27. September 2022 / 19:24 Uhr

Toleranzbereich fällt weg: DFB passt Regeln für Elfmeter an – VAR muss eingreifen

Toleranzbereich fällt weg: DFB passt Regeln für Elfmeter an – VAR muss eingreifen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für die Bundesliga-Torhüter wird es ab sofort bei Elfmetern schwieriger.
Für die Bundesliga-Torhüter wird es ab sofort bei Elfmetern schwieriger. © IMAGO/Schüler
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Schon ab dem nächsten Spieltag werden die Schiedsrichter in den deutschen Bundesligen bei Elfmetern noch genauer hinschauen – und deutlich strenger. Wie der DFB am Dienstag mitteilte, sollen die Unparteiischen regelwidriges Verhalten von Torhütern bei Strafstößen härter bestrafen. Sogar der VAR ist gefordert.

International wird die Regel durch die FIFA und UEFA bereits praktiziert – nun hat sie ihren Weg auch in die ersten beiden deutschen Profi-Ligen gefunden: Torhüter, die sich beim Strafstoß zu früh von der eigenen Torlinie bewegen, werden ab sofort auch mit Hilfe des VAR zurückgepfiffen. Laut Mitteilung des DFB vom Dienstag gibt es bei Strafstößen für die Schiedsrichter schon ab dem kommenden Spieltag in den beiden höchsten deutschen Spielklassen keinen Ermessensspielraum mehr. Die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie die Unparteiischen seien über die Regelanpassung von der DFB Schiri GmbH informiert worden, heißt es.

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Konkret bedeutet das, dass die Schiedsrichter nun genauestens überprüfen müssen, ob sich der Torwart bei einem von ihm parierten Strafstoß regelkonform verhalten hat. "Bewegt sich der Keeper zu früh von der Linie und hält in der Folge den Ball, ist der Strafstoß zu wiederholen", teilte der DFB mit. Der Torhüter müsse sich laut DFB-Regelwerk (Regel 14) "mindestens mit einem Teil eines Fußes auf, über oder hinter der Torlinie befinden." Neu ist zudem, dass ab sofort der Videoassistent (VAR) den Regelverstoß des Keepers beim Hauptschiedsrichter melden darf. Liegt ein Verstoß vor, muss der Elfmeter wiederholt werden, da es sich nun um eine faktische Entscheidung handle.

Mit dem Wegfall des Toleranzbereichs soll laut DFB "den Schiedsrichtern eine klare Linie vorgegeben und somit die Entscheidung erleichtert werden", heißt es in der Mitteilung. Ziel sei es, "unterschiedliche Auslegungen aufgrund eines Ermessensspielraums zu vermeiden", wie es bei der UEFA und FIFA bereits Standard sei.

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