25. August 2020 / 13:49 Uhr

Stahl Wittstock ist erster Tabellenführer der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin

Stahl Wittstock ist erster Tabellenführer der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
 Blau-Weiß Wusterhausen (hier mit Frithjof Gondesen, der von zwei Karstädtern in die Zange genommen wird) kam nicht über ein Remis hinaus.
 Blau-Weiß Wusterhausen (hier mit Frithjof Gondesen, der von zwei Karstädtern in die Zange genommen wird) kam nicht über ein Remis hinaus. © Stefan Peglow
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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Der erste Spieltag in der Zusammenfassung.

166 Tage lagen zwischen der letzten Kreisoberliga-Partie am 8. März dieses Jahres und dem Eröffnungsspiel am jüngsten Freitag. Die höchste Spielklasse des Fußballkreises ist zurück – 13 Mannschaften kämpfen um die vorderen Plätze. Der erste Tabellenführer heißt Stahl Wittstock, die rot-weißen Kyritzer hatten zum Auftakt spielfrei und verloren ein Testspiel gegen Landesklassen-Vertreter SV Oberkrämer 11 mit 2:3 (0:1).

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Union Neuruppin II – TSV Wustrau 3:6 (2:4). Tore: 1:0 Thaer Damir (6.), 1:1 Richard Buggermann (20.), 1:2 Christopher Bittner (22.), 1:3, 1:4 Domenic Dean Biemann (30., 41.), 2:4 Robert Heibeck (45.), 2:5 Sinan Filipcic (47.), 3:5 Marwin Eckstorff (51.), 3:6 Leroy Scheffler (58., Strafstoßtor). Gelb-Rote Karte: Thaer Damir (72., wdh. Foulspiel, Union II). Neun Tore fielen am Freitagabend in Gildenhall, wo die Spielzeit eröffnet wurde. Nach Blitzstart der Unioner sorgten die Gäste bereits vor dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung. „Das war ein mutiger Auftritt meiner Jungs. Ich bin sehr zufrieden“, resümierte Wustrau-Coach Andy Kretschmann.

In Bildern: Der TSV Wustrau gewinnt mit 6:3 bei Union Neuruppin II.

Der TSV Wustrau (weiße Trikots) gewinnt zum Kreisoberliga-Auftakt bei der zweiten Mannschaft von Union Neuruppin. Zur Galerie
Der TSV Wustrau (weiße Trikots) gewinnt zum Kreisoberliga-Auftakt bei der zweiten Mannschaft von Union Neuruppin. © Dirk Becker

Hertha Karstädt – Blau-Weiß Wusterhausen 2:2 (1:2). Tore: 0:1 Elias Pries (16.), 0:2 Pascal Daube (20.), 1:2 Marcel Wolf (37., Strafstoß), 2:2 Marcel Wolf (88.). Unnötige Punktverluste für die Wusterhausener Blau-Weiß-Elf in der Prignitz. Mit zwei Toren lagen die Gäste in Front, ein zweifelhafter Strafstoß, wenig Entlastung in der zweiten Halbzeit und ein später Treffer besiegelten aber das 2:2. „Herr Reisinger war ein Heimschiedsrichter, wir aber auch selbst Schuld“, sagte Wusterhausen-Kapitän Christoph Lemm.

SV Garz-Hoppenrade – Zernitzer SV 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Eric Pörschke (56.). Trotz einer engagierten Leistung standen die Gäste am Ende mit leeren Händen da. „Wir sind natürlich enttäuscht, meine Jungs haben aber am Limit gespielt und füreinander gekämpft“, resümierte ZSV-Coach Marco Urner. Seine Mannschaft hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel, ließ defensiv nichts zu, war in der vordersten Reihe aber selbst nicht gefährlich. Nach dem Seitenwechsel rettete für Zernitz zunächst der Pfosten, kurze Zeit später jubelten aber die Gastgeber. „Das Gegentor fällt nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, das haben wir schlecht verteidigt“, bemängelte Urner, dessen Schützlinge zum Ende hin noch einmal alles nach vorn warfen, jedoch nicht belohnt wurden: „Zwei gute Chancen von Manuel Lübke und Jacob Rossa konnten wir noch kreieren, hatten bei Garzer Kontern aber auch Glück.“

Die Mannschaft des Tages.
Die Mannschaft des Tages. © SPORTBUZZER

Pankower SV – BSV Zaatzke 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Tony Schulz (59., Strafstoß), 2:0 Brian Hammermeister (72.). Der Aufsteiger aus der Prignitz macht da weiter, wo er in der abgebrochenen Spielzeit aufgehört hat. Auch gegen den BSV Zaatzke, der sich im Sommer verstärkt und verjüngt hat, behielten die Pankower die Oberhand. Während die Gäste in Abwesenheit von Trainer Mark Leschner zu oft ins Abseits liefen, half den Hausherren ein Strafstoß zur Führung. „Wir haben das hervorragend gemacht, standen hinten gut und stachen vorn im richtigen Moment zu. Großes Kompliment an unsere Mannschaft“, sagte PSV-Trainer Patrick Raczkowski.

Stahl Wittstock – SG Sieversdorf 6:1 (5:0). Tore: 1:0 Oliver Goldberg (3.), 2:0 Jochen Meier (30.), 3:0 Patrick Schönfeldt (32.), 4:0 Philip Gerstmann (37., Strafstoß), 5:0 Goldberg (40.), 5:1 Marius Garchow (49., Strafstoß), 6:1 Gerstmann (58.). Bereits zur Pause war das Duell entschieden, der Zwischenstand nach 45 Minuten spiegelte aber nicht die Kräfteverhältnisse wider. „Das war alles noch recht zähflüssig“, gestand Stahl-Torjäger Oliver Goldberg, der ebenso wie Neuzugang Philip Gerstmann doppelt traf: „Die Tore haben wir gut gemacht, aber es hätte besser laufen können. Nach dem 1:0 hatte Sieversdorf mehrere Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Die Wittstocker besitzen aber die nötige Offensivqualität, welche sich am Ende auch verdient durchgesetzt hat.“


Aktuelles aus Brandenburg

Blumenthal/Grabow – Meyenburger SV 2:1 (1:1). Tore: 0:1 Christoph Raasch (16., Strafstoß), 1:1 René Steinhauer (40.), 2:1 Jan-Niklas Groth (69.). Grabow-Trainer Ralf Lengert sprach von einem glücklichen aber nicht unverdienten Sieg: „Wir haben uns in die Partie reingekämpft und vom Ausgleich noch vor der Pause profitiert.“ Zunächst gingen die bei vielen Teams hoch im Kurs stehenden Gäste durch einen strittigen Elfmeter (O-Ton Lengert: „Man kann den geben, muss es aber nicht“) in Front, René Steinhauer besorgte das 1:1. Im zweiten Spielabschnitt gingen die Hausherren entschlossener zu Werke, folgerichtig erzielte Jan-Niklas Groth die Führung, welche ins Ziel gerettet werden konnte. „In der Nachspielzeit trifft Meyenburg nochmal den Pfosten. Das Glück haben wir uns erarbeitet“, befand Ralf Lengert.