22. Januar 2021 / 13:33 Uhr

Steffen Misdziol nach Lockdown-Verlängerung: "Haben etwas mehr Spielraum"

Steffen Misdziol nach Lockdown-Verlängerung: "Haben etwas mehr Spielraum"

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Steffen Misdziol, Spielausschuss-Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel.
Steffen Misdziol, Spielausschuss-Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel. © MAZ
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Nachdem der Fußball-Landesverband den Spielbetrieb noch bis mindestens 15. März aussetzt, hat sich auch der Kreisverband für diesen Termin als frühstmögliches Re-Start-Datum entschieden. Wegen geringerer Staffelstärken habe man beim Modus aber etwas mehr Möglichkeiten.

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Nicht nur auf Landesebene rollt das runde Leder derzeit nicht. Auch auf Kreisebene ist ein möglicher Re-Start aufgrund des verlängerten Lockdowns in weite Ferne gerückt. Wie der Fußballkreis (FK) Oberhavel/Barnim als Reaktion darauf vermeldete, ruht der Spielbetrieb vorläufig weiter – bis mindestens zum 15. März, wie es vom Verband heißt. „Wir sind wie der Fußball-Landesverband Brandenburg abhängig von den politischen Entscheidungen und werden nichts Neues erfinden“, sagt Steffen Misdziol, Spielausschussvorsitzender des FK. „Wir machen uns aber sicherlich unsere Gedanken.“

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Durch den verlängerten Lockdown bis zum 14. Februar will der Verband im Anschluss erreichen, dass die Vereine eine ausreichende Vorbereitungszeit für einen erneuten Start haben. Im Gespräch sind derzeit „drei bis vier Wochen“, wie es vom Fußballkreis heißt. „Auch, um möglichen Verletzungsrisiken vorzubeugen.“

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Wie auch auf Landesebene sind die hiesigen Vereine im Kreisspielbetrieb zwiespältig, was die Thematik Saisonfortsetzung betrifft. „Ich bin skeptisch, ob wir diese Saison noch einmal spielen“, sagt etwa Deion Nassar, Trainer des Kreisligisten FSV Germendorf. „Wenn genügend Zeit ist, finde ich, sollten wir die Hinrunde zu Ende spielen, mit anschließenden Playoffs. Denn eine einfache Runde ist in meinen Augen nicht aussagekräftig. Das ist aber nur bei entsprechender Zeit möglich. Ansonsten sollte für eine Wertung wenigstens die Hinrunde zu Ende gespielt werden.“



Nach der erneuten Verlängerung der Saisonaussetzung beschäftigt sich auch der Fußballkreis Oberhavel/Barnim mit möglichen Szenarien der Wiederaufnahme. Denn die Staffelstärke in einigen Ligen auf Kreisebene ist erheblich kleiner als auf Landesebene. „Dadurch haben wir etwas mehr Spielraum und können den Modus modifizieren und anpassen“, so Misdziol. Denn in der Kreisoberliga, der höchsten Kreisspielklasse, kicken 14 Mannschaften. Ein Großteil der Teams hat aktuell neun Spiele absolviert. In den beiden Kreisligen sind dagegen jeweils 16 Mannschaften unterwegs. Gar nur zwölf Team sind in den 1. Kreisklassen Ost und West im Spielbetrieb, während in der 2. Kreisklasse Nord 13 Clubs vertreten sind und in der 2. Kreisklasse Süd nur elf Mannschaften. Zusätzlich sind zwölf Frauenteams in der Kreisliga dabei. „Nach Möglichkeit wollen wir wie auf Landesebene den Spielbetrieb bis zum 30. Juni beenden. Auch aufgrund sportrechtlicher Probleme, die sonst auftreten könnten“, sagt Misdziol.

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Dieser hofft auch auf eine Fortsetzung des Kreispokals der Spielzeit 2020/21. Bis auf eine Partie sind in der 3. Runde des Wettbewerbes bei den Herren alle Spiele absolviert worden. Bei den Frauen stehen gar die vier Halbfinalisten schon fest. „Da gibt es Überlegungen wie im Vorjahr, den Wettbewerb länger laufen zu lassen. Das hat sich im Vorjahr bewährt und wurde von den Vereinen gut aufgenommen“, so der FK-Spielausschussvorsitzende. Doch all diese Gedankenspiele könnten erst konkret werden, wenn ein Beginn für den Trainings-Re-Start festgelegt wird. Und den gibt in der Corona-Pandemie am Ende die Politik vor.

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