19. März 2022 / 15:50 Uhr

Rauch-Knaller und Lattwein-Doppelpack: Wolfsburgs Fußballerinnen siegen 3:0

Rauch-Knaller und Lattwein-Doppelpack: Wolfsburgs Fußballerinnen siegen 3:0

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Frühe Führung: Mit diesem satten Schuss sorgte Felicitas Rauch für das 1:0 des VfL.
Frühe Führung: Mit diesem satten Schuss sorgte Felicitas Rauch für das 1:0 des VfL. © Boris Baschin
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Ein paar Stunden nach dem Bayern-Sieg gegen Frankfurt haben die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg wieder den Platz an der Tabellenspitze der Bundesliga eingenommen. Gegen 1899 Hoffenheim gab es einen 3:0-Heimsieg.

Nach dem 4:2 der Bayern am Freitagabend gegen Frankfurt standen die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg im Rennen um die Meisterschaft am Samstag gegen Hoffenheim unter Zugzwang, meisterten ihre Aufgabe im heimischen AOK-Stadion aber souverän. Durch ein 3:0 gegen den Tabellenfünften aus Sinsheim kletterte die Mannschaft von Trainer Tommy Stroot wieder mit einem Punkt Vorsprung auf die Münchnerinnen an die Tabellenspitze. Die Tore vor 1050 Zuschauenden (darunter die Eishockey-Profis der Grizzlys) erzielten Lena Lattwein (2) und Felicitas Rauch. Der VfL tankte damit Selbstvertrauen vor dem ersten großen Rückrundenkracher: Am Mittwoch (21 Uhr) steht im Londoner Emirates-Stadion der Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Arsenal an.

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Gegen Hoffenheim war vor der Pause ein starker Auftritt der Gastgeberinnen, die sofort anliefen und pressten. Die ersatzgeschwächten Hoffenheimerinnen mussten sich erst schütteln, nach nicht einmal einer halben Minute sprang Tabea Waßmuth instinktiv in den Abstoß von TSG-Torfrau Martina Tufekovic, die 27-Jährige konnte die Kugel aber schnell wieder unter Kontrolle bringen. Besser lief es in der 9. Minute, als Alexandra Popp eine Flanke in den Strafraum brachte. Jill Roord verpasste, der Ball landete anschließend vor Rauch, die ihn kompromisslos unter die Latte knallte - 1:0! Die Führung war hochverdient, die Badenerinnen wirkten überfordert.

Beim 2:0 für die Wolfsburgerinnen stellte sich ausgerechnet die zukünftige VfLerin Jule Brand nicht gut an: Die 19-Jährige trabte vorm eigenen Sechzehner mit dem Ball und legte sich die Kugel zu weit vor. Lattwein erkannte die Möglichkeit, versuchte es aus 25 Metern direkt - Traumtor und schon so etwas wie die Vorentscheidung. Nach einer Hereingabe von Huth legte die Ex-Hoffenheimerin Lattwein auch noch das 3:0 nach - ihr erster Doppelpack für den VfL. Die TSG spielte sich kurz vor dem Halbzeitpfiff gefährlich in den Wolfsburger Strafraum, Torfrau Almuth Schult behielt aber im Eins gegen Eins die Überhand und entschärfte.

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VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim Zur Galerie
VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim ©

Im zweiten Durchgang fanden die Sinsheimerinnen wieder besser in die Partie und agierten griffiger, Top-Stürmerin Nicole Billa scheiterte in der 58. Minute nach tollem Solo im Sechzehner an Schult. Die Gäste blieben bemüht und rissen immer mehr Spielkontrolle an sich, auch weil sich die Wolfsburgerinnen sich vorm eigenen Sechzehner immer wieder Fehlpässe leisteten. Die beste Chance hatte Chantal Hagel in der 77. Minute, haute den Ball aber knapp über das Tor. Am Ende kamen die Bemühungen aber zu spät, die Wolfsburgerinnen ließen nichts mehr anbrennen und brachten den Heimsieg in einer ereignisarmen zweiten Halbzeit souverän über die Zeit.

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"Wir hatten noch eine Rechnung offen, weil wir das Hinspiel in Hoffenheim verloren hatten", so VfL-Doppelpackerin Lattwein nach der Partie. Außerdem hatte "Bayern vorgelegt", und "wir wollten unbedingt Tabellenführer bleiben." Alexandra Popp befand: "Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, wie intensiv wir gespielt haben. Am Anfang mussten wir uns ein bisschen finden", aber dann "hatten wir viele weitere Chancen, die wir hätten reinmachen können. Ärgerlich ist, dass wir in der zweiten Halbzeit ein paar Gänge runtergeschaltet haben. Aber ein 3:0 gegen Hoffenheim ist trotzdem ganz gut."

VfL: Schult - Wedemeyer, Hendrich, Janssen, Rauch (84. Wilms) - Oberdorf (84. Starke), Popp (67. Blomqvist) - Waßmuth (78. Bremer), Lattwein, Huth - Roord.

Hoffenheim: Tufekovic - Steinert, Degen (88. Dehm), Specht, Naschenweng - Linder (83. Fühner), Hagel, Harsch (88. Bühler), Brand - Billa, de Caigny (83. Hartig).

Schiedsrichterin: Söder (Ingolstadt). - Zuschauende: 1050.

Tore: 1:0 (9.) Rauch, 2:0 (18.) Lattwein, 3:0 (32.) Lattwein,

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