16. Mai 2021 / 22:36 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:2 gegen den VfL Wolfsburg

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:2 gegen den VfL Wolfsburg

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Leipzigs Emil Forsberg (l) und Wolfsburgs Ridle Baku in Aktion.
Leipzigs Emil Forsberg (l) und Wolfsburgs Ridle Baku in Aktion. © dpa
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RB Leipzig erwischt gegen den VfL Wolfsburg einmal mehr eine gebrauchte erste Hälfte, kämpft sich aber nach 0:2-Rückstand zurück in die Partie. Guido Schäfer hat sich die Leistung der Hausherren beim 2:2 angesehen und Noten verteilt.

Leipzig. Über dieses Unentschieden konnten sich am Ende beide Kontrahenten freuen. RB Leipzig hat gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagabend einen 0:2-Rückstand egalisiert und nach erneut rabenschwarzer erster Hälfte beim 2:2 noch einen Punkt geholt. Damit sicherten sich die Sachsen die Vize-Meisterschaft. Und die Wölfe? Auch denen reichte der eine Zähler, denn sie können nun sicher für die Champions League planen. Nach dem 3:4-Patzer von Eintracht Frankfurt am Samstag können die Hessen als Tabellen-Fünfter die Wolfsburger nicht mehr von den Königsklassen-Rängen verdrängen.

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RB-Coach Julian Nagelsmann rotierte kräftig, brachte im Vergleich zur 1:4-Pokalpleite gegen Dortmund acht Neue, darunter Yussuf PoulsenEmil ForsbergChristopher Nkunku und erstmals in dieser Saison Konrad Laimer. Zugriff auf's Spiel bekamen die Hausherren zunächst nicht. Erneut mussten sie einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Denn in der 12. Minute zirkelte Maximilian Philipp einen echten Traumschuss ins Netz - 0:1. Wie zuletzt hatte RB sichtlich Probleme, zwingende Offensivaktionen zu kreieren, die massive Abwehrkette der Wölfe zu durchbrechen. Bis zum Strafraum sah der Spielvortrag bisweilen sehr ordentlich aus. Aber dann haperte es. In der 25. Minute fast das 0:2. Wout Weghorst traf nur den Pfosten. Auf der anderen Seite vergaben kurz nacheinander Nkunku gegen Koen Casteels und Willi Orban aus rund sechs Metern. Wesentlich mehr kam nicht. Statt dessen kassierten die Leipziger wenige Sekunden vor der Pause einen weiteren Genickschlag. Philipp war Ibrahima Konaté enteilt, traf zum zweiten Mal. Bemerkenswert: Zum siebten Mal in Folge blieb RB in Halbzeit eins ohne Tor.

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(1) Peter Gulacsi: Sieht Philipps Böller erst, als der im Netz einschlägt. Auch beim 0:2 ohne Möglichkeit, rettend einzugreifen. Danach nahezu beschäftigungslos. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Sieht Philipps Böller erst, als der im Netz einschlägt. Auch beim 0:2 ohne Möglichkeit, rettend einzugreifen. Danach nahezu beschäftigungslos. Note 3. ©

Zu Wiederbeginn wechselte Nagelsmann doppelt, brachte Amadou Haidara und Angelino für Laimer und Benjamin Henrichs. Die Hausherren legten nun deutlich mehr Tempo vor und belohnten sich zügig. Justin Kluivert traf zum Anschluss (51.). Wolfsburg hatte sichtlich Probleme, konnte sich vom Leipziger Dauerdruck kaum noch befreien. Nun ergaben sich Möglichkeiten: Aber Kluivert vergab die Chance zum Ausgleich, ebenso Orban. Erst Kapitän Marcel Sabitzer machte schließlich das 2:2, und zwar vom Punkt (78.). Vorausgegangen war ein Foul an Haidara. Für einen Siegtreffer reichte es aber trotz üppiger Nachspielzeit (fünf MInuten) und anhaltendem Druck nicht mehr.