27. Februar 2021 / 21:17 Uhr

RB Leipzig dreht das Ding: Sörloth schießt RB Leipzig zum 3:2 gegen Gladbach

RB Leipzig dreht das Ding: Sörloth schießt RB Leipzig zum 3:2 gegen Gladbach

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG, GERMANY - FEBRUARY 27: Alexander Sorloth of RB Leipzig celebrates their side's third goal with team mates Nordi Mukiele, Emil Forsberg and Dani Olmo during the Bundesliga match between RB Leipzig and Borussia Moenchengladbach at Red Bull Arena on February 27, 2021 in Leipzig, Germany. Sporting stadiums around Germany remain under strict restrictions due to the Coronavirus Pandemic as Government social distancing laws prohibit fans inside venues resulting in games being played behind closed doors. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)
Alexander Sörloth im Glück: Er sorgte für den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit. © Getty Images
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RB Leipzig dreht eine zur Halbzeit verloren geglaubte Partie. 0:2 lagen die Hausherren zur Pause zurück, drehen in der zweiten Hälfte unglaublich auf und holen sich drei eminent wichtige Punkte.

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Leipzig. Was für ein Spiel! 0:2 liegt RB Leipzig trotz eines sehr ordentlichen Auftritts zur Pause zurück, dreht dann nach Wiederbeginn so richtig auf und gewinnt das Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach kurz vor Schluss doch noch 3:2. Christopher Nkunku, Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth sorgten für die Tore. Der Rückstand der Sachsen auf Tabellenführer Bayern München (gewann am Nachmittag 5:1 gegen Köln) beträgt damit weiter zwei Punkte.

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Zwei Chancen, zwei Fohlen-Tore

So schnell kann RB-Trainer Julian Nagelsmann nicht schauen, da steht es schon 0:1 für die Fohlen. In der 4. Minute will Dayot Upamecano eine Gladbacher Aktion unterbinden, geht mit Karacho in den Verteidigungsmodus. Er checkt Breel Embolo im Strafraum um, Schiedsrichter Manuel Gräfe pfeift und zeigt auf den Punkt. Den Treffer verwandelt – mehr schlecht als recht – Jonas Hofmann. RB-Keeper Peter Gulacsi ist noch dran, hätte ihn vielleicht halten können.

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Wahnsinn: RB Leipzig dreht einen 0:2-Rückstand gegen Borussia Mönchengladbach und gewinnt doch noch mit 3:2. Zur Galerie
Wahnsinn: RB Leipzig dreht einen 0:2-Rückstand gegen Borussia Mönchengladbach und gewinnt doch noch mit 3:2. ©

Es geht intensiv weiter. In der 8. Minute versucht sich Marcel Halstenberg an einem Treffer, Gladbachs Matthias Ginter kratzt die Pille aber von der Linie. Den Nachschuss liefert Dani Olmo, allerdings direkt in Yann Sommers Hände. Auch ein Distanzschuss von Tyler Adams geht direkt in seine Handschuhe.

Zwar leisten sich die Gladbacher reichlich Ballverluste, ein Großteil des Spiels läuft in ihrer Hälfte ab, dennoch gelingt RB kein ordentlicher Angriff. Die Jungs von Trainer Marco Rose stehen kompakt hinten, lassen nichts zu, kommen dafür aber selten nach vorne. Alls sie es dann doch wieder in den Leipziger Strafraum schaffen, klingelt es aber direkt zum zweiten Mal. Ein Ball von Valentino Lazaro erreicht Embolo, der ihn per Kopf in Richtung Tor leitet. Die Kugel streift die Schulter von Marcus Thuram, der sie nur noch leicht ins Netz zucken muss. 2:0 für Mönchengladbach.

Erster Sörloth-Treffer zählt nicht

Dabei sind die Hausherren kurz vor Schluss der ersten Halbzeit den Statistiken nach die deutlich bessere Mannschaft. 64 Prozent Ballbesitz, 56 Prozent gewonnene Zweikämpfe und zwei Torschüsse mehr als die Fohlen. Eigentlich also von allem mehr. Nur auf die Ergebnistafel zeigt zwei Treffer für die Gäste und keinen für RB Leipzig an. Mit dem Rückstand geht es in die Kabinen.

In der Pause reagiert Trainer Julian Nagelsmann, bringt für den bereits verwarnten Kapitän Marcel Sabitzer Alexander Sörloth. Der Norweger kann sich auch schnell in Szene setzen, netzt nach einem Zuspiel von Justin Kluivert in der 50. Minute ein. Allerdings leitet der 24-Jährige den Ball mit seinem linken Oberarm in die Maschen. Entsprechend verhalten ist auch Sörloths Jubel, als ahnt er schon, was kommt: Der VAR nimmt den Treffer zurück.

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(1) Peter Gulacsi:  Ist bei Hofmanns Elfer dran am Ball und beim abgefälschten zweiten Tor chancenlos. Danach nicht mehr im Fokus. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi:  Ist bei Hofmanns Elfer dran am Ball und beim abgefälschten zweiten Tor chancenlos. Danach nicht mehr im Fokus. Note: 3 ©

Am Anschlusstreffer ist er dann dennoch beteiligt, als er in der 57. Minute Christopher Nkunku anspielt, der nur noch einnetzen muss - 1:2. Kurz darauf will Nordi Mukiele nachlegen, peilt aus der Distanz das Gladbacher Tor an. Yann Sommer streckt sich aber und kann den Schuss problemlos halten.

RB Leipzig will es mehr

Yussuf Poulsen macht es in der 66. Minute besser. Nach einem Zuspiel von Olmo setzt er die Kugel präzise in die linke untere Ecke. Torwahrscheinlichkeit laut xGoals-Berechnung: zwei Prozent. Die reichen aber zum 2:2-Ausgleich. Kurz darauf versucht es der Däne nochmal per Kopf, noch mal links, aber am Tor vorbei. RB ist in der zweiten Halbzeit nicht nur koordinierter, sondern auch angriffslustiger. Es sind noch knappe 20 reguläre Minuten auf der Uhr, als sich die Leipziger dauerhaft in der gegnerischen Hälfte festspielen. Allerdings gelingt es zunächst weder Poulsen noch Olmo oder Kluivert, auf 3:2 zu stellen.

In der 76. Minute kommt dann Emil Forsberg für Kluivert. Erste Amtshandlung des Schweden: Freistoß ausführen. Und wie! Yann Sommer muss sehr lang machen, kommt aber tatsächlich noch an den Ball und kann ihn gerade so an die Latte retten. Olmo versucht es nochmal, Poulsen hat auch noch eine Chance. Dann hat Alexander Sörloth seinen letzten Auftritt: In der 93. Minute köpft der Norweger den Ball zu seinem zweiten Bundesligatreffer ein und sichert den Leipzigern den völlig verdienten Sieg. Kurz darauf trifft auch Forsberg noch. Der Schwede steht aber im Abseits. Es bleibt beim 3:2.