11. April 2021 / 19:46 Uhr

Saison beendet: IceFighters Leipzig unterliegen Hamburg im zweiten Playoff-Duell

Saison beendet: IceFighters Leipzig unterliegen Hamburg im zweiten Playoff-Duell

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Alexander Zille (Icefighters #52) gegen Dennis Reimer (Hamburg #3) vor dem Tor von Kai Kristian (Hamburg #32)
Die IceFighters Leipzig haben gekämpft und geackert - am Ende reicht es nicht zum Weiterkommen gegen Hamburg. © Christian Modla
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Die IceFighters Leipzig haben das zweite Playoff-Spiel in der Best-of-3-Serie gegen die Crocodiles Hamburg 3:6 (2:1, 2:2, 2:0) verloren. Damit ist das Aus in den Playoffs und der Saison besiegelt.

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Leipzig. Der Showdown in Hamburg entfällt: Die IceFighters konnten im zweiten Aufeinandertreffen mit den Crocodiles Hamburg nach der Auswärtsniederlage am Freitag die Best-of-3-Serie nicht ausgleichen. Die Überraschung des Gerike-Teams blieb mit der 3:6 (2:1, 2:2, 2:0) Niederlage aus. Damit ist das Aus in den Playoffs besiegelt – die Saison ist beendet.

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Mit 3:4 ins letzte Drittel

Die Eiskämpfer erwischten einen Kaltstart. Nach nur fünf Minuten stellte das Gästeteam auf 0:2, da Leipzigs Defensive schlichtweg noch schlummerte. Der Schwede Victor Östling brachte die Gäste durch einen Doppelschlag in Front.

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Die IceFighters aus Leipzig verlieren auch das zweite Playoff-Spiel gegen Hamburg (3:6) und scheiden somit aus. Zur Galerie
Die IceFighters aus Leipzig verlieren auch das zweite Playoff-Spiel gegen Hamburg (3:6) und scheiden somit aus. ©

Das war der Weckruf für die Messestädter, die sich schnell berappeln konnten. Das Team von Sven Gerike verlagerte die Partie mit ordentlich Zug zum Tor vor den Kasten von Hamburgs Goalie Kristian Kai. Kapitän Florian Eichelkraut netzte den verdienten Anschlusstreffer zum 1:2 ins Gehäuse. Die Partie nahm nicht nur spielerisch, sondern auch emotional an Fahrt auf.

Das zweite Drittel begannen beide Mannschaften mit vier Mann auf dem Eis. Nach einem aberkannten Treffer der Gerike-Truppe warfen die Eiskämpfer Wut und Energie in die Waagschale. Dann war Hubert Berger, der von der Strafbank kam, direkt zur Stelle und erzielte den Ausgleich in Überzahl. Die Partie gestaltete sich spannend und packend. Crocodiles Maximilian Schaludek legte zum 2:3 nach, doch Leipzig gab weiter Gas. Die Hausherren glichen durch Robin Slanina zum 3:3. aus, da war Hoffnung, die Playoff-Serie am Leben zu halten. Dann ein Schockmoment: Slanina rutschte unsanft in die Bande, der Stürmer musste verletzt vom Eis getragen werden. Kurz danach markierte Schaludek seinen zweiten Treffer. Mit 3:4 ging es in die Kabinen.

Saison ein Auf und Ab

Im Schlussdrittel fehlte dem Gerike-Team die Anspielstationen, weshalb die Eiskämpfer gegen die aggressiv aufspielenden Hamburger nicht zu keinem weiteren Treffer kamen. Die Crocodiles zogen durch Dominik Lascheit auf 3:5 davon, Thomas Zuravlev traf in leere Tor zum 3:6. Bedeutet: Halbfinaleinzug für Hamburg, Playoff-Aus und Saisonende für Leipzig. „Wir haben alles erreicht, was wir wollten in dieser Saison“, gab sich Chefcoach Sven Gerike dennoch zufrieden. Seine Crew verbuchte 26 Siege und 18 Niederlagen in der Hauptrunde. Zudem gelang die direkte Qualifikation für die Playoffs – das war das Saisonziel.

Insgesamt erlebten die IceFighters in dieser Spielzeit ein stetes Auf und Ab. Der tolle Saisonstart anno 2020, mit acht Siegen in Serie, fand ein jähes Ende, als Corona bei den Leipzigern zuschlug. Elf Eiskämpfer wurden Anfang Dezember positiv getestet. Zum Jahresabschluss standen die Sportler wieder auf dem Eis. „Viele Spieler hatten schon die Tage gezählt, bis Sie wieder aufs Eis konnten“, sagte Gerike. Die kamen mit einem 4:3-Blitzstart gegen Hamm zurück. Doch dann war erstmal Feierabend in Sachen Punktejagd.

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Die Truppe knöpfte nicht mehr an die Erfolgsserie an, tat sich vor allem mit effektiver Chancenverwertung schwer. Die Spieler rappelten sich zum Ende der Meisterrunde noch einmal auf, standen teilweise mit einem Minikader von elf Spielern auf dem Eis und brachten bis zum coronabedingten vorzeitigen Abbruch der Meisterrunde sieben Sieg in Folge aufs Eis. Mit dem Verlauf der schwierigen Saison und dem Ergebnis seiner Jungs ist Coach Gerike sehr zufrieden. Natürlich sei die Niederlage traurig, sagt Coach Gerike. „Die Jungs wollten heute unbedingt einen Sieg mitnehmen und am Dienstag in Hamburg wieder antreten.“ Nichtsdestotrotz: Mit dem Verlauf der schwierigen Saison und dem Ergebnis seiner Jungs sei er sehr zufrieden. Und: Der 44-Jährige bedankt sich bei den IceFighters-Fans für deren tolle Unterstützung.