15. September 2021 / 23:14 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:6 bei ManCity

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:6 bei ManCity

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Nathan Aké steigt zum Kopfball hoch und erzielt das 1:0 für Manchester.
Nathan Aké steigt zum Kopfball hoch und erzielt das 1:0 für Manchester. © Getty Images
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Neun Tore, davon drei eigene: RB Leipzig kassiert bei Manchester United eine 3:6-Niederlage, wird auch Opfer der eigenen Blauäugigkeit. Guido Schäfer hat die Leistung der Sachsen beim ersten Champions-League-Auftritt der Saison unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Manchester.RB Leipzig kehrt mit leeren Händen vom ersten Auswärtsauftritt in der Champions League zurück. Bei Manchester City kassierte der Bundesligist am Mittwochabend trotz einer beherzten Vorstellung eine 3.6-Niederlage (1:3). Für die Sachsen war es wettbewerbsübergreifend die dritte Pleite in Folge. Beim englischen Meister, der mit angezogener Handbremse agierte, verteilte RB reichlich unnötige Geschenke, unter anderem in Form eines Eigentors und eines Handelfmeters, und agierte streckenweise erschreckend blauäugig.

Der offene Schlagabtausch dauerte zunächst eine Viertelstunde, dann stellte Nathan Aké nach Ecke auf 1:0 für die Citizens. Peter Gulacsi hatte beim Herauslaufen gezögert, Aké keinen aufmerksamen Bewacher. Dieser Nackenschlag saß erst einmal, RB hatte Mühe, zu sich zu finden. Was genau Nordi Mukiele nach einer Flanke von Kevin de Bruyne in den Strafraum zum Flugkopfball bewog, bleibt das Geheimnis des Franzosen. Der Ball landete in den eigenen Maschen, und es stand 0:2 aus Leipziger Sicht (28.). Positiv: Die Sachsen waren nun dennoch da. André Silvas Tor (35.) zählte wegen einer Abseitsstellung nicht, das von Christopher Nkunku wenig später allerdings schon (42.). RB war wieder dran, doch die Hoffnung schaffte es dank Lukas Klostermanns Arm nicht einmal bis zur Pause. Schiri Serdar Gözübüyük blieb keine Wahl: Elfmeter. Riyad Mahrez verwandelte sicher zum 1:3 (45.+2).

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(1) Peter Gulacsi: Muss der Kapitän vorm 0:1 raus aus dem Kasten? Schwierig, das. Ansonsten bei den Toren ohne Chance. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Muss der Kapitän vorm 0:1 raus aus dem Kasten? Schwierig, das. Ansonsten bei den Toren ohne Chance. Note 3. ©

Das Auf und Ab setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Dank Doppelpacker Nkunku waren die Leipziger sechs Minuten nach Widerbeginn wieder dran, nur um kurz darauf erneut einen Gegentreffer zu kassieren. Beim 2:4 von Jack Grealish sahen sowohl Tyler Adams als auch Mukiele alles andere als gut aus. Aber RB marschierte weiter, hatte beim Treffer von Ferran Torres Glück. Der Spanier stand knapp im Abseits. Dann war wieder Nkunku dran, stellte auf 3:4 (73.). Wieder keimte Hoffnung auf. Und wieder antwortete ManCity sofort. Mukiele und Klostermann verursachten einen völlig unnötigen Freistoß, in dessen Folge Joao Cancelo den alten Abstand wieder herstellte. Dabei blieb es nicht. Gabriel Jesus, für Grealish eingewechselt, durfte auch nochmal ran, machte im Gewühl das halbe Dutzend voll.