14. Juli 2021 / 12:55 Uhr

Spiele im Ausland, mehr "Spektakel": Spanischer Verband plant revolutionäre Reform der Primera Division

Spiele im Ausland, mehr "Spektakel": Spanischer Verband plant revolutionäre Reform der Primera Division

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der spanische Verband plant eine Änderung im Austragungsmodus der Primera Division.
Der spanische Verband plant eine Änderung im Austragungsmodus der Primera Division. © IMAGO/Action Plus (Montage)
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Die spanische Primera División könnte vor einer revolutionären Reform stehen. Der Verband plant einschneidende Modus-Veränderungen. Wie die Top-Klubs um Real Madrid und den FC Barcelona über den Vorstoß denken, blieb zunächst offen.

Deutlich weniger Spiele, dafür einige im Ausland: Der spanische Fußball-Verband will den Austragungsmodus der Primera División von Grund auf ändern, um die Attraktivität der LaLiga auch bei einer jüngeren Zielgruppe zu steigern."Ich werde in den kommenden Tagen (den Liga-Chef, Anm. d. Red.) Javier Tebas einladen, damit wir uns zusammensetzen und versuchen, das Format der aktuellen Liga zu ändern", erklärte Verbandspräsident Luis Rubiales am Mittwoch in einer Talkrunde der Nachrichtenagentur Europa Press. Das Fachblatt AS, die Zeitung ABC und andere Medien schrieben von einem "Knaller".

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Rubiales deutete an, dass man unter anderem auch eine Abschaffung des Systems mit Hin-und Rückspiel in Erwägung ziehen könne, um Spiele auf neutralen Plätzen zu ermöglichen. Er sei zum Beispiel weiterhin dafür, Begegnungen in Miami im US-Bundestaat Florida, wo es eine besonders große spanischsprachige Gemeinde gibt, stattfinden zu lassen. "Aber bei einem System mit Hin- und Rückspiel (bei dem jeder Klub gegen alle Gegner einmal daheim und einmal auswärts antritt, Anm. d. Red.) würde man damit gegen das Fairplay verstoßen", meinte er.

Die spanische Liga habe bisher zu sehr an Traditionen festgehalten. Weniger Spieltage würden zu mehr Einnahmen führen, versicherte Rubiales. "Wir brauchen weniger Spieltage, mehr Spektakel. Wir müssen uns etwas einfallen lassen und die Aufmerksamkeit der Jüngsten mit vielen Emotionen fesseln." Die jüngeren Generationen hätten "andere Interessen als vor 30 Jahren".