Marseille hätten ohne weitere Zwischenfälle aus Nizza abreisen können.