07. April 2021 / 11:27 Uhr

Nach "Oster-Dreier": Lausitzer Füchse können nicht mehr Letzter werden

Nach "Oster-Dreier": Lausitzer Füchse können nicht mehr Letzter werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Füchse
Goalie Mac Carruth sicherte mit seinen Paraden den 4:3-Sieg der Füchse in Crimmitschau. © Thomas Heide
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Die Lausitzer Füchse mussten über die Ostertage drei Spiele bestreiten. Nach den Niederlagen gegen Ravensburg und Kaufbeuren, konnte das Team von Trainer Chris Straube gegen die Eispiraten Crimmitschau endlich wieder einen Sieg einfahren. Somit haben die Weißwasseraner den inoffiziellen "Sachsenmeister"-Titel inne.

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Weißwasser. Bereits nach Spiel eins des Oster-Dreiers für die Lausitzer Füchse war klar, dass die Mannschaft von Trainer Chris Straube die Playoffs nicht mehr erreichen können würde. Ein 2:4 in Ravensburg beendete alle Meisterrundenträume. Das Match bei den Towerstars hatte dennoch „nachhaltigen“ Charakter. Denn Kapitän Brad Ross sammelte 18 Strafminuten und holte sich wegen nicht endender Debatten mit den Referees gar noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe ab. Damit führt der Deutsch-Kanadier in der „Böse-Buben-Wertung“ der DEL2 mit 158 Strafminuten praktisch uneinholbar.

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Denkwürdige Kaufbeuren-Partie

Und was das Geschehen rund um die Weißwasseraner in dieser Saison kaum besser macht: Bruder Nick Ross ist mit 96 Strafminuten auf Rang zwei geklettert. Offenbar war für Coach Straube das Maß an Disziplinlosigkeiten seines Spielführers damit voll. Am Sonnabend gegen Kaufbeuren fehlte Brad Ross noch gesperrt. Am Montag beim Derby in Crimmitschau war der 28-Jährige auf „eigene Veranlassung“ nicht dabei. Nachdem er von seiner Absetzung als Mannschaftskapitän erfahren hatte, meldete er sich krank.

Denkwürdig blieb auch das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde gegen Kaufbeuren. Denn es fielen 14 Tore. Und die Lausitzer unterlagen mit 5:9. Eric Steffen, der Backup im Füchse-Tor, durfte erstmals von Beginn an spielen. Seine Vorderleute ließen ihn mehrfach sträflich im Stich. Hoffnung im Lager der Blau-Gelben keimte nur auf, als man sich von 1:6 auf 4:6 herangekämpft hatte. „Die schlimmen Fehler, die zum 4:7 und 4:8 führten, haben uns letztlich das Spiel gekostet“, befand Trainer Straube. In Crimmitschau stand wieder Mac Carruth im Tor. Mit starken Paraden führte er eine engagiert kämpfende Mannschaft zum 4:3-Auswärtserfolg.

Es war der erste Sieg für die Weißwasseraner nach zuvor vier Pleiten in Serie. Der Dreier im Sahnpark bescherte den Ostsachsen nach einer wirklich durchwachsenen Spielzeit sogar noch den Titel des inoffiziellen „Sachsenmeisters“. Zudem ist klar, dass die Füchse nicht mehr Tabellenletzter werden können. Weil Crimmitschau unter der Devise „Danke für deinen Einsatz!“ den zweiten Versehrten-Tag für Geschädigte aus Polizei und Militär zelebrierte, die im Einsatz für unser Land mit ihrer Gesundheit bezahlten, lief der ETC nicht nur im Militäry-Look auf. Coach Mario Richer stand gar im Kampfanzug hinter der Bande – ein durchaus gewöhnungsbedürftiger Anblick.

jur