12. August 2020 / 18:16 Uhr

Spott im Netz: Atléticos Kapitän Koke hat mehr Pflichtspiele absolviert als RB Leipzig

Spott im Netz: Atléticos Kapitän Koke hat mehr Pflichtspiele absolviert als RB Leipzig

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Das Champions-League-Duell: RB gegen Atlético oder RB gegen Koke?
Das Champions-League-Duell: RB gegen Atlético oder RB gegen Koke? © Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images/Montage
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456 Pflichtspiele für Koke, 424 für RB Leipzig: Für die erste Mannschaft von Atlético Madrid lief Koke (28) erstmals 2009 auf – im selben Jahr wurde auch RB gegründet. Seit dieser Zeit hat der Mittelfeldspieler allerdings mehr Pflichtspiele absolviert als der Fußball-Bundesligist. In den sozialen Medien sorgt das teilweise für hämische Reaktionen.

Lissabon. RB Leipzig gegen Atlético Madrid – die Viertelfinalbegegnung der Champions League ist in Sachen Erfahrung und Tradition ein ungleiches Duell. Während der 2009 gegründete Fußball-Bundesligist bei seiner zweiten Teilnahme an der Königsklasse zum ersten Mal ins Halbfinale einziehen könnte, ist Atlético Europapokal-Dauergast. Die Colchoneros standen dreimal im Finale der Champions League bzw. des Vorgängerwettbewerbs Europapokal der Landesmeister (1974, 2014, 2016), gewannen dreimal die Europa League und einmal den Weltpokal.

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Allein Atlético-Kapitän Koke hat in seiner Karriere laut Online-Portal „Transfermarkt“ mehr Pflichtspiele absolviert (456) als RB seit der Vereinsgründung vor elf Jahren (424). Nimmt man seine Einsätze in der zweiten Mannschaft dazu, sind es sogar 518 Partien für die Elf von Diego Simeone. In den sozialen Medien sorgte dieser Umstand im Vorfeld des Duells am Donnerstag (21 Uhr) für reichlich Spott, nachdem die Information auf der Facebook-Seite „fussball-aktuell.eu“ geteilt wurde. „Wenn ein Fußballspieler mehr Tradition hat als eine Mannschaft“, schrieb User Rami Hajjar und postete einen Lach-Smiley. „Schon traurig, dass sowas CL spielt“, meinte Sven Alexander.

RB wird seit der Vereinsgründung immer wieder mangelnde Tradition vorgeworfen. Der frühere Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick entgegnete Kritikern vor Jahren, es habe nichts mit dem normalen Leben zu tun, dass ein Verein schon 100 Jahre alt sein muss, „damit er eine `Daseinsberechtigung` hat“.