16. April 2020 / 13:33 Uhr

SV Empor Brandenburg: 56 Tonnen Sand am Turnerheim

SV Empor Brandenburg: 56 Tonnen Sand am Turnerheim

Marcus Alert
Märkische Allgemeine Zeitung
Streifen für Streifen wurde der Rasenplatz am Mittwoch von den Mitarbeitern der Firma Barthel besandet. Immerhin 56 Tonnen gewaschener Sand mussten bewegt werden.
Streifen für Streifen wurde der Rasenplatz am Mittwoch von den Mitarbeitern der Firma Barthel besandet. Immerhin 56 Tonnen gewaschener Sand mussten bewegt werden. © Marcus Alert/SPORTBUZZER-Montage
Anzeige

Kreis Havelland: Für den Verein war die Besandung die vorerst letzte Investition, da durch die Einschränkungen der Corona-Krise wichtige Einnahmequellen weggebrochen sind.

Am Mittwoch war trotz Coronakrise mächtig Betrieb auf dem Fußballplatz des SV Empor Brandenburg auf der eigenen Scholle. Einen Tag lang bearbeiteten Matthias Persdorf und Stefan Vogel von der Firma Barthel Sportstättenservice aus Dreiheide den Rasenplatz auf dem Turnerheim. Besanden und Aerifizieren standen auf dem Programm. „Das ist eine wichtige Maßnahme der Werterhaltung“, erklärt der Vereinsvorsitzende des SV Empor Peter Friedling. 4500 Euro kostete die gesamte Maßnahme, 1500 Euro kamen dafür als Förderung von der Stadt Brandenburg.

Anzeige

56 Tonnen gewaschener Sportplatzsand wurden den gesamten Tag über mit Spezialfahrzeugen auf dem Rasen aufgebracht. Die 8000 Quadratmeter große Fläche beherbergt einen Großfeld- und einen Kleinfeld-Fußballplatz. Das Besanden wirkt vor allem gegen Filzbildung und fördert, dass die Oberfläche offen bleibt und nicht verschmiert. Besanden und das anschließende Aerifizieren verbessern die Bodenstruktur und optimieren gleichzeitig die Luft- und Wasserdurchlässigkeit.

Aktuelles aus der Region

In der Praxis heißt dies, dass die Wurzeln des Rasens tiefer greifen und der Rasen nach dem Regen schneller abtrocknet. Durch das abschließende Walzen werden zudem kleine Unebenheiten ausgeglichen. „Die Firma hat uns vor zwei Jahren bereits die automatische Beregnungsanlage installiert“, verrät Peter Friedling. Die dafür benötigten 30 000 Euro brachte der Verein seinerzeit durch Fördermittel und Spenden auf.

Für den 200 Mitglieder zählenden Verein ist die Besandung die vorerst letzte Investition, da durch die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Krise wichtige Einnahmequellen weggebrochen sind. Daher sind beispielsweise die geplanten Malerarbeiten an der zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Fassade des Sportkomplexes erst einmal auf Eis gelegt. Denn da keine Spieltage mehr stattfinden, gibt es auch keine Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Trinken. Auch der Saal kann auf absehbare Zeit nicht mehr vermietet werden. Besonders hart getroffen hat den Verein, der neben der Abteilung Fußball auch Tanzen und Kraftsport betreibt, die Absage des Osterfeuers, das nach Möglichkeit nachgeholt werden soll. Offen ist derzeit noch, ob Ende Juni das Fußballcamp stattfinden kann.

„Bisher ist keines unserer Mitglieder ausgetreten“, freut sich der Vereinsvorsitzende Peter Friedling. „Wer Probleme hat, den Beitrag derzeit zu entrichten, sollte sich mit uns in Verbindung setzen“, so Peter Friedling, der täglich auf dem Platz zu finden ist, weiter. Da derzeit kein Trainingsbetrieb stattfindet, erhalten die Übungsleiter auch keine Aufwandsentschädigungen, wobei alle Trainer dieses Geld gleich wieder dem Verein spenden. Ob zumindest sportlich noch gejubelt werden kann, ist derzeit noch offen. Denn die erste Männermannschaft steht bei Einstellung des Spielbetriebes in der 2. Kreisklasse auf Platz zwei. Und daher macht man sich beim SV Empor noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.