12. August 2022 / 11:02 Uhr

Neue Stars, Favoriten, Aufsteiger und das Barcelona-Problem: Was man zum Start von La Liga wissen muss

Neue Stars, Favoriten, Aufsteiger und das Barcelona-Problem: Was man zum Start von La Liga wissen muss

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Barcelona um Robert Lewandowski (rechts) und Titelverteidiger Real Madrid gehören zu den Favoriten der neuen La-Liga-Saison.
Der FC Barcelona um Robert Lewandowski (rechts) und Titelverteidiger Real Madrid gehören zu den Favoriten der neuen La-Liga-Saison. © IMAGO/NurPhoto/Revierfoto (Montage)
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Eine Woche später als die Bundesliga startet am diesem Wochenende auch die spanische Liga in die neue Saison. Den Kampf um die Meisterschaft dürften drei Klubs unter sich ausmachen. Doch was erwartet den Fan noch? Der SPORTBUZZER macht den La-Liga-Check. 

Am Freitagabend startet die spanische La Liga in ihre 93. Saison. Das Eröffnungsspiel steigt zwischen dem CA Osasuna und dem FC Sevilla (21 Uhr/DAZN [Anzeige]). Titelverteidiger Real Madrid, der am Mittwochabend gegen Eintracht Frankfurt den UEFA-Supercup gewonnen hatte, muss am Sonntagabend (22 Uhr/DAZN) zu Aufsteiger UD Almeria. Der FC Barcelona tritt am Samstagabend (21 Uhr/DAZN) gegen Rayo Vallecano an.

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Im vergangenen Jahr gewann Real souverän den Titel, hatte 13 Punkte Vorsprung auf den Erzrivalen Barca, 15 auf Stadtkonkurrent Atlético Madrid. Das Trio gehört auch dieses Jahr wieder zu den Favoriten - auch wenn das umgebaute Barcelona noch das eine oder Problem aus dem Weg räumen muss. Und wer hat Außenseiterchancen, wer sind die Aufsteiger, wer sind die Stars der Liga und wo kann der Fan in Deutschland die La Liga im TV verfolgen? Der SPORTBUZZER gibt Antworten.

Das Problem des FC Barcelona

Mit seiner großangelegten Shoppingtour in diesem Sommer sorgte der FC Barcelona für die wohl größten Debatten im europäischen Fußball. Der mit 1,3 Milliarden Euro verschuldete Klub besorgte sich durch den Verkauf von TV-Rechten frisches Kapital, um einzukaufen. So kamen unter anderem Weltfußballer Robert Lewandowski für 45 Millionen Euro vom FC Bayern oder der von zahlreichen Spitzenvereinen umworbene Raphinha für 58 Millionen Euro von Leeds United. Problem: Auch bis zum Freitagmittag konnten die Katalanen nicht alle Stars bei der spanischen Liga registrieren, da diese eine ausgeglichene Einnahmen-Ausgaben-Bilanz fordert. Gegen Vallecano könnten einige Profis also zum Zuschauen gezwungen sein.

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Die neuen Stars

Neben Lewandowski und Raphinha schmücken die neuverpflichteten Jules Koundé, Franck Kessié und Andreas Christensen den neuen Barca-Kader. Allein an Ablösen investierte der Klub, der zuletzt 2019 spanischer Meister war, über 150 Millionen Euro. Erzrivale Real Madrid agierte hingegen eher zurückhaltend, überwies einzig für den Franzosen Aurélien Tchouameni von der AS Monaco eine Transfersumme. Diese betrug allerdings stattliche 80 Millionen Euro. Ebenfalls neu in Madrid: Nationalspieler Antonio Rüdiger, der ablösefrei vom FC Chelsea kam. Neben Barcelona und Real investierte einzig Atletico Madrid eine Summe von mindestens 20 Millionen Euro in einen neuen Spieler. Hier stieß Rechtsverteidiger Nahuel Molina von Udinese Calcio für diesen Betrag zum Team.

Die Favoriten

Es dürfte keine großen Überraschungen im Titelrennen geben: In den vergangenen 18 Jahren ist entweder Real (sechs Mal), Barcelona (zehn Mal) oder Atlético (zwei Mal) Meister geworden. Das Trio zählt auch in dieser Saison zu den Favoriten. Dahinter dürften sich der FC Sevilla und der FC Villarreal, an dem Bayern München in der vergangenen Champions-League-Saison scheiterte, einreihen. Der letzte Überraschungsmeister, den nur wenige Experten auf dem Zettel hatten, war im Jahr 2000 Deportivo La Coruna.

Die Aufsteiger

Neu in der Liga sind UD Almeria, der FC Girona und Real Valladolid. Almeria kehrt nach sieben Jahren in der Zweitklassigkeit wieder ins spanische Oberhaus zurück. Nachdem die Mannschaft zwischen 2015 und 2018 fast sogar aus der zweiten Liga abgestiegen wäre, hat sich das Team in den letzten Jahren wieder stabilisiert und wurde in der vergangenen Saison Zweitliga-Meister. Der FC Girona war zuletzt drei Jahre zweitklassig und wurde in der vergangen Saison nur Tabellensechster, setzte sich aber in den Play-offs als Außenseiter durch. Im Finale gab es gegen CD Teneriffa nach einem 0:0 im Hinspiel einen 2:1-Sieg im Rückspiel. Als Sechster und Fünfter der Meisterschaft hatten Girona und Teneriffa im Play-off-Halbfinale zuvor SD Eibar (3.) und UD Las Palmas (4.) ausgeschaltet. Valladolid stieg nach einem Jahr in der zweiten Liga als Tabellenzweiter direkt wieder auf.

La Liga im TV sehen

Fans des spanischen Fußballs müssen ein Abo bei DAZN [Anzeige] abschließen, um die Spiele in der kommenden Saison live zu sehen. Der Streaminganbieter zeigt die Spiele der La Liga bereits seit 2016 und hat die Rechte noch für vier weitere Jahre bis 2026.