30. Oktober 2018 / 11:00 Uhr

SG Aumund-Vegesack hofft auf einen Supertag

SG Aumund-Vegesack hofft auf einen Supertag

Klaus Grunewald
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mirko Jankowski (rechts) lief viele Jahre für den Bremer SV auf. Jetzt trifft er mit der SG Aumund-Vegesack im Pokal-Viertelfinale auf seinen Ex-Verein und hofft auf eine Überraschung.
Mirko Jankowski (rechts) lief viele Jahre für den Bremer SV auf. Jetzt trifft er mit der SG Aumund-Vegesack im Pokal-Viertelfinale auf seinen Ex-Verein und hofft auf eine Überraschung. © Christian Kosak
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Im Pokal-Viertelfinale beim Bremer SV müssen die Nordbremer über sich hinauswachsen

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„Es ist sicher nicht das beste Los, das wir gezogen haben“, sagt der Trainer der SG Aumund-Vegesack, Björn Krämer, mit Blick auf das Viertelfinale im Lottopokal. Man könnte es auch anders formulieren. In der Runde der letzten acht Mannschaften stehen die Nordbremer zwar nicht vor einer unlösbaren Aufgabe, wohl aber vor einer sehr hohen Hürde. Schließlich gilt es, den bislang noch immer verlustpunktfreien Spitzenreiter der Bremen-Liga aus dem Weg zu räumen, um den Sprung ins Halbfinale zu schaffen. Der Bremer SV ist am Reformationstag ab 13 Uhr so klarer Favorit auf dem Panzenberg.

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Um sich auf den schweren Auswärtsgang vorzubereiten, blieb den Vegesackern nicht viel Zeit. Beim Training am Montagabend hielt sich Björn Krämer denn auch nicht lange mit der Analyse der 3:4-Punktspielniederlage beim ESC Geestemünde auf. Dort ging die SAV nach einer 2:0-Führung als Verlierer vom Platz, weil sie einmal mehr in Phasen der Lethargie verfallen war. Derartige Brüche im Spiel kann man sich beim Primus der Bremen-Liga nicht erlauben.

Das weiß Björn Krämer. Deshalb hält er seiner Mannschaft das einzige Rezept vor Augen, dass auf dem Panzenberg helfen könnte: „Jeder einzelne Spieler muss 90 Minuten lang hundert Prozent seines Leistungsvermögens abrufen.“ Wohl wissend, dass selbst das gegen den Bremer SV nicht ausreichen könnte. Dessen erklärtes Ziel ist es, neben der Meisterschaft auch den Lottopokal und damit den Geldregen in der ersten Runde des DFB-Pokals zu erringen. Das ist der SAV in der Saison 2012/13 gelungen. Gegen den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim hielt sie damals bis zur Pause ein 0:0, ehe sich die Hoffenheimer noch deutlich mit 9:0 durchsetzen konnten.

Wichtig wird es für die Nordbremer am Reformationstag sein, nicht nur an die eigenen Fähigkeiten zu glauben, sondern auch von Beginn an taktisch diszipliniert an die schwere Aufgabe heranzugehen und das Spiel möglichst lange offen zu halten. Ihr Auftritt im Punktspiel am 6. Oktober auf dem Panzenberg kann dafür allerdings nicht als Vorlage dienen. Damals ließ sich die Mannschaft von Björn Krämer von einem Blitzstart des Bremer SV überrumpeln und lag bereits nach zehn Minuten mit 0:2 im Rückstand. Immerhin vermochten die Gäste in der zweiten Halbzeit einigermaßen mitzuhalten, sodass die Westbremer "nur" 3:0 gewannen.

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„Wir können gegen den BSV bestehen, wenn wir einen Supertag erwischen“, macht Björn Krämer seinen Spieler Mut. Und natürlich hofft er, dass sein Goalgetter Alexander Schlobohm wieder einsatzbereit ist, der zuletzt wegen Schmerzen im Unterschenkel passen musste. Zum Kader der Vegesacker gehört auf alle Fälle auch Nils Husman, der beruflich bedingt nicht immer zur Verfügung steht und nach Krämers Worten ein ganz anderer Stürmertyp als Schlobohm ist. Auf jeden Fall ist der 31-Jährige schnell auf den Beinen und torgefährlich. Der Sieger der Partie am Panzenberg trifft am Sonntag, 17. März, auf den Gewinner des Spiels ATSV Sebaldsbrück gegen SC Borgfeld.

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