01. Dezember 2021 / 16:31 Uhr

Vier Klubs betroffen: Nordrhein-Westfalen plant "signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag" 

Vier Klubs betroffen: Nordrhein-Westfalen plant "signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leeres Stadion beim Topspiel gegen den FC Bayern? NRW-Klubs wie Borussia Dortmund müssen am Wochenende wohl mit Zuschauer-Einschränkungen leben.
Leeres Stadion beim Topspiel gegen den FC Bayern? NRW-Klubs wie Borussia Dortmund müssen am Wochenende wohl mit Zuschauer-Einschränkungen leben. © IMAGO/Noah Wedel
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Die Bundesliga-Klubs aus Nordrhein-Westfalen müssen sich bereits am kommenden Spieltag darauf einstellen, deutlich weniger Zuschauer in ihre Stadien zu lassen, als zunächst geplant. Auf ein Drittel soll die Kapazität begrenzt werden.

In Nordrhein-Westfalen sollen schon ab diesem Samstag deutliche Beschränkungen der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen gelten. Das kündigte CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen am Mittwoch in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Corona-Krise an. Die schwarz-gelbe Koalition entscheide sich "für eine signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag".

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Davon ist dann unter anderem auch das Top-Spiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern betroffen. Die Dortmunder hatten am Mittwochvormittag bereits alle bereits verkauften Tickets vorsorglich storniert. Weitere Bundesliga-Spiele finden am Wochenende in Bielefeld, Mönchengladbach und Leverkusen statt. Gladbach stornierte ebenfalls am Mittwoch die verkauften Tickets gegen den SC Freiburg. Bielfeld stoppte den Vorverkauf für die Partie gegen Köln.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Pläne einer Auslastungs-Obergrenze bestätigt. "Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze, und dann halten wir das für vertretbar", sagte der Minister am Mittwoch RTL/ntv.

Zuvor hatte Löttgen, der auch im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund sitzt, unter Protestrufen aus dem Plenum gesagt: "Es gibt in der Bundesrepublik keinen sichereren Ort als ein Stadion." Dort gebe es "knallharte Kontrolle" und die An- und Abreise der Fans erfolge "schließlich in 3G-kontrollierten Verkehrsmitteln".

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Die NRW-Koalition werde dennoch Beschränkungen beschließen, weil Bilder tausender jubelnder Fußballfans ohne Maske und Bilder von Hubschraubern, die schwerkranke Covid-Patienten durch die Republik transportierten, nicht zusammenpassten. "Wir wollen und werden diese Bilder des Fußballs nicht mehr sehen", sagte Löttgen. Grünen-Fraktionschefin Verena Schäffer warf Löttgen "Realitätsverlust" vor.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte zuvor weitere geplante Einschränkungen angekündigt - unter anderem die Schließung von Clubs und Diskotheken. Bei den konkreten Vorgaben will er zunächst auf möglichst bundeseinheitliche Standards setzen. An diesem Donnerstag soll es dazu erneut eine Bund-Länder-Runde tagen.

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