18. August 2021 / 16:03 Uhr

Ole Werner bremst Erwartungen: Kiel-Neuzugang Lewis Holtby "wird noch etwas Zeit brauchen" 

Ole Werner bremst Erwartungen: Kiel-Neuzugang Lewis Holtby "wird noch etwas Zeit brauchen" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Nach der Verpflichtung von Lewis Holtby bremst KSV-Trainer Ole Werner die Erwartungen an den Ex-Nationalspieler.
Nach der Verpflichtung von Lewis Holtby bremst KSV-Trainer Ole Werner die Erwartungen an den Ex-Nationalspieler. © IMAGO/Pro Sports Images/GettyImages (Montage)
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Am Dienstag hat Holstein Kiel die Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Lewis Holtby bekanntgegeben. Der 30-Jährige soll beim Tabellenletzten der Zweiten Liga für Stabilität im Mittelfeld sorgen. Zuletzt war er allerdings vereinslos. Holstein-Trainer Ole Werner warnte daher vor zu hohen Erwartungen und erklärte, Holtby werde "noch etwas Zeit brauchen".

Trainer Ole Werner von Holstein Kiel setzt große Hoffnungen in Neuzugang Lewis Holtby, warnt zugleich aber auch vor zu hohen Erwartungen an den Ex-Nationalspieler. "Er hat zuletzt im Mai gespielt, von daher wird er noch etwas Zeit brauchen", sagte der Coach des Tabellenletzten der 2. Bundesliga am Mittwoch in Kiel. Holtby war am Dienstag verpflichtet worden und zuletzt vereinslos. Der einstige Profi des Hamburger SV hatte zuvor zwei Jahre bei den Blackburn Rovers in Englands 2. Liga gespielt. In Kiel erhielt der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2023.

Ob der 30-Jährige schon am Freitag (18.30 Uhr/Sky) bei Fortuna Düsseldorf in der Startelf stehen wird, ließ Werner offen. "Das muss ich mir noch mal genau überlegen." Dennoch verspricht sich der 33-Jährige einiges von dem Linksfuß: "Er ist ein Spieler, der über eine gewisse Erfahrung und auch über eine Präsenz in der Kabine und auf dem Platz verfügt." Holtby ist im hohen Norden ein alter Bekannter. Der dreimalige deutsche Nationalspieler absolvierte 200 Bundesliga-Partien, nach seiner Zeit bei Schalke 04, beim VfL Bochum und FSV Mainz 05 spielte er zuletzt für den Hamburger SV. Nach dem verpassten Wiederaufstieg erhielt er beim HSV im Sommer 2019 allerdings keinen neuen Vertrag.

Nach dem Kieler Fehlstart mit null Punkten und null Toren aus drei Punktspielen soll Holtby nun den Abgang von Spielmacher Jae-sung Lee (Mainz 05) auffangen und im zentralen Mittelfeld "für mehr Struktur und Ordnung sorgen", wie Sportchef Uwe Stöver betonte. In Torjäger Janni Serra, Mittelfeld-Sechser Jonas Meffert und Rechtsverteidiger Jannik Dehm hat der Tabellenletzte drei weitere Leistungsträger verloren, was der aktuelle Kader bisher nicht annähernd kompensieren konnte. Deshalb könnten nach Holtbys Engagement noch weitere Verpflichtungen folgen.

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Nach den hohen Niederlagen beim FC St. Pauli, gegen Schalke 04 und Jahn Regensburg (jeweils 0:3) arbeitete der Coach mit der Mannschaft im Training vor allem an der Abwehr. "Wir haben zwar kein Tor geschossen, hätten aber in jedem Spiel vier Tore schießen müssen", erklärte Werner das Problem mit den vielen Gegentreffern. "Wir müssen defensiv eine gewisse Stabilität reinbekommen." Nicht mithelfen können vorerst die verletzten Defensiv-Spezialisten Aleksandar Ignjovski (Bänderblessur) und Mikkel Kirkeskov (Oberschenkelprobleme).