16. Februar 2021 / 21:45 Uhr

Nach Schalke-Aus: Schneider spricht über "Fehler" mit Ibisevic und reagiert auf Transfer-Kritik

Nach Schalke-Aus: Schneider spricht über "Fehler" mit Ibisevic und reagiert auf Transfer-Kritik

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jochen Schneider hat einer seiner Fehlentscheidungen bei Schalke 04 erklärt.
Jochen Schneider hat einer seiner Fehlentscheidungen bei Schalke 04 erklärt. © IMAGO/RHR-Foto
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Für Jochen Schneider endet das Kapitel Schalke 04 im Sommer. Der Vertrag des Vorstands Sport und Kommunikation wird vorzeitig aufgelöst. In einer Fragerunde nach der Ankündigung seines Abschieds hat Schneider über eine Fehlentscheidung gesprochen, die ihn noch immer ärgert.

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Nach über zwei Jahren beim FC Schalke 04 ist spätestens im Sommer Schluss: Der Vertrag von Sportvorstand Jochen Schneider beim Bundesliga-Tabellenletzten wird in beiderseitigem Einvernehmen zum 30. Juni 2021 aufgelöst. In der Mitteilung zum Aus sprach Schneider an, sich "sehr über einige Fehler" zu ärgern, die er in seiner Amtszeit gemacht habe. Am Abend hat Schneider nun der Online-Fanrunde "mitGEredet digital" erläutert, was er damit konkret meinte.

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So ärgert sich der scheidende Sportvorstand vor allem über seinen Umgang mit einer Personalie: Vedad Ibisevic. Der ehemalige Kapitän von Hertha BSC verzichtete für sein Schalke-Engagement sogar auf Gehalt, um dem Klub zu helfen - wurde allerdings nach Ärger im Training suspendiert. Der Vertrag mit dem routinierten Stürmer wurde zum 31. Dezember 2020 aufgelöst. Nun sagt Schneider: "Es war ein Fehler, Vedad zu suspendieren. Das haben wir gespürt, als Goncalo Paciencia ausfiel. Auf Vedad lasse ich nichts kommen." Die Beziehung zwischen dem Bosnier und Ex-Trainer Manuel Baum sei "problembehaftet" gewesen. Die "Chemie" habe "nicht gestimmt", meinte Schneider, der Medienberichten zufolge vergeblich versucht haben soll, Ibisevic nach der Baum-Entlassung zum Bleiben zu überreden.

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Ebenfalls nicht bei Schalke geblieben sind Breel Embolo (Wechsel zu Borussia Mönchengladbach schon zur abgelaufenen Saison) und Daniel Caligiuri (ablösefrei zum FC Augsburg). Im Fall Embolo konfrontierte ein Fan Schneider mit der seiner Meinung nach zu geringen Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro. Schneider wehrte sich: "Das war der Marktwert. Der Punkt ist, dass Breel Embolo zu teuer eingekauft wurde." S04 verpflichtete Embolo 2016 für 22,5 Millionen Euro vom FC Basel. Der Schweizer (zehn Tore in 48 Spielen) ist bis heute Rekordeinkauf.



Bei Caligiuri hätte Schneider alles versucht, den Deutsch-Italiener von einer Verlängerung zu überzeugen. Doch dann kam Corona. "Wir haben ihm ein sehr gutes, ein verbessertes Angebot unterbreitet, das hat er nicht angenommen", sagte der (Noch-) Schalke-Boss. "Nach Corona waren wir nicht mehr in der Lage, das Angebot aufrechtzuerhalten und mussten es dann zurückziehen." Auch ein Sommer-Transfer von Sead Kolasinac sei aufgrund der finanziellen Umstände unmöglich gewesen: "Wenn wir irgendwo eine Ölquelle gefunden hätten, dann hätten wir es gemacht", meinte Schneider. Im Winter kam nur eine Leihe bis Saisonende des Arsenal-Verteidigers zustande.

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