11. August 2020 / 18:38 Uhr

Solidaritätstickets für das SHFV-LOTTO-Pokal-Finale ab sofort erhältlich

Solidaritätstickets für das SHFV-LOTTO-Pokal-Finale ab sofort erhältlich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für das SHFV-LOTTO-Pokal-Finale am 22. August werden ab sofort Solidaritätstickets verkauft.
Für das SHFV-LOTTO-Pokal-Finale am 22. August werden ab sofort Solidaritätstickets verkauft. © SHFV
Anzeige

Ein sportlicher Höhepunkt ist es auch ohne Zuschauer – doch ein großes Maß an Atmosphäre, Emotion und nicht zuletzt auch an Einnahmen wird fehlen, wenn Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck und Flens-Oberliga-Meister SV Todesfelde am Sonnabend, 22. August, um 16:45 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Uwe Seeler Fußball Park in Malente das Endspiel um den SHFV-LOTTO-Pokal 2020 austragen.

Zumindest symbolisch können die Fans beider Vereine aber ab sofort ihre Unterstützung ausdrücken und die jeweilige Fankurve verstärken. Unter dem Motto „Begeisterung trotz Geisterspiel“ sind ab sofort virtuelle Endspiel-Tickets zu erwerben. Die Einnahmen sollen allen Beteiligten helfen, zumindest den wirtschaftlichen Verlust abzumildern.

Anzeige
Mehr Fußball aus der Region

Das Ziel ist, mittels einer zumindest virtuell gut gefüllten Lohmühle zu zeigen, dass das Nachbarschaftsduell unter normalen Umständen eher in einem Hexenkessel statt als Geisterspiel stattgefunden hätte. Die entsprechende Idee aus dem VfB-Vorstand nahmen der SV Todesfelde, der ausgerechnet das größte Spiel seiner bisherigen Vereinsgeschichte unter den Corona-Bedingungen spielen muss, und der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) gerne auf. Wie bei jedem Pokalspiel üblich, werden alle Einnahmen zwischen den beteiligten Vereinen gleichmäßig geteilt. Auch der SHFV erhält wie üblich seinen Anteil, der dieses Jahr statt als Verbandsabgabe als Spende in das Projekt „BeGeisterer“, welches die Talentförderung des SHFV stärken soll, fließen wird.

Zuletzt wurden für SHFV-LOTTO-Pokal-Endspiele mit VfB-Beteiligung zwischen 3.500 und 7.000 Karten verkauft. Insgesamt stehen 15.292 Tickets zur Verfügung – die Kapazität der Lohmühle ohne Baumaßnahmen und Sicherheitsauflagen. Stehplätze kosten 5 Euro (wobei die Blöcke A und B den Todesfelde-Anhängern vorbehalten sind, die Blöcke in der Pappelkurve den VfB-Fans), Sitzplätze sind für 10 Euro zu haben. Zudem werden auch VIP-Tickets für 50 Euro angeboten. Jedes Ticket hilft allen Beteiligten im Finale – und sendet ein Zeichen der Unterstützung an die Spieler auf dem Endspielrasen in Malente, die auf gewohnte Reaktionen von den Rängen verzichten müssen.

Anzeige

„Aus den bekannten Gründen können wir in diesem Jahr leider keine Zuschauer zum SHFV-LOTTO-Pokal-Finale zulassen, wodurch sowohl den Finalisten als auch dem SHFV wichtige Einnahmen verloren gehen“, erklärt SHFV-Präsident Uwe Döring. „Umso mehr unterstützen wir die vom VfB Lübeck initiierte Aktion, mit dem Verkauf von Geistertickets einen kleinen Ausgleich zu schaffen. Der uns zugesprochene Anteil fließt in unser Projekt ‚BeGeisterer‘ und damit direkt und vollumfänglich in die Förderung der schleswig-holsteinischen Talente. Dafür möchten wir uns bereits heute bei allen Käufern und dem VfB bedanken.“

„Wir wollten mit dem VfB zusammen ein Fußballfest feiern“, sagt Holger Böhm, Präsident des SV Todesfelde, und hebt das gute Verhältnis beider Vereine hervor: „Ob in Todesfelde oder in Lübeck – wir hätten es gemeinsam machen wollen und hätten es ganz sicher gut hinbekommen. So wollen wir jetzt mit der Aktion den Fans das Gefühl geben, doch irgendwie dabei zu sein. Und sie unterstützen damit natürlich auch ihren Verein.“

Zu den Solidaritätstickets für das LOTTO-Pokalfinale 2020 kommen Sie hier.

„Egal, ob auf der Lohmühle oder in Todesfelde, dieses Pokalfinale hätte eine außergewöhnliche Begeisterung hervorrufen können und seinen ganz besonderen Reiz gehabt. Aber es soll in diesem Jahr einfach nicht sein“, erklärt VfB-Vorstandsmitglied Florian Möller und richtet seinen Blick voraus: „Vielleicht gelingt es uns aber gemeinsam, im ersten Pflichtspiel nach über fünf Monaten zumindest eine virtuelle Euphorie zu entfachen und uns langsam wieder auf die neue Saison einzustimmen.“