17. September 2019 / 14:28 Uhr

PSV Neumünster agierte ohne Leidenschaft

PSV Neumünster agierte ohne Leidenschaft

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Früh liefen die Polizisten einem 0:2-Rückstand hinterher. Hier kommt Florian Foit (rechts) gegen den Oldenburger Torjäger Daniel Junge zu spät.
Früh liefen die Polizisten einem 0:2-Rückstand hinterher. Hier kommt Florian Foit (rechts) gegen den Oldenburger Torjäger Daniel Junge zu spät. © Jan-Phillip Wottge
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Ratlosigkeit machte sich nach der 1:3-Heimniederlage gegen den Oldenburger SV beim PSV Neumünster breit. Erneut fehlte der Möller-Elf der richtige Biss, um sich gegen eine anbahnende Niederlage zu wehren. Für die Polizisten war es die vierte Pleite im achten Spiel. Somit verharrt der PSV als Achter im grauen Tabellenmittelfeld.

„Die Frage ist, ob aktuell jeder hundert Prozent gibt. Ich kann das nicht beantworten“, konstatierte PSV-Kapitän Philipp Reinhold achselzuckend. Die Enttäuschung saß tief. Bisher folgte auf eine Niederlage als Reaktion immer ein Sieg. Aber am Sonnabend konterte der PSV nicht die 0:5-Niederlage der Vorwoche. Schon nach elf Minuten liefen Reinhold und Teamkollegen gegen den OSV einem 0:2-Rückstand hinterher. Der OSV war nur mit einem Rumpfteam angereist, musste mit Danny Cornelius (Gelb-Rot-Sperre) und Kevin Wölk (5. Gelbe Karte) auf seine zwei Routiniers verzichten und zeigte dennoch die Gier auf Siege.

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„Wir konstruieren uns die Gegentore selber, leisten uns immer wieder Ballverluste und kommen dann nicht mehr in Zweikämpfe“, haderte PSV-Coach Möller und ergänzte: „Es fehlte die nötige Leistungsbereitschaft und richtiges Zweikampfverhalten. Man muss auch mal Gift versprühen.“ Doch das tat seine Elf nur auf Nebenkriegsschauplätzen. Lasse Blöcker grätschte Oldenburgs Pascale Janner an der Mittellinie um und wurde durch Schiedsrichter Philipp Ruback des Feldes verwiesen. Kurzfristig kochten die Emotionen hoch. Doch der PSV war nicht in der Lage, sie für sich zu nutzen. Chancen boten sich genug: Erst holte sich Oldenburgs Marvin Freund nach einem Kopfstoß die Gelb-Rote Karte (45.+3) ab und sorgte für die numerische Gleichzahl. Dann sprach Ruback dem PSV nach einem Zweikampf zwischen Maurice Knutzen und Jendrik Müller auch noch einen zweifelhaften Foulelfmeter zu, den Timo Barendt kurz nach der Halbzeit zum 1:2 (47.) verwandelte.

Doch wer nun mit einem Aufbäumen des PSV gegen die drohende Niederlage gerechnet hatte, wurde schlichtweg enttäuscht. Das gab es nicht. „Wir berauben uns mit schlechter Passgenauigkeit unserer Chancen. Das war einfach zu wenig. Es mangelte an Leidenschaft“, monierte Möller. Als Mats Klüver nach einem Konter zum 3:1 (79.), war die Niederlage endgültig besiegelt. „Vom PSV kam gar nichts. Das hat mich auch überrascht“, gab OSV-Fußballobmann Andreas Brunner verwundert zu.

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