24. März 2022 / 17:43 Uhr

Ohne Sissoko im Dreisamstadion: Turbine Potsdam muss in Freiburg auf Verteidigerin verzichten

Ohne Sissoko im Dreisamstadion: Turbine Potsdam muss in Freiburg auf Verteidigerin verzichten

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Teninsoun Sissoko (M.) fehlt in Freiburg.
Teninsoun Sissoko (M.) fehlt in Freiburg. © Julius Frick
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Frauen-Bundesliga: Der Tabellendritte aus Potsdam gastiert am Freitagabend beim SC Freiburg. Teninsoun Sissoko ist nicht dabei, dafür kehrt Karen Holmgaard zurück.

Die Spielerin des Spiels vom Sonntag saß am Donnerstag nicht mit im Bus zum Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Teninsoun Sissoko werde aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung nicht gegen den Tabellensechsten auflaufen können, meldete Sofian Chahed. Die Personalie dürfte dem Cheftrainer von Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam auf der gut siebeneinhalbstündigen Fahrt weiteres Kopfzerbrechen bereitet haben. Er hatte zuletzt ja schon so einige Ausfälle kompensieren müssen (Karriereende von Nina Ehegötz, Kreuzbandriss bei Selina Cerci).

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Nun fehlt Chahed an diesem Freitagabend (18 Uhr/Eurosport und MagentaSport) auch noch die heimliche Abwehrchefin, die zuletzt gegen den SC Sand in beinahe jeder Situation routiniert und abgeklärt jegliche Gefahr löschte. Am Aufschwung der Potsdamerinnen bis auf Platz drei hat die 29-jährige Innenverteidigerin aus Frankreich mit ihren konstanten Leistungen erheblichen Anteil. Der Turbine-Trainer weiß, dass Abwehrqualitäten auch beim Flutlichtspiel in Freiburg gefragt sind. „Wir müssen aus einer stabilen Defensive heraus gefährliche Nadelstiche nach vorn setzen“, fordert Chahed.

In Bildern: Turbines 2:0-Arbeitssieg gegen Sand

Turbine Potsdam besiegt den SC Sand mühsam durch Tore von Melissa Kössler und Sara Holmgaard mit 2:0 (0:0). Durch den Erfolg klettern die Turbinen auf einen Champions-League-Qualifikationsrang. Zur Galerie
Turbine Potsdam besiegt den SC Sand mühsam durch Tore von Melissa Kössler und Sara Holmgaard mit 2:0 (0:0). Durch den Erfolg klettern die Turbinen auf einen Champions-League-Qualifikationsrang. © Saskia Nafe

Schließlich wird der Gegner mit einer großen Portion Selbstvertrauen versuchen, den Potsdamer Siegeszug von fünf Bundesliga-Erfolgen in Serie zu stoppen. Am Sonntag drehten die Freiburgerinnen einen 0:2-Rückstand gegen Bayer Leverkusen, Potsdams Halbfinalgegner im DFB-Pokal, noch in einen 3:2-Sieg um. „Es wird ein schweres Spiel, in dem wir bis an unsere Leistungsgrenze gehen müssen“, weiß Sofian Chahed. Sein Freiburger Trainerkollege Daniel Kraus, der den Sportclub am Saisonende verlassen wird, um Nachwuchschef beim VfL Wolfsburg zu werden, kündigte auf der Club-Homepage schon einmal an: „Wir stellen uns auf 90 Minuten Vollgas ein.“ Die Umstände müsse man annehmen, setzt Chahed entgegen. Zuletzt im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion hatten sie ihm missfallen. Der Wind, der Gegner, vor allem aber der schlecht bespielbare Rasen (oder das, was davon übrig ist) hätten gegen Sand kein gutes Spiel zugelassen, hadert der Potsdamer Coach.

In Freiburg erwarten ihn und seine Mannschaft, zu der nach überstandener Verletzung auch wieder die Dänin Karen Holmgaard zählt, wohl bessere Bedingungen. Erstmals spielt Turbine im altehrwürdigen Dreisamstadion, wo die SC-Frauen seit dem Umzug der Profi-Männer in die neue Arena ihre Heimspiele austragen. „Im letzten Jahr haben wir zweimal in Freiburg verloren“, weiß Chahed. Vor fast genau einem Jahr gab es erst eine 3:6-Pleite im Pokal-Viertelfinale und sieben Tage später ein 0:1 in der Liga – das war noch im Möslestadion. Das Hinspiel in Potsdam hatte Turbine 2:1 gewonnen.

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