11. April 2021 / 18:49 Uhr

Olympia-Staffelchance für die Leipziger Schwimmer Pietruschka und Ulrich

Olympia-Staffelchance für die Leipziger Schwimmer Pietruschka und Ulrich

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Marie Pietruschka kann sich Hoffnungen auf Olympia 2021 machen.
Marie Pietruschka kann sich Hoffnungen auf Olympia 2021 machen. © Toby Horn
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Nachdem David Thomasberger in der Vorwoche zwei deutsche Rekorde brach, konnten sich Pietruschka und Ulrich ebenfalls eine gute Ausgangsposition für Tokio 2021 verschaffen.

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Magdeburg/Eindhoven/Leipzig. Eine Woche vor dem großen Finale der nationalen Olympia-Qualifikation in Berlin haben die Leipziger SSG-Schwimmerinnen und -Schwimmer in einem packenden Fernduell um die Tokio-Plätze ordentlich Gas gegeben. Während es Schmetterling-Ass David Thomasberger nach seinem Husarenstreich vor acht Tagen mit zwei Deutschen Rekorden nun in Magdeburg etwas ruhiger angehen konnte und seine Teamkollegen unterstützte, behaupteten Marie Pietruschka und Marek Ulrich ihre gute Ausgangsposition für ihre ersten Olympiateilnahmen. Thomasberger gewann die 100 m Schmetterling und verzichtete auf seine Lieblingsstrecke 200 m.

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Olympia-Norm geknackt

Marie Pietruschka bestätigte in Eindhoven ihre Top-Zeiten über 100 und 200 m Freistil und bewies auch über 200 m Lagen ihre Top-Form. Fest steht seit Sonntag: In beiden Freistilstaffeln über 4x100 und 4x200 Meter haben die vier besten deutschen Damen in der Addition ihrer Zeiten die geforderte Richtzeit für Tokio unterboten. Die 25-jährige Leipzigerin, die seit einigen Monaten in Neckarsulm lebt, ist auf der kürzeren Strecke zweitbeste und über 200 m drittbeste Deutsche. Doch in Berlin werden die Karten noch einmal neu gemischt.

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Gleiches gilt für Marek Ulrich (alle Post SV Leipzig). Auch der gebürtige Dessauer wäre eineinhalb Jahre nach seinem Comeback aktuell in Tokio dabei, denn das Rücken-Ass führt die nationale Rangliste über 100 m an. Auch wenn er sich am Sonntag in Magdeburg nicht steigern konnte und ihm die Einzelnorm noch fehlt, gab es eine sehr gute Nachricht: Die Lagenstaffel der Männer hat in der Addition der Top-Zeiten die Olympianorm geknackt. Die Entscheidung fällt am 18. April in der Hauptstadt.



Geht da noch was in Berlin?

Die zweite Reihe der SSG-Asse konnte sich in Magdeburg verbessern. Timo Sorgius (SV Handwerk) unterbot über 200 m Freistil in fabelhaften 1:49,51 min erstmals die 1:50-Marke und damit die Norm für die Junioren-EM. Yannis Willim vom Post SV steigerte seine Bestzeit über 200 m Brust um mehr als eine Sekunde. In 2:12,36 min fehlen ihm noch gut acht Zehntel zur EM-Norm.

Lisa Graf aus Schkeuditz sammelte bereits in Rio de Janeiro Olympia-Erfahrung – vor fünf Jahren erreichte sie über 200 m Rücken das Halbfinale. Einen Teil ihrer Vorbereitung nach ihrem Comeback absolvierte sie in Leipzig, inzwischen trainiert sie wieder in Berlin. Doch mit dem erneuten Olympiaticket wird es schwierig. Wie die anderen DSV-Rückenschwimmerinnen blieb auch die 28-Jährige in Eindhoven in 2:15,41 min noch deutlich über der Richtzeit. Geht da noch etwas in Berlin?

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!