02. September 2021 / 15:30 Uhr

Starkes Debüt: Jetzt könnte Vranckx für den VfL Wolfsburg ganz wichtig werden

Starkes Debüt: Jetzt könnte Vranckx für den VfL Wolfsburg ganz wichtig werden

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Endlich wieder fit: Aster Vranckx feierte beim Test gegen Hannover 96 sein Debüt für den VfL Wolfsburg.
Endlich wieder fit: Aster Vranckx feierte beim Test gegen Hannover 96 sein Debüt für den VfL Wolfsburg. © Boris Baschin
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Beim Test gegen Hannover 96 feierte Aster Vranckx sein Debüt für den VfL Wolfsburg. In den nächsten Wochen könnte für den Bundesligisten ziemlich wichtig werden.

Der Test gegen Hannover 96 war geprägt von Debüts: Neben Luca Waldschmidt und Felix Nmecha lief auch Aster Vranckx erstmals für den VfL auf. Dabei ist der Mittelfeldspieler anders als die anderen beiden schon seit dem Trainingsauftakt am 1. Juli beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Doch eine hartnäckige Muskelverletzung in der Wade hatte ihn lange ausgebremst. Vergessen und vorbei, jetzt kann er endlich eingreifen. "Darauf habe ich lange gewartet", so die neue Nummer 8. Und in den nächsten Monaten könnte er für den VfL ganz schnell ganz wichtig werden.

Die ersten Tage in Wolfsburg waren "nicht leicht für mich", erzählt Vranckx. Beim Trainingsstart hatte er noch mit seinen neuen Teamkollegen auf dem Rasen gestanden - dann aber machte die Wade Probleme. "Die gesamte Mannschaft hat mich in der Zeit unterstützt. Ich habe nicht viel über die Verletzung nachgedacht, sondern bin immer positiv geblieben", erinnert sich der Belgier, der sich in dieser schwierigen Zeit in Geduld üben musste. Beim 1.0 gegen RB Leipzig hatte Vranckx am Sonntag das erste Mal für den VfL im Kader gestanden, kam aber nicht zum Einsatz. Gegen 96 durfte der Abräumer dann zum ersten Mal 64 Minuten ran. "Das war schön, das fühlt sich gut an", schwärmt der gerade einmal 18-Jährige.

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Jetzt möchte er den nächsten Schritt gehen und dem Team auch in Pflichtspielen helfen. "Ich will viele Minuten sammeln und gute Spiele abliefern", sagt Vranckx, der für acht Millionen Euro vom KV Mechelen gekommen war. Dass er Einsatzzeit bekommt, könnte schnell passieren. Denn durch den Ausfall von Xaver Schlager (Kreuzbandriss) muss Trainer Mark van Bommel die Lücke vor der Abwehr an der Seite von Maximilian Arnold schließen. Neben Josuha Guilavogui und Yannick Gerhardt ist auch Vranckx dort eine Option. Ober er wirklich spielt, "werden wir sehen", sagt der Profi zurückhaltend. "Ich muss meine Leistungen im Training zeigen. Die Entscheidung liegt letztlich beim Trainer."

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Der Wechsel von Vranckx vom belgischen Erstligisten zum VfL war schon Ende vergangenen Jahres eingetütet worden - ein Vorgriff auf die gerade abgeschlossene Wechselperiode im Sommer. Mit angetrieben hat den Wechsel Innenverteidiger Maxence Lacroix, der zu diesem Zeitpunkt selbst erst wenige Monate Spieler in Wolfsburg war. "Er hat mir erzählt, wie es hier ist", erzählt Vranckx, der zum Abwehrmann über mehrere Ecken Kontakt aufgenommen hatte. "Maxence hat gesagt, dass der VfL ein guter Verein ist, um den nächsten Schritt zu machen, dass hier alles für die Spieler getan wird, damit sie sich wohlfühlen und dass viele Personen hier Französisch sprechen."

In Sachen Sprache können auch Torhüter und Landsmann Koen Casteels ("Ich habe großen Respekt vor ihm") und Neuzugang Dodi Lukebakio (von Hertha BSC ausgeliehen) helfen. Derzeit weilen aber beide bei der belgischen Nationalmannschaft - die ist langfristig auch ein Ziel von Vranckx. Unter Beobachtung des Verbandes steht der Mittelfeldmann bereits, "aber momentan bin ich eher für die U21 eingeplant". Für die hat er schon ein EM-Quali-Spiel gemacht, für die belgische U19 waren es sechs Partien.

Jetzt aber brennt Vranckx erst mal auf die Bundesliga-Saison - und die Champions League. In Gruppe G müssen die Wolfsburger gegen den OSC Lille, den FC Sevilla und RB Salzburg ran. "Ich freue mich auf alle Mannschaften", sagt der VfL-Neuzugang. "Bei Lille kenne ich beispielsweise Amadou Onana von der belgischen Nationalmannschaft." Bei aller Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben gibt's aber noch leicht erschwerte Bedingungen: Vranckx hat noch keinen Führerschein - und das in der Autostadt Wolfsburg. Kein Problem, sagt Vranckx: "Mein Bruder bringt mich immer zum Training. Und meinen Führerschein, den will ich jetzt auf jeden Fall machen."