23. April 2020 / 15:44 Uhr

RB Leipzigs Peter Gulacsi will auf Torwart-Rangliste weiter nach oben klettern

RB Leipzigs Peter Gulacsi will auf Torwart-Rangliste weiter nach oben klettern

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
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Große Ehre für RB Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi. Das Fußball-Magazin „Fourfourtwo“ hat den Ungarn erstmals in seine Liste der zehn weltbesten Torhüter aufgenommen. © getty images
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Torhüter Peter Gulacsi fühlt sich in Leipzig pudelwohl und kann sich vorstellen, noch sehr lange in der Messestadt zu bleiben, wie er auf der Fanpressekonferenz von RB Leipzig am Donnerstag verriet. Auch in sein Familienleben gewährte der ungarische Nationalspieler ein paar persönliche Einblicke.

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Leipzig. Kürzlich wählte das englische Fußball-Magazin „Fourfourtwo“ Peter Gulacsi auf seiner jährlichen Liste der zehn weltbesten Torhüter auf den sechsten Platz. Für den Schlussmann von RB Leipzig ist diese Ehrung noch lange kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. „Ich hoffe dass ich mich in den nächsten Jahren vielleicht noch ein paar Positionen verbessern kann“, sagte der 29-Jährige auf der Fanpressekonferenz der Rasenballer am Donnerstag. „Sehr stolz“ war die Leipziger Nummer eins nach Bekanntgabe der Rangliste. Als diese Worte aus seinem inzwischen von einem Vollbart umschlossenen Mund heraussprudelten, grinste der Ungar bis über beide Ohren.

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DURCHKLICKEN: Peter Gulacsi bei RB Leipzig

Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  Zur Galerie
Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  ©

Gulacsi wird in zwei Wochen 30

Der Ex-Salzburger, der im Bundesliga-Aufstiegsjahr 2016 Fabio Coltorti als Stammgoalie ablöste, fühlt sich in Leipzig mit Frau Diana und Söhnchen Dominik Zoltan pudelwohl. Schönes Häuschen am See, großer Garten, Stammplatz beim Bundesliga-Dritten und Champions-League-Viertelfinalisten. Läuft privat wie sportlich. Gulacsi: „Wir können uns vorstellen, noch sehr sehr lange hierzubleiben.“ Nicht ausgeschlossen, dass der 2023 endende Vertrag von „Pete the Wall“ bei RBL nicht der letzte ist – auch wenn Ü30-Kicker am Cottaweg eigentlich so beliebt sind wie ein Fehlpass vor der Abwehrkette.

„Ich möchte noch sehr lange spielen“, kündigte Gulacsi an. In zwei Wochen wird er 30 Jahre alt, wie er fast ungläubig feststellte. Im Vergleich zu Torwart-Methusalem Gianluigi Buffon (42) genießt er allerdings noch fast Welpenschutz.

DURCHKLICKEN: Die aktuellen Vertragslaufzeiten der RB-Profis

(1) Peter Gulacsi: Vertrag bis 30.6.2023 mit Vereinsoption auf ein weiteres Jahr. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Vertrag bis 30.6.2023 mit Vereinsoption auf ein weiteres Jahr. ©

Auch ein paar persönliche Einblicke gewährte der RB-Profi den Fans, die sich bei ihren Fragen in den sozialen Netzwerken gewohnt wissbegierig und kreativ zeigten. Total glücklich berichtete der Familienvater, dass sein Sohnemann am Mittwoch mit dem Sprechen begonnen hat. Zwar noch keine richtigen Worte, aber ein Anfang ist gemacht. Es scheint glasklar, was Gulacsi Jr. zuerst über die Lippen geht: Mama, Papa, Ball oder RB haben laut LVZ-Informationen allerbeste Chancen.

„Nicht die gleiche Sportart“

In den heimischen vier Wänden wird außer beim Besuch von deutschen Freunden übrigens nur ungarisch gesprochen. Die Gerichte seines Heimatlandes kommen dagegen selten auf den Tisch. „Die sind nicht immer die aller gesündesten“. Zu fettig, zu viel Öl, zu viel Fleisch für einen Modellathleten. Überhaupt passe die deutsche Mentalität sehr gut zu seiner Arbeitsweise, so Gulacsi. Disziplin, Struktur und harte Arbeit haben ihn dahin gebracht, wo er heute ist.

Auch zum Thema Geisterspiele wurde der RBL-Schlussmann natürlich gefragt. „Die ersten Spiele werden sehr komisch sein“, sagte der ungarische Nationalspieler. Ohne Fans aufzulaufen, das sei „nicht die gleiche Sportart“.

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Gulacsi bedauert es sehr, dass er nach seiner extrem starken Phase vor der Fußball-Pause, als er in sieben Spielen sechsmal seine Kasten sauber hielt, nun eine Weile in einem leeren Stadion zwischen den Pfosten stehen muss. Es wird ein merkwürdiges Gefühl sein, so eine Weltklasseparade ohne den Jubel der Anhänger. Aber daran werden wir uns alle wahrscheinlich für einige Zeit gewöhnen müssen.