07. März 2020 / 18:49 Uhr

Auf ungewohnter Position: Michael Gorbunow schießt Optik zum Sieg (mit Galerie)

Auf ungewohnter Position: Michael Gorbunow schießt Optik zum Sieg (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Michael Gorbunow warf sich in viele Zweikämpfe und staubte zum 1:0-Siegtreffer ab. 
Michael Gorbunow warf sich in viele Zweikämpfe und staubte zum 1:0-Siegtreffer ab.  © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Im Heimspiel gegen den VfB Auerbach feiert der FSV Optik Rathenow den ersten Punktspielsieg im Jahr 2020.

Die Regionalliga-Fußballer des FSV Optik Rathenow haben einen ganz wichtigen Sieg eingefahren: Gegen den VfB Auerbach setzte sich das Team von Trainer Ingo Kahlisch knapp, aber verdient mit 1:0 durch und konnte somit die ersten Punkte in diesem Jahr einfahren. Durch diesen Erfolg verbesserte sich der FSV vorerst auf den 13. Tabellenplatz, der in jedem Fall für den Klassenerhalt reichen würde.

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Zu diesem Spiel wurden die Nachwuchstrainer des Vereins in den VIP-Raum eingeladen. „Wir wollen uns damit natürlich beim Ehrenamt bedanken“, sagte Ingo Kahlisch. Und die Nachwuchs-Trainer bekamen eine ungewohnte Umstellung zu sehen. Michael Gorbunow, eigentlich Innenverteidiger, begann diesmal als Mittelstürmer. „Uns sind ja ein bisschen die Alternativen ausgegangen, deshalb haben wir das probiert“, so Ingo Kahlisch, der damit auch seinen Schützlinge ein wenig überraschte.

In Bildern: Optik Rathenow gewinnt mit 1:0 gegen den VfB Auerbach.

Die Gastgeber (rote Trikots) spielten eine starke erste Halbzeit und gingen verdient in Führung. Nach der Pause verteidigten sie die drei Punkte mit großer Leidenschaft. Zur Galerie
Die Gastgeber (rote Trikots) spielten eine starke erste Halbzeit und gingen verdient in Führung. Nach der Pause verteidigten sie die drei Punkte mit großer Leidenschaft. © Christoph Laak

„Wir haben das in der Woche auf jeden Fall nicht trainiert. Ich war selbst überrascht, als der Trainer die Aufstellung vorgelesen hat. Zuletzt habe ich in der D-Jugend vorne gespielt“, erklärt Gorbunow, der im Winter von Fortuna Köln an den Vogelgesang gewechselt war. Vor allem sollte er Bälle sichern und diese dann auf die Außen ablegen.


Zunächst neutralisierten sich beide Mannschaften aber weitgehend im Mittelfeld, wirkliche Chancen waren nicht zu notieren. Nach gut einer Viertelstunde übernahmen die Hausherren aber das Kommando auf dem Platz. Einen Schuss von Leon Hellwig konnte Auerbach-Keeper Stefan Schmidt aber noch um den Pfosten lenken. Wenig später war er dann aber doch geschlagen. Erneut hatte Hellwig abgezogen und Schmidt gehalten, Gorbunow stand jedoch goldrichtig und staubte zum 1:0 ab (22.). „Das war mein erstes Tor in der Regionalliga. Darüber bin ich natürlich sehr glücklich“, so der 21-Jährige.

Und wenig später lag der Ball erneut im Tor der Gäste, Jonathan Muiomo hatte vor seinem Schuss aber im Abseits gestanden. Da auch die Vogtländer ihre beiden besten Gelegenheiten durch Marc-Philipp Zimmermann ausließen, ging es mit dem knappen Rathenower Vorsprung in die Halbzeit.

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Aus dieser kamen die Gäste mit mächtig Schwung. Angriff auf Angriff rollte nun auf das Rathenower Tor zu, aber wirklich gefährlich war das alles nicht, da Aleksandar Bilbija und Yavuz Aydogdu in der Rathenower Innenverteidigung ein hervorragendes Spiel machten. Nach einem Eckball kam Torjäger Zimmermann doch einmal an den Ball, Hellwig blockte diesen aber mit großem Einsatz. Rathenower verteidigte jetzt mit Leidenschaft, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, dass man die Konter nicht zielstrebig genug ausspielte.

Folglich ging es in eine spannende Schlussphase, in der sich Auerbach selbst schwächte. Der bereits vorbelastete Alexander Morozow foulte taktisch und wurde nach Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt. Zwar versuchten die Gäste es in den letzten Minuten mit dem Mute der Verzweiflung, doch die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen und konnten sich verdient die drei immens wichtigen Punkte im Abstiegskampf sichern.

„Für mich war das heute ein richtig ungewohntes Spiel. Aber Jerome und Leon (Leroy und Hellwig, Anm. d. Red.) haben mir immer wieder gesagt, wo ich hinlaufen soll. Nach dem 1:0 war klar, dass wir kämpfen, kämpfen und kämpfen müssen. Das haben wir getan und daher in meinen Augen auch verdient die drei Punkte geholt. Das sollte uns jetzt Auftrieb gebe“, so ein glücklicher Michael Gorbunow.

FSV Optik Rathenow: Hiemann – Techie-Menson (78. Alimler), Aydogdu, Bilbija, Zingu – Hellwig, Langner – Wilcke, Leroy, Muiomo (66. Adewumi) – Gorbunow (80. Kayan).