26. September 2022 / 14:38 Uhr

Nach Ungarn-Pleite: DFB-Stars haben noch 338 Spiele Zeit für die WM-Topform

Nach Ungarn-Pleite: DFB-Stars haben noch 338 Spiele Zeit für die WM-Topform

Heiko Ostendorp und Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutschen Nationalspieler haben vor der WM 2022 noch viel Arbeit vor sich.
Die deutschen Nationalspieler haben vor der WM 2022 noch viel Arbeit vor sich. © IMAGO/Sven Simon
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Jetzt geht es für die deutschen Nationalspieler in die entscheidende Phase. Nach der 0:1-Pleite gegen Ungarn wird die Zeit knapp, sich in WM-Topform zu bringen. Der SPORTBUZZER hat nachgerechnet. So viele Partien müssen die DFB-Stars bis Turnier-Start noch absolvieren.

Die Serie ist gerissen: In seinem 14. Länderspiel als Bundestrainer kassierte Hansi Flick seine erste Niederlage mit der deutschen Nationalmannschaft. Schlimmer als der reine Fakt war allerdings der Auftritt des DFB-Teams bei der 0:1-Pleite gegen Ungarn in der Nations League am Freitagabend in Leipzig. "Ich will keine Ausreden suchen", sagte Flick. "Ich bin natürlich schon enttäuscht, absolut, weil man nie gerne verliert." Vor allem so. Sein Team ließ gegen Ungarn so ziemlich alles vermissen, worauf es bei der Weltmeisterschaft in zwei Monaten in Katar ankommen wird.

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff umschrieb das wie folgt. "Wichtig ist die Erkenntnis, dass du die Top-Einstellung bringen musst. Und das sicherlich in Richtung Katar noch mehr. Weil taktische Dinge gar nicht einstudiert werden können. Umso mehr wird der Wille, die Mentalität und die Einstellung zählen", sagte der Europameister von 1996. Und auch Ilkay Gündogan fand deutliche Worte. "Nach dem Spiel haben wir nicht viele Argumente", erklärte der Star von Manchester City. "Wir müssen alle schauen, dass wir in den Vereinen auf dem allerhöchsten Niveau weiterspielen und unsere Form im Gegensatz zu heute verbessern."

DFB-Elf steht vor Belastungsprobe – Bierhoff bleibt entspannt

Doch die nächsten Wochen werden brutal für die DFB-Profis. Der SPORTBUZZER hat den Zahlen-Check gemacht: Inklusive des Nations-League-Spiels am Montagabend in England gegen die "Three Lions" und des Vorbereitungsspiels vor der WM im Oman kommen auf die Nationalspieler insgesamt 338 Partien bis zum Turnier-Start am 23. November mit dem ersten Gruppenspiel gegen Japan zu. 338 Spiele, um noch in Form zu kommen. Basierend auf dem Kader, der ursprünglich für die beiden Nations-League-Spiele nominiert wurde (also inklusive des verletzen Marco Reus) und dem WM-Kader damit vermeintlich relativ nah kommt. Die Zahl setzt sich aus den Spielen zusammen, die die Profis theoretisch bis zur Unterbrechung noch in ihren Vereinen absolvieren müssen – inklusive Bundesliga, Champions League und Pokal plus die beiden Länderspiele.

Eine ordentliche Belastungsprobe für alle Beteiligten – oder nicht? Bierhoff sieht den engen Terminplan etwas entspannter. "Die Belastung ist sehr hoch, aber wenn sie die WM nicht spielen würden, dann würden sie woanders spielen", meinte der DFB-Direktor zu dem Thema. "Es ist etwas komprimierter, weil man Platz schaffen musste, dadurch eine oder zwei englische Wochen mehr hatte. Aber in der Gesamtbetrachtung sehe ich das nicht negativ, in der Einzelbetrachtung kann man sagen, dass es stark auf den November fällt."

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Kimmich: "Natürlich ist alles eine Vorbereitung für die WM"

Und auch Bayern-Star Joshua Kimmich, der als Profi mit dem FC Bayern München am stärksten von den vielen Spielen betroffen ist, sieht das nicht als Problem. "Natürlich ist alles eine Vorbereitung für die WM, aber als Fußballer möchte man alle drei Tage in Form zu sein." Hoffentlich in besserer als gegen Ungarn. 338 Spiele haben die DFB-Profis ab jetzt dafür Zeit.

Der SPORTBUZZER hat nachgerechnet: So viele Partien müssen die Spieler des ursprünglich von Bundestrainer Hansi Flick nominierten 24er-Kaders für die Nations League bis zur WM 2022 absolvieren!

Manuel Neuer (FC Bayern München/14 Spiele bis zur WM)

Marc-André ter Stegen (FC Barcelona/14 Spiele)

Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt/15 Spiele)

Armel Bella-Kotchap (FC Southampton/11 Spiele)

Matthias Ginter (SC Freiburg/15 Spiele)

Robin Gosens (Inter Mailand/14 Spiele)

Thilo Kehrer (West Ham United/15 Spiele)


David Raum (RB Leipzig/15 Spiele)

Antonio Rüdiger (Real Madrid/13 Spiele)

Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund/15 Spiele)

Niklas Süle (Borussia Dortmund/15 Spiele)

Julian Brandt (Borussia Dortmund/14 Spiele)

Serge Gnabry (FC Bayern München/15 Spiele)

Leon Goretzka (FC Bayern München/14 Spiele)

Ilkay Gündogan (Manchester City/14 Spiele)

Kai Havertz (FC Chelsea/15 Spiele)

Jonas Hofmann (Gladbach/11 Spiele)

Joshua Kimmich (FC Bayern München/15 Spiele)

Thomas Müller (FC Bayern München/15 Spiele)

Jamal Musiala (FC Bayern München/15 Spiele)

Lukas Nmecha (VfL Wolfsburg/10 Spiele)

Marco Reus (Borussia Dortmund/14 Spiele)

Leroy Sané (FC Bayern München/15 Spiele)

Timo Werner (RB Leipzig/15 Spiele)

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