14. Februar 2021 / 17:17 Uhr

Schneeschieber werden beim FSV 63 Luckenwalde zu Trainingsgeräten

Schneeschieber werden beim FSV 63 Luckenwalde zu Trainingsgeräten

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Schneeräumen gehörte zum Fitnessprogramm beim Training der Luckenwalder Regionalligafußballer. 
Schneeräumen gehörte zum Fitnessprogramm beim Training der Luckenwalder Regionalligafußballer. © Frank Neßler
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Regionalliga Nordost: Punktspielunterbrechung geht für den FSV 63 Luckenwalde in die Verlängerung, Mannschaftstraining wird nach Schneepause wieder aufgenommen. 

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Die Hängepartie geht weiter: In der Fußball-Regionalliga Nordost ist die für Anfang März geplante Saisonfortsetzung vom Tisch. Der Re-Start soll nun frühestens Mitte, wenn nicht sogar erst Ende des nächsten Monats erfolgen. Darauf verständigten sich die Vertreter der Vereine in einer gut anderthalbstündigen Video-Schalte am Freitagnachmittag. Den FSV 63 vertraten Vize-Präsident Ralf Rische und Schatzmeister Ronny Thoms. Trotz teils sehr unterschiedlicher Standpunkte der einzelnen Vereine bezeichneten beide die Atmosphäre der Diskussion als konstruktiv.

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„Der Nordostdeutsche Fußballverband ist sich der Tragweite der Entscheidung bewusst. Es ist alles rechtssicher zu machen“, erklärte Ronny Thoms, „es geht nicht nur um die Fortsetzung der Regionalliga, auch die Pokalwettbewerbe in den jeweiligen Landesverbänden sind zu berücksichtigen. Brandenburg hat noch drei Runden auszurichten, Berlin und Sachsen fünf.“

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Das wahrscheinlichste Modell einer Saisonfortsetzung in der Regionalliga Nordost ist nach dem Vorliegen entsprechender behördlicher Genehmigungen in der Pandemie die Beendigung und Wertung der Hinrunde. Das letzte Wort hat der Spielausschuss, der die Vereine mit einbinden wird. Der FSV 63 hat beim genannten Szenario noch sechs Punktspiele zu absolvieren. „Klar ist, wir wollen eine Entscheidung nach einfacher Runde“, bekräftigte Vize-Präsident Ralf Rische den Standpunkt der Luckenwalder, „wie das bei anderen Vereine aussieht, wissen wir natürlich nicht.“

Um für den Saisonendspurt gerüstet zu sein, haben die Luckenwalder Regionalligafußballer das Mannschaftstraining wieder aufgenommen. Am Sonnabend voriger Woche fiel dafür der Startschuss im Seelenbinder-Stadion. Möglich ist dies den Luckenwalder Regionalligafußballern durch eine behördliche Trainings- und Wettkampferlaubnis des Landesministeriums für Jugend, Bildung und Sport.

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In der ersten Woche wurde das Team jedoch vom Winter kalt erwischt. Tief verschneit sind die Fußballplätze im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion. Zweimal musste das Mannschaftstraining abgesagt werden. Die Schneemassen auf dem Kunstrasen waren einfach zu gewaltig. Die beiden Rasenplätze im Seelenbinder-Stadion sind sowieso gesperrt. Am Freitagabend gingen die FSV-Regionalligafußballer das Problem an. Der Schneeschieber wurde kurzerhand zum Trainingsgerät und ins 90-minütige Programm integriert.

Eingeteilt waren die Fußballer in zwei Gruppen. Die eine absolvierte ein Fitnessprogramm mit den vorhandenen sieben Schneeschiebern, eine zweite wurde von Co-Trainer Severin Mihm mit technischen Übungen und verschiedenen Spielformen mit Spaß auf Trab gehalten.

Wenn auch im Verlaufe des Freitagabends der Anteil der Farbe grün größer wurde, schafften es die Sportler nicht, die Hälfte des Kunstrasenplatzes zu räumen. „Es war doch anstrengender und aufwendiger als gedacht“, erklärte Mihm. Nun hoffen die FSV-Regionalligafußballer darauf, dass der Platz in den nächsten Tagen mit Unterstützung von Petrus vielleicht doch noch ein bisschen mehr abtaut. „Der Wetterbericht sieht ja so la la aus“, sagt Co-Trainer Mihm, „eventuell müssen wir noch mal ran.“

Die Luckenwalder Regionalligafußballer wollten ursprünglich bis zum für Anfang März angepeilten Re-Start der Saison dreimal in der Woche trainieren. Ob die Verlängerung der Punktspielpause nun zu einer Planänderung führt, will das Trainerteam in dieser Woche gemeinsam entscheiden.