23. Januar 2022 / 13:16 Uhr

Nach Elfmeter-Wirbel: VfB-Sportdirektor Mislintat stichelt gegen Freiburg-Trainer Streich

Nach Elfmeter-Wirbel: VfB-Sportdirektor Mislintat stichelt gegen Freiburg-Trainer Streich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sven Mislintat konnte sich eine Spitze gegen Christian Streich nicht verkneifen.
Sven Mislintat konnte sich eine Spitze gegen Christian Streich nicht verkneifen. © Getty Images/IMAGO/Eibner (Montage)
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Eine Elfmeter-Szene bei der Niederlage gegen den SC Freiburg sorgt beim abstiegsbedrohten VfB Stuttgart auch einen Tag später noch für Unmut. Sportdirektor Sven Mislintat erlaubte sich am Sonntag im "Sport1"-Doppelpass eine Spitze gegen Freiburg-Trainer Christian Streich.

Die Stimmung beim VfB Stuttgart ist am Tiefpunkt: Nach der 0:2-Niederlage beim SC Freiburg sind die Abstiegssorgen bei den Schwaben nicht geringer geworden. Und zum zweiten Mal binnen zwei Wochen beklagten die Stuttgarter die Schiedsrichterleistung. Vor allem an einem Elfmeter für den VfB beim Stand von 0:0, der nach VAR-Ansicht zurückgenommen wurde, erregten sich die Gemüter. "Schiedsrichterleistungen dieser Art zerstören Spiele", klagte Spordirektor Sven Mislintat nach dem Spiel bei Sky, während Freiburg-Trainer Christian Streich meinte: "Das ist ganz klar kein Elfmeter." Bei Mislintat kam das gar nicht gut an.

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Zur Situation: Freiburgs Lukas Kübler hatte Stuttgarts Alexis Tibidi im Strafraum zu Fall gebracht. Den Kontakt leugnete auch Streich nicht, meinte aber: "Lukas Kübler macht gar nichts." Der Freiburg-Coach war mit der ursprünglichen Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler gar nicht einverstanden. "Zum Glück gibt es dann da den Videobeweis, dass du diese Sachen dann zurücknehmen kannst", so Streich. Doch Mislintat blieb auch am Sonntag bei seiner Meinung: "Den Elfmeter nicht zu geben, ist meines Erachtens nach nicht in Ordnung", sagte er im Sport1-"Doppelpass".

In Richtung Freiburg und Streich erlaubte sich Mislintat daher auch noch eine Spitze: "Ich wünsche Christian, falls es irgendwann in der Zukunft mal eine Saison gibt, wo es nicht so gut läuft, auch so eine Entscheidung dieser Art in zwei aufeinanderfolgenden Spielen", sagte der VfB-Verantwortliche. "Und dann schauen wir mal, wie relaxed er mit Aussagen dieser Art eines gegnerischen Trainers umgeht."

Verständnis für den Stuttgarter Unmut äußerte im "Doppelpass" auch Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg, der die VAR-Korrektur ebenfalls für eine Fehlentscheidung hielt: "Schiedsrichter Stieler hat ja auch direkt so entschieden, also war er total überzeugt", sagte er mit Blick auf den Elfmeter. "Der Keller hat dann den Fehler gemacht."