18. November 2022 / 20:26 Uhr

Rafael Leão, Youri Tielemans und Co.: Das sind die verborgenen Stars der WM-Teams

Rafael Leão, Youri Tielemans und Co.: Das sind die verborgenen Stars der WM-Teams

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rafael Leão (l.) und Youri Tielemans nehmen an der WM in Katar teil.
Rafael Leão (l.) und Youri Tielemans nehmen an der WM in Katar teil. © Imago/Laci Perenyi/Shutterstock/Belga (Montage)
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Bei der WM in Katar messen sich die besten Fußballer der Welt. Einige von ihnen stehen trotz starker Leistungen bei ihren Klubs allerdings nicht so stark im Fokus wie andere. Der SPORTBUZZER hat diese Profis genauer unter die Lupe genommen – und erklärt, warum man sie während des Turniers ganz genau beobachten sollte.

Am 20. November startet die Winter-WM in Katar – und die besten Spieler der Welt haben wieder die Möglichkeit, sich auf der größtmöglichen internationalen Bühne zu beweisen. Die bekannten Stars wie Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Neymar sind die großen Aushängeschilder ihrer Mannschaften, doch es gibt einige Profis, die bei vielen Beobachtern etwas unter dem Radar laufen, aber trotzdem extrem wichtig für ihre Nationen sind. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), blickt auf eine Auswahl von spannenden WM-Spielern. Das sind die verborgenen Stars des Turniers!

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Youri Tielemans (Belgien)

Die belgische Nationalmannschaft wird seit etlichen Jahren bei großen Turnieren als Geheimfavorit gehandelt – und das nicht grundlos: Vor allem die Qualität in der Offensive kann sich sehen lassen. Ob Kevin de Bruyne, Eden Hazard oder Romelu Lukaku: Alle drei zählen seit Jahren zu den absoluten Leistungsträgern der "Roten Teufel". Doch einer, den sicherlich nicht alle auf dem Schirm haben, ordnet das Mittelfeld der Belgier. Youri Tielemans ist zwar erst 25 Jahre alt, lief seit seinem Debüt 2016 aber bereits 54-mal für Belgien auf und reifte an der Seite von Axel Witsel und de Bruyne zu einem Box-to-Box-Strategen auf internationalem Top-Niveau. Auch bei seinem Verein Leicester City, dem die Dienste des Mittelfeldmotors 2019 45 Millionen Euro wert waren, ist er absoluter Stammspieler. Eine Verlängerung seines 2023 auslaufenden Vertrags ist nahezu ausgeschlossen – größere Premier-League-Klubs wie Manchester United oder der FC Arsenal gelten als mögliche Abnehmer.

Richarlison (Brasilien)

Bei der WM 2014 war Brasiliens Superstar Neymar der Hoffnungsträger schlechthin. Auch bei der Winter-WM in Katar gilt er als das Aushängeschild der Mannschaft, doch seine Mitspieler in der Offensive haben ebenfalls eine hohe Qualität. So auch Tottenham-Stürmer Richarlison, der Neymar auf dem Weg zum WM-Titel helfen soll. Im Sommer wechselte der 25-Jährige für 58 Millionen Euro vom FC Everton zu den Spurs, wo er mit Harry Kane und Heung-min Son das Angriffstrio bildet. Für Brasilien gelangen ihm in 37 Spielen 16 Tore, alleine in den letzten sechs Länderspielen erzielte er sechs Tore. Fest steht: Richarlison ist in Torlaune und will seine starke Quote auch bei der WM fortsetzen.

Emiliano Martinez und Rodrigo de Paul (Argentinien)

Der siebenfache Ballon d'Or-Gewinner Lionel Messi ist der Superstar der argentinischen Nationalmannschaft. Das ganze Angriffsspiel ist auf ihn zugeschnitten. Trotzdem war der Gewinn der Copa América alles andere als eine Einzelleistung des Superstars. Seit 2019 (36 Spiele) ist das von Lionel Scaloni trainierte Team nun schon ungeschlagen – was auch am starken Keeper Emiliano Martinez liegt. Seit seinem Wechsel 2020 vom FC Arsenal zum Premier-League-Konkurrenten Aston Villa, bei dem er auf Anhieb Stammspieler wurde, avancierte der mittlerweile 30-Jährige zu einem sicheren Rückhalt. Der Lohn dafür: Sein Nationalmannschaftsdebüt im Juni 2021 und eine starke Bilanz von nur sechs Gegentoren in 18 Spielen. Im Mittelfeld ist Rodrigo de Paul der wichtigste Baustein von Scaloni. Auch beim spanischen Spitzenklub Atlético Madrid, zu dem er letztes Jahr für 35 Millionen Euro wechselte, sortiert er das Zentrum und glänzt in erster Linie mit seiner aggressiven, aber trotzdem technisch versierten Spielweise.

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Steven Bergwijn und Stefan de Vrij (Niederlande)

Seit seinem Wechsel zu Ajax Amsterdam in diesem Sommer ist Steven Bergwijn wieder ein zentraler Bestandteil der niederländischen Nationalmannschaft. Der Niederländer scheint das wenig erfolgreiche Kapitel bei Tottenham Hotspur abgehakt zu haben und glänzt nun an neuer Wirkungsstätte. In den vergangenen zehn Länderspielen steuerte er sechs Tore für "Oranje" bei, weshalb Bondscoach Louis van Gaal bei der WM wohl kaum noch an dem 25-Jährigen vorbeikommt. In der Defensive sind namhafte Spieler wie Virgil van Dijk oder Bayern-Neuzugang Matthijs de Ligt vertreten, doch der FCB-Sommerneuzugang muss sich aufgrund des starken Stefan de Vrij oftmals mit der Auswechselbank begnügen. Der Routinier zählt zum Stammpersonal bei der "Elftal" und überzeugt in der Innenverteidigung mit seinem unaufgeregten Spiel und langjähriger Erfahrung, die sich in 59 Länderspielen widerspiegelt. Auch bei Inter Mailand zählt er seit seinem ablösefreien Wechsel von Lazio Rom 2018 stets zur Stammverteidigung.

