18. März 2022 / 12:35 Uhr

Lukas Nmecha wieder im Kader der Nationalmannschaft - und ein Ex-Wolfsburger ist überraschend auch dabei

Lukas Nmecha wieder im Kader der Nationalmannschaft - und ein Ex-Wolfsburger ist überraschend auch dabei

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Im DFB-Kader: VfL-Stürmer Lukas Nmecha und der Ex-Wolfsburger Anton Stach (r.).
Im DFB-Kader: VfL-Stürmer Lukas Nmecha und der Ex-Wolfsburger Anton Stach (r.). © imago images/Schüler
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Lukas Nmecha steht wieder im Kader der deutschen A-Nationalmannschaft. Bundestrainer Hansi Flick nominierte der Stürmer für die ersten Länderspiele des Jahres gegen Israel und die Niederlande. Ein ehemaliger Wolfsburger ist überraschend als Neuling dabei.

Lukas Nmecha bleibt im Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bundestrainer Hansi Flick nominierte den Stürmer des VfL Wolfsburg für die ersten Test-Länderspiele des Jahres am 26. März in Sinsheim gegen Israel und drei Tage später gegen die Niederlande in Amsterdam. Im vergangenen November hatte Nmecha gegen Liechtenstein (in Wolfsburg) und in Armenien seine ersten beiden Einsätze für die A-Auswahl des DFB absolviert, anschließend bremste ihn eine schwere Knöchelverletzung.

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Für den VfL kam er zuletzt zweimal wieder als Einwechselspieler zum Einsatz - beim 1:0 gegen Union Berlin und beim 2:3 in Freiburg. Dass Flick den Wolfsburger nominiert, obwohl sein erster Startelf-Einsatz in der Liga in diesem Jahr noch aussteht (möglicherweise am Sonntag gegen Leverkusen), sagt viel über den Stellenwert des 23-Jährigen in den WM-Planungen des Bundestrainers aus.

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Auch zwei Ex-VfLer gehören zu Flicks Aufgebot - Julian Draxler (PSG) und überraschend auch Anton Stach. Der Mainzer Mittelfeldspieler war von 2018 bis 2020 für den VfL Wolfsburg II am Ball, ehe er erst zu Greuther Fürth und dann nach Mainz wechselte. Zwischenzeitlich hatte sich der geborene Buchholzer in der deutschen U21-Auswahl für höhere Aufgaben empfohlen. Flick: "Seine Nominierung ist sicher für viele etwas überraschend. Er ist jemand, der noch nicht lange in der Bundesliga spielt, noch Luft nach oben hat. Er spielt in Mainz auf der 6, macht seine Sache sehr gut. Wir wollen sein Potenzial sehen. Er hat gute Qualitäten, die wir gebrauchen können.“

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Flick nominierte zudem Julian Weigl, Benjamin Henrichs und Robin Koch nach teilweise mehrjährigen Pausen wieder für die deutsche Nationalmannschaft. Nicht im Aufgebot sind die zuletzt verletzten oder erkrankten Marco Reus, Leon Goretzka und Robin Gosens. Auch Mats Hummels wurde wie Torhüter Bernd Leno nicht berücksichtigt. Abwehrchef Niklas Süle fehlt wegen seines Muskelfaserrisses. Top-Talent Florian Wirtz erlitt am Sonntag einen Kreuzbandriss und droht die WM im Spätherbst zu verpassen.

Nicht dabei sind die Wolfsburger Ridle Baku und Maximilian Arnold, die im November im Aufgebot waren. Zu Arnold sagte Flick: "Auch mit Maxi Arnold habe ich gesprochen, er hat in Freiburg wieder ein gutes Spiel gemacht. Bei ihm weiß ich, was er kann, was er für eine Qualität hat – er bleibt im Blickfeld.“

Weiter sagte der Bundestrainer: „Wenn wir in Katar erfolgreich sein wollen, ist die Voraussetzung, dass alle Spieler topfit sind. Das ist der Fokus, den wir setzen. Grundsätzlich wollen wir uns einspielen, die Automatismen reinbekommen“, erläuterte der 57-Jährige. Er wolle aber auch einen „Mix finden aus Ausprobieren und Einspielen“.

Eine Garantie für sein Länderspiel-Debüt bekam der Freiburger Innenverteidiger Nico Schlotterbeck, der zuletzt das Siegtor im Liga-Spiel gegen Wolfsburg erzielt hatte und schon mehrfach nominiert gewesen war. „Er wird auf jeden Fall sein erstes Spiel machen, das ist in der Planung“, sagte Flick. Insgesamt berief er 26 Spieler, den größten Block stellt der FC Bayern München. Ausfallen wird möglicherweise der angeschlagene Stürmer Karim Adeyemi von Red Bull Salzburg.

mit dpa