20. Dezember 2018 / 12:15 Uhr

Preetzer TSV fehlt die Durchschlagskraft

Preetzer TSV fehlt die Durchschlagskraft

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Nur zweimal im Einsatz: Zwei Bänderrisse verurteilten Daniel Kolbeüber (mitte) weite Strecken der Hinrunde zum Zuschauen.
Nur zweimal im Einsatz: Zwei Bänderrisse verurteilten Daniel Kolbeüber (mitte) weite Strecken der Hinrunde zum Zuschauen. © Sonja Paar
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Verbandsliga Ost: Andreas Möller setzt in der Winterpause auf Top-Vorbereitung

Für den Preetzer TSV geht es in der Fußball-Verbandsliga Ost ums Überleben. Mit nur 13 Punkten aus 17 Spielen rangiert der PTSV auf dem vorletzten Tabellenplatz und kämpft um den Klassenerhalt. „Wir wussten, dass es ein schweres Jahr für uns wird. Wir haben sieben Leistungsträger verloren. Das steckt man nicht so einfach weg“, erklärt PTSV-Trainer Andreas Möller, der sich in erster Linie mit Spielern aus der A-Jugend ergänzte.

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Die jungen Spieler brauchten lange, um sich an den Männerbereich zu gewöhnen. Zudem konnte sich die neue Mannschaft während der Vorbereitungszeit nicht wie gewünscht einspielen. „Die Urlaubsplanungen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Wir hatten gerade mal 50 Prozent Trainingsbeteiligung im Sommer. Das ist natürlich zu wenig", haderte Möller, der jedoch den „Teamspirit“ seiner Mannschaft lobt: „Wir haben uns auch von einer Niederlagenserie nicht unterkriegen lassen. Am Dienstag sind auch nach einer 0:6-Niederlage 18 Mann beim Training gewesen.“

Immerhin wurden gegen die direkten Konkurrenten Fehmarn (1:0), Malente (2:1), Kilia (2:0) und Eutin (3:2) die vier Saisonsiege geholt. Darüberhinaus sprang allerdings nur noch ein 1:1 gegen Dobersdorf heraus. „Die jungen, unerfahrenen Spieler können eben noch nicht die ganze Last tragen. Mit der Entwicklung bin ich dennoch zufrieden“, weiß Möller aber auch, dass sein Team nicht mehr viel Zeit bekommt. Eine gute spielerische Anlage und großer Einsatz reichten in vielen Situationen nicht aus, um die Punkte einzufahren.

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Ausfälle der Routiniers wiegen dann doppelt schwer. Leistungsträger Daniel Kolbe erlitt gleich zwei Bänderrisse und spielte in der Vorrunde nur zweimal, während Mittelfeldspieler Helge Bauck und Angreifer Christopher Boldt jeweils nur auf neun Spiele kamen. „Das sind Spieler, die wir nur schwer ersetzen können. Gerade im Angriff fehlt uns die Durchschlagskraft. 17 Tore sind einfach zu wenig“, hofft Möller, noch auf dem Transfermarkt fündig zu werden. Immerhin stehen dem PTSV noch die Routiniers Daniel Prost und Felix Ziebell zur Verfügung.

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„Daniel wohnt zwar in Norderstedt, ist aber bei jedem Spiel dabei und für mich immer bester Mann. Felix arbeitet in Hamburg und schafft es trotzdem irgendwie immer zu kommen. Leider waren beide länger verletzt“, schildert Möller, der sich besonders über die Fortschritte von Maximilian Zimmermann freut. Der Nachwuchsspieler hat sich inzwischen einen Stammplatz erobert und steht sogar kurz vor der Berufung in das Landesauswahlteam im Futsal. Um am Ende in der Verbandsliga bestehen zu können, braucht der Preetzer TSV jedoch zunächst eine Top-Vorbereitung. „Da müssen sich alle Spieler zu 100 Prozent einbringen. Der Schwerpunkt wird im Fitness-Bereich liegen“, weiß Möller, dass im Abstiegskampf eine gute Kondition unerlässlich ist.