17. Februar 2020 / 17:41 Uhr

SG Sieversdorf: Mit letzter Kraft zum Titel (mit Galerie)

SG Sieversdorf: Mit letzter Kraft zum Titel (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Konnten sich über den Hallenkreismeister-Titel freuen: Die Kickerinnen der SG Sieversdorf.
Konnten sich über den Hallenkreismeister-Titel freuen: Die Kickerinnen der SG Sieversdorf. © Marlene Knoll
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Hallenfußball: Sieversdorfer Kickerinnen gewinnen nach Doppelschicht Hallenkreismeisterschaft – Herzberg Fünfter .

Am Ende ließen die Kräfte bei den Fußballerinnen der SG Sieversdorf sichtlich nach, dennoch genügten die spielerischen Fähigkeiten, sich verlustpunktfrei ins Ziel zu retten. Die Schützlinge von Trainer Siegfried Zepp setzten sich am Sonntag in Wittenberge die Hallenkrone des Fußballkreises Prignitz/Ruppin auf und wurden ihrer Favoritenrolle als einziger Landesligist vollends gerecht.

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„Die anderen Mannschaften haben uns das Leben schwer gemacht“, erklärte der SGS-Coach, dem bewusst war, dass diese Doppelschicht – bereits am Sonnabend waren die Sieversdorferinnen im Ligabetrieb aktiv – nicht spurlos an seine Mädels vorbeigehen würde: „In den letzten beiden Spielen waren sie platt, wir haben aber auch keine Konditionswunder in unseren Reihen, das ist also normal.“

In Bildern: Die Fußball-Hallenkreismeisterschaft Prignitz/Ruppin der Frauen.

Die Frauen-Hallenkreismeisterschaft des Fußballkreises Prignitz/Ruppin in Wittenberge. Zur Galerie
Die Frauen-Hallenkreismeisterschaft des Fußballkreises Prignitz/Ruppin in Wittenberge. © Stefan Peglow

Am Sonnabend ging die Reise nach Potsdam, wo der Serienmeister und Ligaprimus Babelsberg 74 auf die Sieversdorfer Frauen wartete. Um Schadensbegrenzung sollte es gehen, unerwartet glücklich berichtete Siegfried Zepp aber nach der 2:6-Niederlage: „Wir haben gut gekämpft, ein bisschen Glück und mit Yasmine Niessner eine sensationelle Torfrau gehabt. Mit dem Ergebnis konnte ich nach der 0:12-Pleite im Hinspiel gut leben. Wenn wir unsere Konter noch ein wenig besser ausspielen, schießen wir vielleicht sogar ein, zwei Tore mehr.“ Sophie Müller und Lara Schöning trugen sich für die Gäste in die Torschützenliste ein.

Am Sonntagmorgen waren die Voraussetzungen umgedreht, die Landesliga-Kickerinnen plötzlich der Favorit. Damit wussten die neunen Kreismeisterinnen aber gut umzugehen, gewannen alle sechs Partien und stellten zudem die beste Defensive. „Gleich zum Auftakt hatten wir mit Röbel den wohl stärksten Konkurrenten. Beim 3:1-Sieg haben wir den Gegner aber gut beherrscht“, lobte „Zeppi“, dessen Spielerinnen die Konzentration hochhielten und sich von einem Erfolg zum nächsten spielen konnten.

Aktuelles aus dem Fußballkreis Prignitz/Ruppin

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung wollte der Trainer niemanden heraus heben, auch wenn Torjägerin Viviane Borck satte acht Treffer erzielte: „Meine Mädels haben alle gut zusammengespielt, sich auch gegen die Mannschaften, die sich nur hinten reingestellt haben, Chancen erarbeitet. Wir freuen uns über diesen Titel nach einem langen Wochenende.“

Der zweite Vertreter aus Ostprignitz-Ruppin, die Kreisliga-Frauen des Herzberger SV, beendete die Kreismeisterschaft auf dem fünften Rang. „Wir hatten im ersten Spiel ein bisschen Pech und sind mehrfach am Aluminium gescheitert. Im Verlauf haben wir uns gesteigert, sogar gegen Röbel geführt und können im Endeffekt mit dem fünften Platz zufrieden sein“, resümierte Trainer Thomas Stork, bei dem die Teilnahme der Sieversdorferinnen auf Unverständnis stieß: „Die spielen nicht umsonst in der Landesliga, warum nimmt so eine Mannschaft an einer Kreismeisterschaft teil?“


Frauen-Staffelleiterin Marlene Knoll konterte: „Durch die Teilnahme des Landesligisten wurde dieses Turnier spielerisch aufgewertet.“