29. September 2021 / 09:42 Uhr

So kommentiert die Presse das 1:2: RB Leipzigs "zehnter Tabellenplatz kommt nicht von ungefähr"

So kommentiert die Presse das 1:2: RB Leipzigs "zehnter Tabellenplatz kommt nicht von ungefähr"

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Die Enttäuschung stand Jesse Marsch und seinen Kickern nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben.
Die Enttäuschung stand Jesse Marsch und seinen Kickern nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. © Getty Images / Screenshots / Montage
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In der Gruppe mit Paris und Manchester City hatte RB Leipzig in der Champions League ohnehin nur Außenseiterchancen. Nach der Niederlage gegen Brügge ist die Situation fast schon ausweglos. Während die Belgier in der Heimat für ihren Coup gefeiert werden, hat die deutsche Presse nach dem 1:2 wenig gute Worte für den Bundesligisten.

Leipzig. Club Brügge galt in Todesgruppe A der Champions League als der machbarste der drei Gegner für RB Leipzig. Und dennoch scheiterten die Sachsen am Dienstagabend an genau dieser Hürde, und das auch noch vor heimischem Publikum in der Red Bull Arena. Die Folgen der 1:2-Niederlage (1:2) sind fatal. Mit null Punkten nach zwei Partien liegt der Bundesligist abgeschlagen auf Platz vier der Gruppe, kann die Träume von der KO-Runde der Königsklasse im Grunde begraben und muss hoffen, es noch irgendwie in die Europa League zu schaffen. Dafür wäre Platz drei nötig.

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Dass die Elf von Jesse Marsch den erreichen kann, daran muss ernsthaft gezweifelt werden. Die Leipziger Führung von Christopher Nkunku (5.) drehten Hans Vanaken (22.) und Mats Rits (41.) zugunsten der Gäste, die den Leipzigern drei Tage nach deren 6:0-Demonstration gegen Hertha BSC über weite Strecke nicht viel zuließen.

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De Standaard (Belgien): Die Red Bull Arena empfing Club Brügge, als ob PSG oder Manchester City zu Gast wären. Leider spielten die Roten Bullen auch, als wäre es PSG oder Manchester City. Genauer gesagt: Club Brügge spielte wie RB Leipzig. Die Energie, der hohe Druck und das präzise Passspiel, die man von den Ostdeutschen erwartet hatte, sah man statt dessen auf Seiten der Belgier. Leipzigs Trainer Jesse Marsch sah entsetzt zu. Er kam sich wohl vor wie ein General, der seine Truppen aufgrund einer von ihm selbst erdachten Taktik untergehen sah. Zur Galerie
De Standaard (Belgien): "Die Red Bull Arena empfing Club Brügge, als ob PSG oder Manchester City zu Gast wären. Leider spielten die Roten Bullen auch, als wäre es PSG oder Manchester City. Genauer gesagt: Club Brügge spielte wie RB Leipzig. Die Energie, der hohe Druck und das präzise Passspiel, die man von den Ostdeutschen erwartet hatte, sah man statt dessen auf Seiten der Belgier. Leipzigs Trainer Jesse Marsch sah entsetzt zu. Er kam sich wohl vor wie ein General, der seine Truppen aufgrund einer von ihm selbst erdachten Taktik untergehen sah." ©

Die RB-Verantwortlichen hatten im Vorfeld nicht ohne Grund vor Brügge gewarnt. Beim 1:1 zum Auftakt gegen das Superstar-Ensemble von PSG waren die Belgier von den Franzosen nach einer Viertelstunde ins Hintertreffen geraten, nach nicht mal einer weitere Viertelstunde hatte Brügge aber ausgeglichen. Ähnliches passierte am Dienstagabend.

(mit dpa)