22. Mai 2021 / 17:35 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zur 1:2-Niederlage beim 1. FC Union Berlin

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zur 1:2-Niederlage beim 1. FC Union Berlin

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Unions Christian Gentner und Kevin Kampl im Zweikampf.
Unions Christian Gentner und Kevin Kampl im Zweikampf. © dpa
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RB Leipzig unterlag zum Saisonabschluss bei den Köpenickern mit 1:2 und hat damit auch das letzte kleine Saisonziel, den bisherigen Punkterekord zu knacken, verpasst. Guido Schäfer hat sich die Leistung der Roten Bullen angesehen und Noten verteilt.

Berlin. Bittere letzte Auswärtsfahrt für RB Leipzig: Der Vize-Meister kassiert am letzten Spieltag beim 1. FC Union Berlin eine vermeidbare 1:2-Niederlage (0:0), schenkt den Köpenickern so die Teilnahme an der Conference League. Den entscheidenden Treffer setzte ausgerechnet Max Kruse in der Nachspielzeit.

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Für seinen letzten Auftritt auf der RB-Bank veränderte der Coach die Startelf gegenüber dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg auf sechs Positionen. Wie angekündigt, debütierte Josep Martinez im Tor, im Angriff kamen Hee-chan Hwang und Justin Kluivert zum Zug. Die 2000 anwesenden Zuschauer schwiegen zu Beginn 15 Minuten, um ihre Abneigung gegen den "Kommerzverein" aus Leipzig. So lange dauerte es auch in etwa, bis die Partie dann doch etwas Fahrt aufnahm. Union verteidigte dicht und kämpferisch, ließ kaum Räume. RB hatte zwar (mal wieder) mehr Ballbesitz, aber große Probleme, vors Tor zu kommen. Offensivaktionen waren allerdings auch auf Berliner Seite Mangelware. Die beste vergab Petar Musa in der 33. Minute. Sein Schuss landete am Pfosten. Die Messestädter ihrerseits verdaddelten in der 44. Minute eine Triple-Chance, als sowohl Emil Forsberg, Hwang und Marcel Sabitzer innerhalb weniger Augenblicke den Ball nicht im Tor unterbrachten. So blieb es beim 0:0 zur Pause.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(33) Josep Martinez: Steht in seinem ersten Einsatz für RB seinen Mann, erledigt die wenigen Aufgaben unaufgeregt, ist beim 1:1 und 1:2 ohne Chance. Note: 3 Zur Galerie
(33) Josep Martinez: Steht in seinem ersten Einsatz für RB seinen Mann, erledigt die wenigen Aufgaben unaufgeregt, ist beim 1:1 und 1:2 ohne Chance. Note: 3 ©

Personell ging es zunächst unverändert weiter. Allerdings kämpfte die Nagelsmann-Elf weiter mit sich und dem Gegner. In der 54. Minute hatte der Trainer genug, brachte Yussuf Poulsen (für Forsberg) und Christopher Nkunku (für Forsberg). Der Franzose war unmittelbar präsent, spielte den Ball in den Lauf von Kluivert. Union-Keeper Andreas Luthe eilte musste dabei zusehen, wie der Niederländer an ihm vorbei zog und unbedrängt zur Führung für RB einschoss (55.). Die Sachsen waren nun am Drücker, weitere zwingende Möglichkeiten blieben dennoch aus. Das nutzten die Berliner, die sich mit viel Leidenschaft aus ihrem Zwischentief herausarbeiteten. Die Belohnung: Marvin Friedrich knallte nach Ecke eine herrliche Direktabnahme unhaltbar ins Netz (67.). Die Anhänger in der Alten Försterei tobten. Nun hatten beide Teams endgültig Lust auf Offensive und den Sieg. RB hätte in der 81. Minute die Weichen stellen müssen. Aber Sabitzer, Konrad Laimer und Marcel Halstenberg scheiterten am katzenartigen Luthe. Nordi Mukiele donnerte in der Nachspielzeit den Ball freistehend nur an den Pfosten. Dann kam Max Kruse.