20. Mai 2022 / 22:21 Uhr

Nullnummer mit Gänsehaut-Atmosphäre auf dem Betzenberg: Lautern und Dresden nach Hinspiel gleichauf

Nullnummer mit Gänsehaut-Atmosphäre auf dem Betzenberg: Lautern und Dresden nach Hinspiel gleichauf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auf das Rückspiel kommt es an: Das Hinspiel der Zweitliga-Relegation zwischen Kaiserslautern und Dresden blieb trotz herausragender Kulisse torlos. 
Auf das Rückspiel kommt es an: Das Hinspiel der Zweitliga-Relegation zwischen Kaiserslautern und Dresden blieb trotz herausragender Kulisse torlos.  © IMAGO/Werner Schmitt/Jan Huebner/Montage
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Erstligareife Atmosphäre bot das Relegations-Hinspiel zwischen dem Drittliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern und dem Zweiliga-16. Dynamo Dresden - aber eben keine Tore. Nun kommt alles auf das Rückspiel am kommenden Dienstag an.

Keine Tore - aber eine Atmosphäre, die mit der von einigen gestandenen Bundesligisten mithalten konnte: Der 1. FC Kaiserslautern ist am Freitagabend im Fritz-Walter-Stadion trotz großartiger Fan-Unterstützung im Relegations-Hinspiel nicht über ein torloses Remis gegen Dynamo Dresden hinausgekommen. In der Relegation zur 2. Bundesliga zwischen dem Drittliga-Dritten aus der Pfalz und dem sächsischen Zweitliga-16. kommt es nun zum Showdown in Dresden am kommenden Dienstag. Dann findet das Rückspiel im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion statt. Die Auswärtstorregel wird nicht angewendet. Der Sieger spielt in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga, der Verlierer in der 3. Liga.

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Der 1. FC Kaiserslautern ging mit Kapitän Jean Zimmer in das Relegationsspiel. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte nach einer chronischen Darmerkrankung erst kürzlich sein Comeback beim Drittliga-Dritten gegeben und spielte nun erstmals wieder von Beginn an. Für den neuen Trainer Dirk Schuster war die Partie seine Premiere beim FCK. Er hatte nach drei Niederlagen zum Saisonende Marco Antwerpen abgelöst. Für die in der kompletten Rückrunde sieglosen Dresdner gab es gegenüber dem 0:1 gegen den Absteiger FC Erzgebirge Aue eine Änderung in der Startaufstellung: Trainer Guerino Capretti brachte den zuletzt gelbgesperrten Angreifer Ransford Königsdörffer für Vaclav Drchal. In der Startformation stand auch der frühere Lauterer Chris Löwe.

Und die Dresdener hatten mit Anpfiff gleich mehrere Baustellen. Zum einen mussten die Gäste mit der nahezu ekstatischen Stimmung auf dem Betzenberg klarkommen, zum anderen waren auch die Lauterer nach dem leichtfertig verspielten direkten Aufstieg bis in die Haarspitzen motiviert, sich im Hinspiel einen Vorsprung zu erarbeiten. Die Fans sorgten von Beginn an für erstligareife Gänsehaut-Stimmung, die deutlich besser war als das, was beide Teams zunächst auf dem Platz ablieferten. Die "Roten Teufel" drückten, kamen jedoch gegen die harmlosen Sachsen nicht zu hundertprozentigen Torchancen. In der 27. Minute scheiterte Torjäger Terrence Boyd nach Flanke von Marlon Ritter an seiner eigenen Genauigkeit und setzte seine Abnahme der halbhohen Hereingabe über das Tor. Zwei Minuten später blockte Yannik Stark im Strafraum in letzter Sekunde einen Torversuch von Kenny Prince Redondo (29.).

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Stark wurde in der 21. Minute für Ex-Bayern-Profi Paul Will eingewechselt. Der Dresdener war kurz zuvor mit Gegenspieler Daniel Hanslik zusammengeprallt. Will klagte anschließend über Schwindel und verließ den Platz mit einer dicken Beule.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Fans klar die Stars im mit 46.895 Zuschauern ausverkauften Fritz-Walter-Stadion. Relegations-typisch, wie schon am Donnerstagabend in der Bundesliga-Relegation zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV, ging es gemächlich ohne größeres Risiko auf beiden Seiten zur Sache - während die Fans vergeblich versuchten, ihre Teams anzustacheln. Immerhin kam Dynamo diesmal besser aus der Kabine - und Kaiserslautern-Keeper Matheo Raab war erstmals gefordert: Nach Hereingabe von Guram Giorbelidse köpfte Christoph Daferner aus vollem Lauf wuchtig aufs Raab-Tor. Der 23-Jährige konnte den tückischen Aufsetzer jedoch entschärfen. Auf dem Platz ging es danach geduldig weiter. Torchancen blieben Mangelware. So geht es nun mit einem 0:0 ins Rückspiel nach Dresden.