Piotr Zielinski (Polen)

Bei der SSC Neapel ist er der Superstar und mitverantwortlich für den Höhenflug seines Klubs in der Serie A. Trotzdem steht er international oft nicht so stark im Fokus – und das, obwohl Piotr Zielinski allen Grund dafür liefert. Bei Polen steht der 28-Jährige im Schatten von Robert Lewandowski und ist nicht der Star der Mannschaft. Dennoch gehört er mit 74 Länderspielen zu den erfahrensten Nationalspielern. Zielinski überzeugt nicht nur mit seinen 21 Torbeteiligungen für Polen, sondern auch mit enormer Spielintelligenz und herausragender Technik, durch die er seine Mitspieler immer wieder klug in Szene setzt.

Kalidou Koulibaly (Senegal)

Die Mannschaft aus dem Senegal wird von Innenverteidiger Kalidou Koulibaly angeführt. Der 31-Jährige gehört seit einigen Jahren zu den Elite-Verteidigern Europas, doch er lief in der italienischen Liga bei der SSC Neapel lange unter dem Radar. Mit seinem Wechsel zum FC Chelsea im Sommer spielt er nun bei einem Top-Klub der Premier League und knüpft nahtlos an seine guten Leistungen an. Koulibaly zeichnet seine starke Zweikampfführung und der intelligente Spielaufbau aus.

Ruben Neves und Rafael Leão (Portugal)

Der Superstar der Portugiesen ist ohne Zweifel Cristiano Ronaldo. Danach folgen mit Bernardo Silva, Bruno Fernandes oder Joao Cancelo weitere Spieler, die sich Woche für Woche auf internationalem Top-Niveau beweisen. Für Entlastung im Mittelfeld sorgt allerdings ein anderer. Ruben Neves, der bei den Wolverhampton Wanderers Denker und Lenker ist, arbeitet viel gegen den Ball, ist für den Spielaufbau verantwortlich und ist deshalb kaum mehr aus Portugals Nationalmannschaft wegzudenken. Auch Rafael Leão zeigt sich vor der WM in absoluter Top-Form und ist absoluter Leistungsträger beim AC Mailand. Leãos Vorteil gegenüber seinen Mitspielern? Er hat das Tempo und Dribbling eines Flügelspielers, aber gleichzeitig die Statur eines bulligen Strafraumstürmers. Wer immer noch nicht überzeugt ist: Im Ballon-d'Or-Ranking landete er auf Platz 14.

Federico Valverde (Uruguay)

Wer an Uruguays Nationalmannschaft denkt, dem kommen wohl zuerst die Stürmer-Stars Luis Suárez und Edinson Cavani in den Sinn. Doch hinter den beiden Angreifern ist bereits die nächste Generation gewachsen, die von Real Madrids Federico Valverde angeführt wird. Mit erst 24 Jahren ist er unumstrittener Stammspieler bei den "Königlichen" und kann schon auf 44 Länderspiele zurückblicken. Obwohl er bei Uruguay als zentraler Mittelfeldspieler mit Offensivdrang agiert, setzt ihn Carlo Ancelotti häufig auf dem rechten Flügel ein, da er über enormes Tempo verfügt und noch dazu torgefährlich ist.

Dusan Tadic und Sergej Milinkovic-Savic (Serbien)

Auch Serbien hat einige interessante Spieler in seinen Reihen – unter anderem Juventus-Star Dušan Vlahović und Ex-Frankfurt-Profi Luka Jovic. Mit Kapitän Dusan Tadic haben die Serben aber noch einen weiteren Top-Spieler in ihren Reihen, der unheimlich wichtig für die Mannschaft ist. Seit 2018 ist er bei Ajax Amsterdam unter Vertrag und zeigt dort Saison für Saison Top-Leistungen. In knapp über 200 Spielen kommt Tadic fast auf 200 Torbeteiligungen, dazu ist er seit 2008 in der Nationalmannschaft dabei und hat bereits 90 Länderspiele auf dem Buckel. Unterstützt wird er im Mittelfeld von Lazio Roms Sergej Milinkovic-Savic. Seit 2015 ist der 27-Jährige bei den Italienern unter Vertrag und ist dort der Star des Teams. Jedes Jahr erhöht Lazio-Präsident Claudio Lotito die geforderte Ablöse für seinen Starspieler – aktuell will er 120 Millionen Euro. Der Grund: Milinkovic-Savic hat eine hohe Spielintelligenz und gleichzeitig enorme Abschlussqualitäten.


Pierre-Emile Höjbjerg (Dänemark)

Nach seinem Wechsel vom FC Bayern zum FC Southampton im Jahr 2016 nahm die Karriere von Pierre-Emile Höjbjerg plötzlich richtig Fahrt auf. Spätestens seitdem er 2020 als absoluter Wunschspieler von José Mourinho zu Tottenham Hotspur weitergezogen ist, hat er sich in der Premier League etabliert und zählt auch unter Antonio Conte zum Stammpersonal. Für Dänemark kommt er mittlerweile auf 60 Einsätze und ist absoluter Leader. Seine Aufgabe ist es vor allem, den kreativen Spielern wie Christian Eriksen oder Mikkel Damsgaard den Rücken freizuhalten und vor der Abwehr aufzuräumen – offensiv tritt der 27-Jährige dagegen eher selten in Erscheinung.

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