30. März 2021 / 17:42 Uhr

Reaktionen zum Saisonabbruch aus Prignitz/Ruppin: "Ein Schlag ins Gesicht"

Reaktionen zum Saisonabbruch aus Prignitz/Ruppin: "Ein Schlag ins Gesicht"

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Gaben Auskunft: Andreas Bernhardt, André Ehlert, Ronald Schubert und Dietmar Andree (v.l.).
Gaben Auskunft: Andreas Bernhardt, André Ehlert, Ronald Schubert und Dietmar Andree (v.l.). © Sportbuzzer-Collage
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Fußballkreis Prignitz/Ruppin: Andreas Bernhardt, Dietmar Andree, Ronald Schubert und André Ehlert sind unterschiedlicher Meinung.

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Andreas Bernhardt, Vorsitzender Langener SV (Landesklasse West): „Ich habe am Abend scherzhaft in unsere Chatgruppe geschrieben, dass man so auch drei Jahre in der Liga bleiben kann. Sportlich ist unser Klassenerhalt mit zwei Punkten aus neun Partien zweifelhaft, wir sind halt Nutznießer dieser Entscheidung, die meiner Meinung nach aber richtig ist. Der weitere Aufenthalt auf Landesebene ist nun gesichert, diesen Trumpf sollten wir ausspielen. Wir haben nun Zeit zum Überlegen, werden mit der Mannschaft und dem Trainer Gespräche führen und versuchen, eine schlagkräftige Truppe, die die Chance hat, in der Landesklasse zu bestehen, zusammen zu stellen. Diese paar Fragezeichen werden wir bis spätestens Ende Mai klären.“

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Dietmar Andree, Trainer Stahl Wittstock (Kreisoberliga): „Ich bezeichne diesen Abbruch als äußerst bescheiden. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das eine lächerliche Entscheidung, wenigstens einen Meister hätte man doch küren können, so ist es aber eine Farce. Viktoria Berlin wurde in der Regionalliga zum Staffelsieger gekürt, warum dann Stahl Wittstock in der Kreisoberliga nicht? Ob wir das Aufstiegsrecht wahrgenommen hätten, ist nochmal eine ganz andere Sache. Wir haben fast eine Halbserie gespielt, unsere Leistung wird nun aber nicht anerkannt, was für meine Mannschaft, die sich im Training und am Wochenende immer den Arsch aufreißt, ein Schlag ins Gesicht ist. Für mich ist das nicht in Ordnung, mit dieser ungleichen Behandlung fühle mich auch in gewisser Weise veräppelt.“

In Bildern: Das sind die Kreispokalsieger aus Prignitz/Ruppin seit 2016.

<b>Saison 2019/20 – MSV Neuruppin II:</b> Der Landesklasse-Aufsteiger bezwingt den Favoriten und Landesliga-Aufsteiger Eintracht Alt Ruppin im Oberen Kreispokal mit 3:1. Zur Galerie
Saison 2019/20 – MSV Neuruppin II: Der Landesklasse-Aufsteiger bezwingt den Favoriten und Landesliga-Aufsteiger Eintracht Alt Ruppin im Oberen Kreispokal mit 3:1. ©

Ronald Schubert, Trainer SV 90 Fehrbellin (Kreisliga Ost): „Meine Jungs hat der vorzeitige Abbruch sehr enttäuscht. Nur noch vier Spiele hätten wir absolvieren müssen, wären mit zwei Siegen vermutlich schon durch gewesen. Ein bisschen Resthoffnung, in die Kreisoberliga aufrücken zu dürfen, ist bei uns noch vorhanden. Grundsätzlich war nach dem Abbruch der Regionalliga aber schon damit zu rechnen, dass es auch hier nicht mehr weiter geht. Für mich ist nicht verständlich, warum eine übergreifende Saison 2020/21/22 nie Thema bei den Überlegungen war. Wer kann denn versichern, dass im Spätherbst nicht die vierte Corona-Welle kommt und schon wieder unterbrochen werden muss?“



André Ehlert, Trainer SV Stüdenitz (Kreisklasse Süd): „Ich hatte das so erwartet, für den Fußballkreis ist der Abbruch auch das Beste, weil man nichts mehr machen konnte. Wann hätte man sich denn noch vier Wochen vorbereiten sollen? Schlechte Laune besteht bei uns natürlich trotzdem, weil der Aufstieg möglich schien. Wir sind auch schon an den Fußballkreis herangetreten und haben angefragt, ob der Schritt in die Kreisliga vielleicht möglich ist.“