13. November 2021 / 18:45 Uhr

"Schlag ins Gesicht": Wie der FC Bayern U21-Nationalspieler Angelo Stiller schockierte

"Schlag ins Gesicht": Wie der FC Bayern U21-Nationalspieler Angelo Stiller schockierte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
U21-Nationalspieler Angelo Stiller wechselte im Sommer ablösefrei von den Bayern zur TSG Hoffenheim. 
U21-Nationalspieler Angelo Stiller wechselte im Sommer ablösefrei von den Bayern zur TSG Hoffenheim.  © IMAGO/Pressefoto Baumann
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Angelo Stiller gehört zu den Leistungsträgern der deutschen U21-Nationalmannschaft. Der FC Bayern München ließ das Mittelfeld-Talent jedoch vor Saisonstart ablösefrei zur TSG Hoffenheim ziehen. Im Nachhinein ärgert sich Stiller noch immer über die Umstände seines Abgangs beim FCB.

Er hätte der erste waschechte Bayern-Profi seit Thomas Müller werden können, doch die Zeit von Angelo Stiller beim FC Bayern München endete mit einer großen Enttäuschung. Sein Traum, als Campus-Talent dauerhaft zum Kader des Rekordmeisters zu stoßen, platzte. Der heutige U21-Nationalspieler wechselte im Sommer ablösefrei von der zweiten FCB-Mannschaft zum Bundesligisten TSG Hoffenheim. Im Interview mit Sky hat Stiller nun einen Moment aus seiner Bayern-Zeit benannt, der sich "wie ein Schlag ins Gesicht" angefühlt habe - und seine Wechsel-Ambitionen wohl befeuerte.

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Als Stiller mit dem FC Bayern zwei als Stammspieler im defensiven Mittelfeld (ab der zweiten Saisonhälfte 2019/20) sensationell die Drittliga-Meisterschaft gewann, machte sich der heute 20-Jährige berechtigte Hoffnungen auf einen Sprung in den Profi-Kader der Münchner. Doch dann schlugen die Bayern am letzten Tag der Sommer-Transferperiode nochmal kräftig zu: Mit Marc Roca und Tiago Dantas wurden zwei Spieler auf Stillers Position verpflichtet. "Ich habe damit gerechnet, dass ich die Chance oben bekomme und mittrainieren kann. Am letzten Tag habe ich dann von der Presse erfahren, dass Spieler verpflichtet wurden, die auf meiner Position spielen", so der enttäuschte Stiller. "Da war ich natürlich geschockt und nicht glücklich drüber."

Von den Bayern habe niemand mit ihm über die Transfers gesprochen, so Stiller, der aber auch Verständnis zeigt. "Die haben auch einiges zu tun. Da können sie nicht jeden zur Seite nehmen und sagen: 'Hey, so sieht's aus, so planen wir mit dir." Stiller kam daraufhin nur zu zwei Kurzeinsätzen für die Bayern-Profis in der Champions League und spielte eine knappe Halbzeit in der ersten DFB-Pokalrunde.


Seit dieser Saison spielt der Mittelfeld-Youngster nun wieder bei dem Trainer, der ihn in der zweiten Bayern-Mannschaft gefördert hatte: Sebastian Hoeneß. Unter dem Hoffenheim-Coach feierte Stiller sein Bundesliga-Debüt und kommt bisher auf acht Pflichtspiel-Einsätze. An eine Rückkehr zum FCB denkt der U21-Nationalspieler aktuell nicht: "Darüber mache ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken. Ich habe jetzt noch ein paar Jahre in Hoffenheim. Ich fühle mich sehr wohl hier und freue mich einfach auf die nächste Zeit. Was kommt, das kommt. Was nicht, das nicht."